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SEELENVERWANDTE

Dualseelen, Seelenpartner, Seelenfreunde, Seelengeschwister, Seelenmenschen

Drei Jahre später

Eine Möglichkeit der Hilfe / + Der Originaltext dazu von Susanne Hühn

Geschichten und Erlebnisse 1 - 5
1 Ein Rückblick
2 Viele kleine Tode
3 Ende und Abschied
4 Neueste Erkenntnisse
5 Dieser Mensch hat mich reich gemacht

Geschichten und Erlebnisse 6 - 10
6 Erfahrungen mit meiner verwandten Seele
7 Neueste Erkenntnisse, Teil 2
8 Seit der Trennung sind zehn Jahre vergangen
9 Eine Kosmische Begegnung
10 Ein Treffen in der Straßenbahn

Geschichten und Erlebnisse 11 - 15
11 Diese Begegnung übertraf alle anderen
12 Happy End
13 Der Weg nach Hause oder die Begegnung mit mir selbst
14 Der wahre Geburtstag
15 Selbst erlebt

Geschichten und Erlebnisse 16 - 20
16 Ein Tipp
17 Er ist mein Bruder
18 Bitte nehmt Kontakt zu mir auf
19 Oh mein Gott, jetzt bist du endlich da
20 Diese Begegnung hat mich wieder zum Leben erweckt

Geschichten und Erlebnisse 21 - 25
21 Ein Danke an alle
22 Nach 19 Monaten
23 Du Raum und Zeitreisender
24 Meine komplementäre Seele

Gedichte

Ich habe ein interaktives Netzwerk zum Thema Seelenverwandte ins Leben gerufen. Dort ist Gedankenaustausch mit Betroffenen im Forum möglich.
Du bist herzlich dazu eingeladen, sei es nur zum Lesen oder auch um Dich aktiv einzubringen.
http://seelenverwandte.mixxt.de/

Der Schlüssel zum Herzen eines Menschen
ist niemals unsere Klugheit,
sondern immer unsere Liebe.



Was sagt Luise Rinser in ihrem Buch "Reinheit und Ekstase" über Begegnungen?

Wesentliche Begegnungen sind uralter Herkunft ...

Jeder Mensch fühlt in der Begegnung mit einem anderen, ob eine besondere "Botschaft" vom Gegenüber ausgeht, ein Gefühl des lange schon Kennens, ein Gefühl der Vertrautheit ... es schwingt "Etwas" in der Begegnung mit, für das uns die Worte zu fehlen scheinen ... wir haben einen Seelenverwandten getroffen.

Wie nahe uns nun diese neu in unser derzeitiges Leben gekommene Seele ist, ist schwierig zu beurteilen. Die meisten Menschen wünschen, glauben, hoffen, es könne ihre Dualseele sein. Dadurch unterliegen wir sehr leicht einem Irrtum, verlieren durch dieses Wünschen unserer Seele nach ihrer Ergänzung sehr oft den Blick für die Realität.

Ein Beispiel macht es gut vorstellbar wie nahe Seelen sich sein können. Alle Menschen sind - jeder für sich - ein Blatt am Baum der Menschheit. Nun befinden sich einzelne Blätter am selben Zweiglein, am selben Ast, auf derselben Seite des Baumes ... doch nur ein einziges Blatt ist geteilt ...

ICH BIN DU

Johann Wolfgang Goethe schrieb:

Dieses Baumes Blatt, der vom Osten
Meinem Garten anvertraut,
Gibt geheimen Sinn zu kosten,
Wie's den Wissenden erbaut.

Ist es EIN lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt,
Sind es zwei die sich erlesen,
Dass man sie als EINES kennt.

Solche Frage zu erwidern,
Fand ich wohl den rechten Sinn,
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Dass ich EINS und doppelt bin.

Über Seelenverbindungen wurden schon viele Geschichten und Bücher geschrieben. Zu diesem Thema gibt es auch sehr viele Internetseiten, die zum Teil sehr ähnliche Texte beinhalten.

Manche dieser Berichte über Zwillingsseelen (Twinflames) sind sehr romantisiert, andere versuchen es mit historisch belegten Geschichten von berühmten Menschen, die anscheinend ihre Dualseele gefunden hatten. Dazu kommen neuere gechannelte Texte, die sich mit dem Thema in Form von genauer Aufschlüsselung der Seelenfamilie und der Seelenverwandtschaften auseinandersetzen. Da finden sich Begriffe wie Dualseele, Seelenpartner, der ewige Seelenfreund, der karmische Seelenpartner und ähnliche Begriffe mehr.

Andere Bücher wiederum geben Anleitung wie man nun endlich seine Dualseele finden könne ...

Dazu kommen die verschiedensten Theorien wieso es die Sehnsucht jedes Menschen nach seiner seelischen Ergänzung gibt.

Des weiteren finden sich Aufschlüsselungen woran man erkennen könne, ob nun eine Begegnung unter das berühmte, ersehnte Treffen mit der Dualseele fallen könnte oder nicht. Andere wiederum versuchen es mit der Astrologie und glauben, aus dem Horoskop eine Bestätigung dafür herauslesen zu können.

Das Dualseelen-Thema wird in den letzten Jahren immer aktueller. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass sehr viele Menschen - vor allem über das Internet - einen Menschen finden, mit dem von Anfang an alles anders als "normal" verläuft.

Tatsache ist, dass, ob es nun eine reale 3D Begegnung ist, die fast immer "zufällig" zustande kommt, oder ob es eine online Bekanntschaft ist, für beide Beteiligten ist sofort eine besondere "Energie oder Schwingung" spürbar. Man ist sich durchaus nicht immer auf Anhieb sympathisch, aber die Begegnung ist anders als jede andere Begegnung jemals zuvor, es besteht eine unglaubliche Anziehungskraft. Diese Anziehungskraft kann so beschrieben werden: "wir flogen sofort aufeinander, obwohl wir nicht wussten warum, weil der andere so gar nicht den Vorstellungen vom anderen Geschlecht entsprach."

Diese besondere Schwingung, die auch z.B. mit einer e-mail "mitzukommen" scheint, lässt nun einen Kontakt mit einem unbekannten Menschen entstehen, der uns auf eine geheimnisvolle Weise sehr vertraut zu sein scheint.

Diese Diskrepanz zwischen fremd und doch vertraut, ist nicht einzuordnen in die passenden "Modelle" wie ein Kontakt mit einem anderen Menschen abläuft. Es entwickelt sich zumeist so etwas wie eine Abhängigkeit, sehr oft haben diese Seelenbegegnungen fast zwanghaften Charakter. Man kommt nicht voneinander los, aber auch miteinander ist es zumeist schwierig und mühsam.

Jeder Mensch, der eine Seelenbegegnung - ob jetzt tatsächlich mit seiner Dualseele oder nur mit einem nahen Seelenverwandten - erlebt hat, wird durch diese Begegnung verändert. Kaum jemand allerdings, der so eine Seelenbegegnung erleben muss (und ich sage ganz bewusst "muss"), würde sich das freiwillig noch einmal wünschen.

Was ich nicht genug betonen kann, es hat mit der "normalen" Liebe zwischen Mann und Frau, auch mit der "normalen" zwischenmenschlichen Liebe nichts zu tun!

Von Romantik keine Spur, diese Begegnungen verlaufen mit einer unglaublichen Intensität. Man ist auf eine geheimnisvolle Art und Weise miteinander verbunden, kommt nicht voneinander los, man leidet unter jedem nicht ganz richtigen Wort des anderen.

Diese Begegnungen sind eine große Herausforderung für unsere Toleranz, unser Verzeihen und Verstehen und sehr oft erfüllt von Schmerz.

Eine Seelenbegegnung ist nur dann eine, wenn beide Partner die gleiche Intensität und Tiefe in der Verbundenheit zum anderen fühlen. Sehr oft ist es aber nahezu unmöglich darüber zu sprechen, ganz davon zu schweigen, diese Gefühlstiefe und Verbundenheit zuzulassen. Die Menschen wissen nicht was mit ihnen passiert.

Das eigene Seelenglück liegt im anderen ... man hat in einer Seelenbegegnung gar nichts selbst in der Hand, man ist ausgeliefert, befindet sich in Abhängigkeit, leidet, hofft ... Frauen anscheinend mehr als Männer.

Was aber ist es nun, dass uns in so einer Seelenbegegnung so verändert? Es ist die Liebe, die wir für diesen anderen Menschen fühlen, fühlen müssen, weil wir gar nichts anderes fühlen können.

Seelenliebe ist eine ganz besondere Art von Liebe. Sie hat mit der romantischen Liebe zwischen Mann und Frau absolut nichts zu tun. Natürlich kommt es immer wieder zu Missverständnissen, weil wir im Grund genommen gar keine andere Art von Liebe zwischen den Geschlechtern kennen. Das führt zu Missverständnissen, weil es eben keine Verliebtheit ist, es nichts mit dem Mann oder der Frau in der geschlechtlichen Rolle zu tun hat.

Seelenpaare sind in der Regel keine Liebespaare! Das ist der erste Schritt, der von den Beteiligten erkannt werden muss.

Auch wenn wir kurzfristig diesem Irrtum erliegen sollten, wird dieser doch sehr bald erkannt. Danach versucht man, dieser Liebe einen Namen zu geben, was ist es nun dass mich mit diesem Menschen verbindet? Fühlt man sich wie zu einer Schwester, einem Bruder hingezogen? Es ist aber auch nicht diese Form der normalen Geschwisterliebe, es ist auch nicht die Liebe, die man für eine nahe Freundin oder einem vertrauten Freund empfindet. Es ist etwas Neues, eine uns Menschen bisher weitestgehend unbekannte Form von Liebe.

Seelenliebe - wenn es wirklich und wahrhaftig die Liebe zwischen zwei vertrauten und verwandten Seelen ist - ist etwas Besonderes. Sie berührt die Menschen in ihrem Innersten, spricht ihre Seele an, öffnet das Herz auf eine ungeahnte Weise, macht verletzlich. Es macht den Menschen verletzlich in einer Art und Weise, die er bisher meist nicht gekannt hat. Kein anderer Mensch als die geliebte Seele im anderen kann in uns ein derartiges Glückgefühl auslösen oder aber uns in Sekundenbruchteilen in tiefste Tiefen stürzen.

Betroffene sagen, die Hochs sind höher und die Tiefs sind tiefer als alles was sie je erlebt hätten. Man betrachtet sich selbst und die eigenen Verhaltensweisen mit Erstaunen, erkennt sich selbst nicht mehr. Seelenliebe löst Verwirrung in uns aus, verleitet zu Handlungen die wir so im Normalfall nicht setzen würden.

Im Verlauf so einer Seelenbegegnung kommt irgendwann der Versuch, diese Verbindung zu beenden. Meist finden voneinander unabhängig diese Versuche statt. Sie enden damit, dass wir erkennen müssen, es ist unmöglich. Diese Verbindung IST. Wenn die eine Seite loslässt, sich distanziert, dann beginnt die andere wieder mit dem Kontakt oder Zufälle bringen diese beiden Menschen wieder zusammen.

In der Literatur kann man lesen, dass so eine Seelenbegegnung nur von Dauer sein wird, wenn beide Seelen einen gewissen Bewusstseinszustand erreicht haben, sonst würde die Verbindung sofort wieder getrennt werden. In der heutigen Zeit ist das offensichtlich anders, wir müssen unsere Seelenbegegnungen durchleben, aushalten und dürfen daraus lernen.

Ein, wie es sich für mich darstellt, sicheres Zeichen für eine Seelenverbindung ist die Tatsache, dass man mit diesem Menschen eine körperlich spür- und erfahrbare Verbindung hat. Es hat nichts mit Telepathie zu tun, sondern ist etwas sehr viel Tieferes. Man spürt diesen anderen Menschen körperlich. Es ist, als würden sich vom Zentrum der Brust ausgehend, Wellen von "Energie" in den Körper ausbreiten. Man spürt diesen Seelenmenschen sofort wenn sich dieser auch nur in Gedanken mit uns beschäftigt. Es ist nicht nur die Intensität der Verbindung im Moment exakt spürbar sondern auch die Qualität und lässt uns genau wissen wie es diesem anderen Menschen geht.

Während des normalen Arbeitstages, mitten in Stress und Hektik oder womit wir auch immer beschäftigt sein mögen, ist diese Seele plötzlich "da". Man kann nichts dagegen tun ...

Frauen sind in der Regel viel offener und auch bereit, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Die Frauen sind es auch, so die Aussage einer Betroffenen "die die Kofferträger dieser Seelenverbindungen sind".

Männer neigen viel mehr dazu, sich durch diese Erfahrung in die Enge getrieben zu fühlen. Sie versuchen zu flüchten, leugnen ab, es mag auch Angst vor so viel Gefühlsintensität vorhanden sein, die mann einfach überwältigt. Doch auch sie können ihrer Bestimmung nicht entrinnen.

Wir erkennen, dass wir dieses andere Seelenwesen auf eine Art und Weise lieben, die keine Grenzen kennt. Auch wenn wir verletzt worden sind und im Schmerz versinken, bleibt doch die Liebe unantastbar. Wir können sie nicht abstellen, sie wird trotz aller Ereignisse nicht weniger, nein, sie wird mit jedem Tag den diese Verbindung anhält, inniger, intensiver. Man verzweifelt daran, möchte so nicht weitermachen, leidet, liebt und doch gibt es kein Heilmittel dagegen.

Das klingt alles ziemlich unglaublich. Kein Mensch, der so eine Seelenverbindung nicht erleben und durchleben musste, kann es nachvollziehen. Jeder aber, dem es widerfahren ist, wird sich darin wieder finden.

Die große Frage, die sich nun stellt, ist:

  • Wozu soll dies alles gut sein?
  • Warum müssen immer mehr Menschen so eine Seelenbegegnung durchleben und durchleiden?
  • Warum scheint es in der Neuen Zeit kaum ein Entrinnen zu geben?
  • Was passiert mit den Menschen, die eine Seelenbegegnung erleben?
Ich will versuchen, Antworten darauf zu geben.

Wozu soll dies alles gut sein?

Es ist unleugbar, dass jeder Mensch durch die Seelenliebe zu einer ihm nahen Seelen in den tiefsten Bereichen seines Wesens erschüttert wird. Wir werden sensibilisiert, berührt und äußerst verletzlich.

Diese Liebe verändert jeden Menschen. Da diese Beziehungen auch sehr schwierig zu leben sind, wir aber andererseits nicht davon loszukommen scheinen, müssen wir irgendwie damit umzugehen lernen.

Die Aussage einer Betroffenen:

"Ich bekomme von meinem ... ... immer wieder neue, schmerzhafte Aufgaben gestellt, werde konfrontiert mit Situationen die ich bisher in meinem Leben einfach nicht zugelassen habe. Früher hätte ich einem solchen Menschen einfach den Rücken gekehrt, aber ich kann es nicht. Die Liebe ist derart groß und tief, dass nichts geschehen kann, was sie zerstört. Vielleicht soll ich lernen zu lieben, wirklich zu lieben, wahrscheinlich habe ich das bisher nicht gekonnt und mit Sicherheit habe ich mir auch niemals klar gemacht wie wenig selbstverständlich es ist zu lieben und geliebt zu werden. Es ist das größte Geschenk, das Menschen einander machen können, man kann nur dankbar dafür sein."

Ich muss diesen Menschen so annehmen wie er ist und ich will das auch. Gedanken wie: Du wärst ein toller Typ, wenn du ..... oder: wenn du nicht immer wieder dies und das machen würdest .... dann wäre alles prima ... diese Gedanken gibt es in einer Seelenbegegnung nicht. Ich hatte noch nie bei einem Menschen das Bewusstsein, dass er perfekt ist, genau so wie er ist, mit all seinen Ecken und Kanten.

Im Alltagsleben fällt mir auf, dass sich meine Meinung zur Liebe sehr gewandelt hat, dass ich sie mit ganz anderen Augen sehe. Ich mache mich nicht mehr lustig über "seltsame" Paare, weil ich denke ... sie lieben sich und sie sind richtig füreinander und dann habe ich Achtung vor ihnen ... Den Penner mit seinem Hund sehe ich anders und die Enttäuschung und Verzweiflung, die die meisten Menschen im Gesicht tragen. Mein gesamter Blickwinkel hat sich verändert und ich hab mein Herz geöffnet für all die Wesen, die mit mir hier leben. Dafür bin ich unendlich dankbar."


Warum müssen immer mehr Menschen so eine Seelenbegegnung durchleben und durchleiden? Warum scheint es in der Neuen Zeit kaum ein Entrinnen zu geben?

In esoterischen Kreisen ist in den letzten Jahren sehr viel vom Aufstiegsprozess der Erde, der Erhöhung der Schwingungsfrequenz und auch von der Erhöhung des Bewusstseins der Menschen die Rede.

Wie ist nun ein Aufstiegsprozess oder die Erhöhung des Bewusstseins der Menschen zu erreichen? Ganz einfach. Dadurch dass die Menschen sich verändern oder indem sie verändert werden!

Seelenliebe verändert jeden Menschen und je mehr Menschen nun so eine Beziehung erleben müssen/dürfen, desto schneller wird sich die ganze Menschheit verändern. Die Verbundenheit jedes einzelnen Menschen mit dem Rest der Menschheit ist spätestens seit Rupert Sheldrake und seiner Theorie der morphogenetischen Felder, bewiesen. Wir alle, jeder einzelne von uns, ist ein Teil dieses morphogenetischen Feldes das die Menschheit durch ihr Verhalten und ihre Gedanken und Gefühle erzeugt.

Nach Sheldrake tritt eine "zwangsweise" Veränderung ein, wenn fünf Prozent einer Gruppe von Menschen (oder auch Tieren) ein Verhalten erlernt haben. Wenn nun fünf Prozent der Menschen durch Seelenliebe eine tiefe Veränderung in ihrem Wesen erleben, ihre Herzen geöffnet halten und für diesen anderen Menschen, dem ihre tiefste Liebe gilt, auch bereit sind, ihr Ego hinter sich zu lassen ... dann wird der Rest der Menschheit folgen. So werden alle Menschen langsam lernen, ihr eigenes Ego hinter sich zu lassen und Liebe für alle Mitmenschen zu empfinden.

Noch allerdings sind wir alle nicht so weit. Noch braucht es EINE bestimmte, vertraute Seele, die diese universale, bedingungslose Liebe in uns auslöst.

An Seelenbegegnungen dürfen wir lernen.

Lernen zu lieben und lernen zu lassen.

Rainer Maria Rilke schreibt es in wundervollen dichterischen Worten:

"Denn das ist Schuld, wenn irgendeines Schuld ist:
Die Freiheit eines Lieben nicht vermehren
um alle Freiheit, die man in sich aufbringt.

Wir haben, wo wir lieben, ja nur dies:
einander lassen!

Denn dass wir uns halten,
das fällt uns leicht
und ist nicht erst zu lernen."

(aus Requien für eine Freundin)

Was für ein Ausblick in die Neue Welt. Wenn ein Mensch in der Liebe lebt, dann IST seine Schwingung erhöht, sein Bewusstsein verliert den Fokus auf das eigene Ego.

Seelenliebe ist ein "Lernprogramm", damit wir uns ändern und damit sich in der Folge die Gesellschaft ändert. Wenn wir uns bewusst werden, wie sehr wir lieben ... erst den einen Menschen, dann die anderen die uns begegnen, dann haben Aggression, Wut, Hass und Neid keinen Raum mehr. Wir werden friedlicher ... unser Umfeld wird friedlicher ... unsere Gesellschaft wird friedlicher ...

Ist das der Grund, warum es in den letzten Jahren für viele Menschen kein Entrinnen aus einer Seelenbegegnung gibt? Ich glaube, ja.

"Und somit wandelt sich auch meine Liebe zu allen Menschen .... über die Liebe zu diesem EINEN ..."


Was passiert mit den Menschen, die eine Seelenbegegnung erleben?

Sie lernen

  • BEDINGUNGSLOS zu lieben
  • toleranter zu sein
  • friedfertiger zu sein
  • beurteilen, urteilen und verurteilen zu lassen
  • Geduld zu haben
  • Ihre eigene Stärke zu entdecken
  • anzunehmen was ist
  • nachsichtig zu sein
  • sich selbst im Du wieder zu finden

Hier ein schöner Satz der "weiblichen Seite" einer Seelenliebe:
"Ich habe mich auf eine Art selbst entdeckt, die mich überrascht. Ich hätte nicht gedacht, wie viel positive Kraft und Energie in mir steckt, wie leicht es mir fällt, Menschen nicht mehr zu verurteilen oder über sie zu urteilen, wie leicht es mir fällt, mich nicht mehr über Gegebenheiten aufzuregen, die ich aus eigener Kraft nicht ändern kann. Ich bin friedfertiger geworden und meinen Mitmenschen gegenüber liebevoller ... egal ob es die Kassiererin im Supermarkt ist, die Kollegin, oder die Nachbarin, die ich eigentlich nicht mag."


Drei Jahre später

Als ich vor drei Jahren diesen Text über Seelenverwandte niederschrieb, hätte ich mir niemals erwartet, dass dieser Text eine derart große Resonanz haben würde.

Ich erhalte immer wieder Emails und Briefe von betroffenen Menschen, die mir aus ihrer Erfahrung und ihrem Erleben bestätigen, was ich damals geschrieben habe. Natürlich erlebt jeder Mensch auch in einer Seelenbegegnung die Situationen in seiner eigenen Färbung und Variation. Doch der Grundtenor ist überall der gleiche ....

Es scheint auch immer so zu sein, dass einer der beiden Seelenpartner nicht bereit ist, sich auf diese Seelenbegegnung einzulassen. Die Bandbreite geht von absoluter Ablehnung so einer Möglichkeit, über Einbildung und Hirngespinste bis zu wütender Verleugnung und oft kommt es zu persönlichen Angriffen und Beleidigungen.

Der andere Teil dieser Seelenverbindung bleibt in seiner Seelenliebe zurück gewiesen, zurück. Aus den Zuschriften, die oft von ganz tiefer Verzweiflung sprechen wenn der eine Seelenpartner sich abgewandt hat, spricht dennoch zugleich auch immer tiefer Glaube an diese Verbindung. Ich lese immer wieder "...auch wenn es vorbei ist, ich bin mir ganz sicher, es ist nicht vorbei, es wird niemals vorbei sein ..."

Woher kommen denn nun diese absolute Sicherheit und der Glaube daran, dass diese Verbindung niemals zerstört werden kann?

Die Seelenpartner, die sich nicht gesucht und dennoch gefunden haben, sind fast immer von ganz verschiedener Persönlichkeitsstruktur. Daher scheint auch ein friedliches Miteinander, ein freundschaftlicher Umgang, ein liebevoller Austausch auf Dauer nicht möglich zu sein. Diese Seelenverbindungen sind nicht geschaffen für diese normale dreidimensionale Welt und sie scheitern an der Realität. Die Zuschriften sprechen fast alle von Schmerz, Leid, Zurückweisung, Trennung und von neuerlichen Kontakten nach langer Zeit des Stillschweigens.

Eine Frage bewegt auch sehr viele Menschen: "Wird es irgendwann weniger schmerzhaft, weniger leidvoll?"

Dazu kann ich nur sagen, ja, es wird irgendwann weniger schmerzhaft. Auch in den Seelenbegegnungen scheint es so etwas wie den Verlauf und die "Verschleißerscheinungen" einer "normalen" Liebe zu geben. Zuerst brennen beide lichterloh, man fühlt sich fast unfähig, diese Liebe auszuhalten. Dann kommt Angst ins Spiel, Angst vor zu viel Liebe, Angst davor eine bestehende Partnerschaft zu gefährden, Angst mit allem nicht umgehen zu können, Angst vor dieser großen Nähe und Tiefe, Angst sich zu verlieren ... ... und man fühlt sich praktisch unfähig, diese Seelenliebe einerseits zu leben und andererseits auch das eigene normale Leben weiterzuleben.

Derjenige Seelenpartner der sich vollkommen geöffnet und zugelassen hat, bemerkt zuerst überhaupt nicht, dass sein Leben nur mehr aus Liebe und Gedanken und Fühlen für ... besteht. Alles und jedes, von morgens bis abends, alles scheint sich nur um diese eine Person zu drehen. Man vergisst das eigene Leben, man hat vollkommenen Tunnelblick, aller Fokus liegt auf dieser anderen Seele, Prioritäten des eigenen Lebens verschieben sich. Man hat sich selbst verloren, man lebt und atmet und lacht über dieses andere Wesen ... Vielleicht ist es ja dann sogar ein Geschenk, aus diesem Zustand aufgeweckt zu werden und plötzlich wieder realisieren zu müssen, dass man nicht mehr wirklich in der Realität gelebt hat, sondern nur mehr in dieser Seelenverbindung geistig und seelisch aufgegangen ist ...

Das dieses Erwachen fast immer sehr unsanft geschieht, nun, vermutlich braucht es das, denn ein sanftes Aufwecken würde wohl nicht funktionieren.

Ganz langsam und unter dem Druck der Seelenschmerzen die diese Verbindungen mit sich bringen, wird das Fühlen etwas weniger heftig, die Höhen sind dann nicht mehr so hoch, dafür sind auch die Tiefen etwas weniger tief und der Sturz weniger schmerzhaft.

Man lernt irgendwann das "Kopfkino", wie es eine Betroffene genannt hat, hin und wieder abzustellen. Man lernt sich und seine Gefühle für diese Seele unter Kontrolle zu halten. Man lernt, dass es hilfreich ist, sich die andere Seele in ihrem menschlichen Kleid zu erinnern und sie dadurch irdisch/menschlicher zu machen. Man lernt, sich nicht mehr so offen zuzulassen. Man lernt wieder, den Kopf zu gebrauchen. Man lernt, wieder mehr selbst zu sein ...

... und, hin und wieder bleibt es nicht nur beim Wünschen und Wollen, sondern die Übung gelingt sogar ...

Ich habe vor drei Jahren geschrieben, dass ich glaube, dass der Grund für eine Seelenbegegnung ist, dass wir Menschen bedingungslos lieben lernen. Das glaube ich immer noch und die Zuschriften von Betroffenen bestätigen diese Hypothese auch. Aus der Entwicklung der Geschehnisse glaube ich nun auch, ersehen zu können, dass jeder Mensch in einer Seelenbegegnung auch für sich persönlich sehr viel lernen darf oder besser gesagt, lernen muss.

Wer seine Geschichte anderen Menschen zugänglich machen möchte, kann mir gerne eine Email schicken: info@energieimpulse.net . Ich veröffentliche jede Geschichte unverändert, allerdings bitte ich darum, keine Namen oder Orte zu nennen, sondern nur geänderte Namen und andere Orte bzw. deren Initialen zu verwenden.

Ich weiß, dass es tröstlich ist, darüber zu lesen wie es anderen Menschen in einer Seelenbegegnung ergangen ist und ergeht. Es ist tröstlich und man weiß dann wieder, dass man nicht verrückt geworden ist. Der Zweifel an der eigenen Zurechnungsfähigkeit kann genommen werden. Und doch helfen diese Texte und Erkenntnisse keinem wirklich weiter, denn durchstehen und durchleben muss jeder einzelne dieses, sein, Seelenglück und Seelenchaos ganz alleine.

***
Es gibt keine Heilung für diese Liebe,
denn Liebe ist immer die Heilung
***

Seelenglück
SEELENGLÜCK

DU WIRST UNENDLICH GELIEBT

(ein Anima-Symbol / www.amo-international.net)


Eine Möglichkeit der Hilfe / + Der Originaltext dazu von Susanne Hühn

Eine, mittlerweile bereits erprobte, Möglichkeit der Hilfe

Ihr Lieben Dualseelen-Betroffene, ich schreibe euch eine Möglichkeit, wie ihr vielleicht euren Seelenfrieden wieder finden könnt,

da ich glaube, eine (zumindest bei der Zwillingsseelen-Problematik) scheinbar funktionierende Methode gefunden zu haben, wie man aus dieser Sucht nicht mehr von seinem Seelenmenschen loszukommen, herausfinden könnte! Ich möchte sie euch als eine Möglichkeit vorstellen. Wenn ihr damit nix anfangen könnt, dann lasst es einfach. Wenn ihr aber sagt: okay - ich kann nur gewinnen (es schadet jedenfalls nicht), dann versucht es!

Sie ist eigentlich ganz simpel. So simpel, dass ich bis heute nicht verstehe, wie sie so gut funktionieren konnte - aber vielleicht ist das auch nicht wichtig, sondern nur, DASS sie funktioniert! Ich bin durch Zufall darauf gestoßen. (Nachdem meine Trennung von meinem Seelenzwilling schon fünf Jahre her war - eigentlich genug Zeit, um abzuschließen - aber bei diesem Seelending ist halt einfach nichts normal). Ich quälte mich - wie viele von euch rum... an manchen Tagen ging es mir gut und ich dachte - supi - jetzt biste drüber weg. Am nächsten dann - aus dem geringsten Anlass - sei es ein Lied oder eine Szene - und bäng war er wieder da! Man kommt sich wie ein Junkie vor, der nicht von seiner Droge weg kommt und versteht sich selbst nicht mehr - es ist zum Verzweifeln. Aber wem sag ich das - ich wette ihr kennt das ja alle...! Also ich sah da dieses Medium im Fernsehen (war schon etwas skurril was die Dame da machte...). Susanne, wie sie heißt, machte da "Familienaufstellungen" mit Menschen am Telefon, die Probleme mit ihren Tieren haben. Dabei half sie den Leuten mit einer Art Lichtsprache, wo sie mit visualisierten Lichtsäulen Gefühle verschickte... Na jedenfalls gab es da eine Anruferin, die sehr um ihren verstorbenen Hund trauerte und vor Sehnsucht nach dem Tierchen fast verging. Susanne riet der Frau, sich den Hund in einer Lichtsäule vorzustellen, dann sollte sie den Teil (den Seelenteil) in sich erfühlen, der sich so sehr sehnt und nun sollte sie diesen Teil (sie sagte, das hinge mit dem inneren Kind zusammen) zu ihrem Hund schicken - mit ganz viel Liebe dazu. Sie meinte, wenn ein geliebtes Wesen in unser Leben tritt, bringt er oft einen neuen Seelenanteil mit in unser Leben. (Da unsere Seele wie ein großes Haus wäre, wo es viele Zimmer gäbe, wären nie alle "Zimmer" inkarniert). Deshalb wäre es vollkommen in Ordnung, wenn wir diesen Teil, der ja mit diesem geliebten Wesen zu uns kam, wieder zu diesem Wesen schicken!

Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen... mooooooment: mit vor Sehnsucht vergehen und Seelenverstrickungen kennen wir Zwillingsseelen-Leidgeplagten uns aus!!! Ich dachte mir, klingt zwar etwas schräg, aber wenn ich ehrlich bin, wär ich nie auf die Idee gekommen - diesen Teil von mir zu ihm zu schicken... ich dachte mir was solls - schaden kann es ja laut Susanne nicht - da wir unsere Seele ja behalten - es ginge nix verloren... Also ich atmete tief durch und stellte mir einen Lichtstrahl vor, der zu ihm führte und fühlte die Liebe zu ihm in mir. Dann schickte ich dieses Liebesgefühl über diesen imaginären Strahl zu ihm (von meinem Herzen zu seinem), dann konzentrierte ich mich auf dieses Verlust/Sehnsuchtsgefühl, das sich ja einfach nicht auslöschen ließ und schickte es auch - ganz intensiv an ihn denkend über diesen Lichtstrahl zu ihm - wieder mit ganz viel Liebe im Gepäck. Nach ein paar Momenten öffnete ich wieder meine Augen und horchte quasi in mich rein. Zuerst war da einfach nur emotionale Stille. Hm dachte ich mir, gut, - geschadet hatte es wohl nicht! Und dann versuchte ich bewusst dieses Sehnsuchtsgefühl zu lokalisieren - dachte an eine schöne Szene mit ihm... aber das Sehnsuchtsgefühl war weg! Ich dachte mir erst: Einbildung! Das kann ja nicht sein, dass das jetzt per so einen Quatsch einfach weg ist! Aber ich sags euch - das ist jetzt schon einige Monate her und ich hatte seither nie mehr dieses Gefühl verbannt zu sein und vor Sehnsucht zu vergehen! Einfach mit dieser simplen Übung! Ich hab keine Ahnung wieso das funktioniert hat. Ich sehe aber diese intensive seelische Verbindung als Ursache - niemand steht uns seelisch so nahe - mit niemandem haben wir so einen besonderen Draht :-) Ihr könnt euch nicht vorstellen wie erleichtert ich war, endlich wieder Kontrolle über meine Gefühle und über mein Denken zu haben. Ich kann jetzt endlich selbst entscheiden wann ich und wie intensiv ich an ihn denken will und muss mich nicht mehr fürchten, rückfällig zu werden, wenn ich ihn mal sehe oder mal eine Mail schreibe/bekomme! Ich bin noch immer überrascht, wie simpel das zu bewältigen war - wo ich doch jahrelang dagegen angekämpft hatte!!! Ich hab die Methode schon an andere weiter gegeben und auch von anderen hörte ich, dass sie wohl funktioniert hat. Vielleicht muss man sie auch wiederholen, wenn die Trennung noch nicht so lange her ist. Ich glaube, man muss es erst so richtig satt haben zu leiden und wirklich loskommen wollen, damit es funktioniert - aber vielleicht irre ich mich und es klappt auch so! Ich hab noch von keiner Methode gehört, die bei diesem Problem so schnell helfen konnte. Ich wünsche euch alles Liebe und viel Erfolg - auf dass auch ihr endlich die Möglichkeit bekommt, eure Seelenverletzungen heilen zu lassen! Alles Liebe euch allen Sonja

***

Für Fortgeschrittene :-) : Wenn es auch bei euch funktioniert hat und ihr einen Schritt weiter gehen wollt, möchte ich euch noch etwas berichten. Da ich mittlerweile glaube, dass diese "Licht & Liebe-Post" auch mit anderen Themen bei unserem Dual funktionieren könnte (solange ihr alles aus Liebe zu ihm schickt), versuchte ich noch etwas: Mein Seelenmensch hatte eine schwierige Kindheit und eine ziemlich herrschsüchtige Mutter, die leider wenig acht darauf gab, was denn ihr Sohn möchte... sondern einfach ihr Programm durchzog. Auch später noch fragte sie nie, was ihn ihm vorgeht, was ER den möchte... Das hat ihn natürlich geformt und verursacht auch in seinem erwachsenen Leben nach wie vor Probleme.... Also ich dachte mir, wenn das so gut funktioniert, kann ich vielleicht auch andere Dinge verschicken. Ich fing wieder mit dem Liebes-Lichtstrahl an und dann dachte ich an ihn und an das Gefühl Klärung, dachte an seine Mutter und ließ das Gefühl Liebe in Gedanken durch sein Herz, zu ihrem Herz fließen und dachte "oh bitte klärt euer Problem, solange ihr noch könnt, redet miteinander und findet euren Frieden". Dann schickte ich ihm gedanklich Stärke, damit er das auch durchhält, dachte "zeige ihr, dass du auch jemand bist, und sie nicht das Recht hat über dich zu bestimmen - du bist jetzt erwachsen und jetzt ist Schluss damit. Klär es, aber kläre es in Liebe" und schickte nochmal einen Lichtstrahl Liebe und Stärke zu ihm. (Und dann dachte ich: jetzt biste total bekloppt - jetzt übertreibst du"...). Drei Tage später mailte er mir, fragte, wie es mir ging und ob ihr es glaubt oder nicht: er sagte, er hätte ziemlichen Ärger mit der Familie und der Mutter, er hätte aber diesmal keine Lust gehabt runter zu schlucken und ist froh, dass jetzt mal alles auf den Tisch käme. Er klang wirklich erleichtert. Er meinte, es würde ihn zwar Kraft kosten, aber er wär froh, dass sie jetzt das mal angehen. Ich dachte, ich lese nicht recht! Es mag ja alles Zufall sein - aber das ist ja nun ein wirklich absurder Zufall oder? Wenn ihr möchtet und es euch nicht zu abgefahren ist - probiert es (und berichtet Ursula, ob es funktioniert hat - ich würde mich freuen, wenn ihr meine Beobachtungen bestätigen könntet) und noch mehr würde es mich freuen, wenn ich euren Seelenschmerz lindern konnte und den eurer Zwillinge ;-))) - ich sage immer wenn es nicht schadet, schadet auch der Versuch nicht - alles Liebe Euch allen und viel Erfolg Sonja


Eine Hilfe  der Originaltext von Susanne Hühn

Wir können nur wahrhaft frei werden, wenn wir alle seelischen Anteile, die allzu traurig, verängstigt oder einfach müde sind, ins Licht schicken, niemand braucht hier zu sein, die Erde ist kein Gefangenenlager. Es ist wichtig, dass du dich voll und ganz auf das Leben auf der Erde einlassen kannst und dass alle seelischen Anteile, die keine Kraft mehr haben, endlich heimkehren dürfen. Es wird also Zeit, die Seelenanteile, die nicht hier sein wollen, nach Hause zu entlassen. Sie haben uns lange gedient, haben es ermöglicht, viele Erfahrungen zu machen. Es gibt Seelenanteile, die schwingen so schnell, sind so feinstofflich, dass allein das Inkarnieren schon weh tut, weil sie sich in viel zu langsame Schwingungen hinunter transformieren müssen, um das zu tun. All die Anteile, die es ermöglicht haben, schmerzliche Erfahrungen von Mangel, Leere, Sehnsucht und Heimweh zu erleben, dürfen jetzt gehen, denn du hast das alles erlebt, deine Zellen kennen es zur Genüge, die Akasha-Chronik (ein alter indischer Begriff aus dem Sanskrit, der eine Aufzeichnung der feinstofflichen Energien aller geschichtlichen Ereignisse einschließlich aller Gedanken und Gefühle meint, auch die deiner eigenen Geschichte) ist nun voll davon. Die Zeiten sind endlich vorbei, in denen wir uns selbst zu Inkarnationen verpflichten, in denen wir karmisch ausgleichen müssen. Alle Energien, die nicht hier sein wollen, gehören vielleicht auch einfach nicht mehr auf die Erde - und wer weiß, vielleicht wollen sich ganz neue Seelenanteile inkarnieren?

***

Mach es dir bequem und bitte die seelischen Anteile, die sich auf der Erde unglücklich fühlen, die trauern, die nach Hause wollen, zu einem geliebten Menschen oder Tier zurückkehren möchten, wo immer das ist, zu dir. Vielleicht siehst du sie nun als Bild, als Symbol, als inneres Kind, als dich selbst in einem bestimmten Alter. Fühle, was du fühlst, lass es einfach zu, vielleicht kommen Erinnerungen. Erlaube dir vor allem, wahrzunehmen, dass du bzw. dieser Anteil nicht mehr auf der Erde sein will. Vielleicht spürst du das nun zum ersten Mal in aller Deutlichkeit. Frage diesen Anteil, ob er etwas braucht, um hier zu bleiben, frag ihn, was ihn trösten könnte. Vielleicht bekommst du ein Gefühl dafür, vielleicht zeigt sich ein Symbol wie ein Herz oder ein Delphin, oder du spürst, der Teil in dir braucht eine Umarmung. Gib ihm, was er braucht... Wie reagiert dieser Teil in dir? Lässt er sich trösten, halten, spürst du, dass er Kraft bekommt? Wahrscheinlich nicht, oder? Sicher hast du schon oft versucht, dich mit ihm zu versöhnen, ihn zu erden, ihn zu überreden, hierzubleiben, weil du nicht wusstest, dass er selbstverständlich auch die göttliche Erlaubnis hat, zu gehen. Besonders, wenn du sehr wichtige Menschen verloren hast, schau bitte, ob ein Teil in dir sagt: Wenn du gehst, dann geh ich auch!

E wird Zeit, dass wir erlauben, dass die Anteile unserer Seele in die jeweils richtige Dimension zurückkehren. Nun stelle dir bitte eine Lichtsäule vor, die aus göttlicher, reiner Liebe besteht. Erlaube dem Anteil, der nicht mehr hier sein will, einfach in dieses Licht hineinzugehen - und dort zu bleiben. Engel kommen nun, holen diesen Seelenteil ab und geleiten ihn zurück in das Reich deiner Seele oder an den spirituellen Ort, an den er gehört. Er wird dort geheilt und beruhigt. Wenn du magst, dann danke ihm, dass du durch ihn sehr viele der Erfahrungen machen konntest, die du dir für viele Inkarnationen vorgenommen hast. Du kannst dich sogar vor ihm verbeugen und ihn für das Schicksal achten, das er ermöglicht und ertragen hat.

Fühle die Befreiung, wenn du diesen seelischen Anteil nicht mehr im Körper mit dir herumträgst, denn er sollte sowieso längst zuhause sein...

Nun stelle dich bitte selbst in diese Lichtsäule hinein, warte dort einen Moment... vielleicht gibt es seelische Anteile, die erst jetzt kommen möchten, dann öffne dich dafür... erlaube den Energien aus deiner eigenen Seele, die jetzt für dein Leben wichtig sind, in dich einzuströmen und fühle ihre Kraft... Lass dich ganz und gar durchfließen von neuen Energien, von nie dagewesenen seelischen Anteilen, von Freude und Stärke, die du so vielleicht noch nie gespürt hast...

Bleib in diesem Bewusstsein, während du gleichzeitig langsam wieder deinen Körper wahrnimmst, in deiner Zeit die Augen öffnest... sei willkommen auf der Erde!

Aus Channel werden für die Lichtsprache, Susanne Hühn, Darmstadt 2007
Copyright: Schirner Verlag

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Vielen herzlichen Dank Susanne für dein Angebot und das zur Verfügung stellen dieses Textes! Ich hoffe, dass damit noch viele Betroffene Hilfe finden werden.

Ein Danke natürlich auch an Sonja, die als erste die Idee hatte, diese Übung auch für eine Seelenbegegnung anzuwenden.

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Geschichten und Erlebnisse


DU-BEWUSST-SEIN
DAS HERZ DENKT IMMER NUR DU

(ein Siegel von www.amo-international.net)

Ein Rückblick (1)

Seelenverwandt oder nicht? Dualseele oder nicht? Für mich ist heute die Definition dieser Begegnung nicht mehr so wichtig. Ich habe gelernt, dass es nicht wirklich eine Antwort gibt, sondern lediglich Vermutungen und Ideen. Viele Menschen scheinen das gleiche darüber zu denken, aber ist das schon ein Beweis? Und müssen wir unbedingt benennen, was wir da erleben? Es ist eine ganz außergewöhnliche (Ver-)Bindung, nicht von dieser Welt, und sie kann wohl auch nicht dauerhaft in dieser Welt bestehen.
Es ist auch eine ganz außergewöhnliche Liebe, die kaum zu erklären ist, von einer unbeschreiblichen Tiefe und Absolutheit.

Warum sie aber so schwer zu leben ist, warum sie meist im Sturm beginnt, aber irgendwann den irdischen Ansprüchen, Ängsten und Äußerlichkeiten zum Opfer fallen muss, warum anfangs beide "Ja" zu dieser ungewöhnlichen Seelen-Begegnung sagen und dann, über kurz oder lang, eine Seite beginnt das Wissen darum zu verweigern, dazu weiß leider niemand etwas zu sagen. Es scheint nur fast allen Betroffenen so zu ergehen, immer gibt es einen Teil in der Beziehung der irgendwann weint - das sind genauso Männer wie Frauen - und einen ..... ja, der, wie es scheint, fröhlich da weitermacht, wo er vor der Begegnung aufgehört hat.

Ich gehöre heute zu der weinenden Seite, denn vor vielen Monaten hat meine "andere Hälfte" nach Jahren den Kontakt abgebrochen, ohne große Erklärung, und auch so rigoros, dass er nicht mal mehr mit mir spricht. Ich scheine für ihn gestorben zu sein ... und ich trauere, um das was da verloren ging.
Und wenn ich mich frage: Was soll das alles, warum muss ich das erleben?, dann sehe ich auch gleich die Antwort: Ich bin gewachsen! Ich bin mir selbst so nah gekommen wie nie zuvor, ich bin mir heute wichtig und achte darauf, mich nur mit Menschen zu konfrontieren, die es gut mit mir meinen. Ich möchte ihnen Liebe entgegenbringen und bin nicht mehr bereit zuzulassen, dass sie versuchen mich klein zu machen, und wertlos. Auch ich habe in den letzten Monaten Kontakte abgebrochen, solche die mir schaden, uralte, familiäre. Ich lerne mich selbst zu achten und zu lieben, und hoffe irgendwann sagen zu können, dass es den Verlust und den damit verbundenen Schmerz wert war. Nur wer sich selbst liebt, mit all seinen Ecken und Kanten, kann auch andere lieben und liebevoll über deren Ecken und Kanten hinwegsehen oder -lächeln. Ich bin mir heute meiner (Un-)Vollkommenheit bewusst und jeder andere (Un-)Vollkommene ist mir willkommen, weil uns nichts von einander trennt.
Ja, der einzige Grund für diese Begegnung scheint der zu sein, dass wir Lieben lernen.

Viele kleine Tode (2)

Ich stehe auch am Ende einer Seelenbegegnung, die über mehrere Jahre ging und zur unglaublichsten Erfahrung meines Lebens werden sollte.

Dieser Mensch, der per Zufall, oder als Schicksal oder vielleicht einfach als meine Bestimmung in mein Leben kam, hat mein Innerstes nach außen gekehrt. Wir haben uns nicht gesucht und doch finden müssen. Ich habe in dieser Seelenbegegnung wundervolle Momente des Eins-Seins erlebt und ich bin auch viele kleinere und größere schmerzhafte Tode gestorben.

Es ist eingetreten, was ich mir niemals vorstellen hätte können ... ich habe den entscheidenden Schritt gesetzt und beschlossen, diese Begegnung zu beenden. Mein Herz und meine Seele sind müde geworden. Sie sind müde geworden all dieser Zerwürfnisse, der Vorhaltungen, der Unterstellungen, der ausgesprochenen Trennungen, der Tage und Wochen ohne Kontakt, des Wartens, der Hoffnung, der Verzweiflung, der Ratlosigkeit, der Trauer, der Sehnsucht, des Spagats zwischen "wir sind EINS" und der Verleugnung von allem was zwischen uns je war. Ich bin zu müde um weiterhin ein Leben zwischen Himmel und Hölle zu führen, ich kann nicht mehr.

Mein Kopf sagt mir schon lange, so kannst du nicht weiter machen, du darfst dich für diesen Menschen nicht kaputt machen, so darfst du dich nicht behandeln lassen, schau endlich hin, setze endlich Schritte, wo bleibt dein Selbstwert? deine Selbstachtung?

Mein Herz und meine Seele allerdings versagten bisher meinem Kopf die Gefolgschaft und sie hatten und haben immer und immer wieder gesiegt ....

Irgendwann begann ich dann zu bemerken, dass die Schmerzen um und in dieser Begegnung nicht mehr ganz so weh taten, ganz so, als wäre meine Seele mittlerweile abgestumpft, schmerzunempfindlicher geworden. Der Preis dafür aber war, dass mein Herz sich auch nicht mehr so an den schönen Momenten freuen konnte, denn im Hinterkopf saß schon lange die Angst vor dem nächsten Tiefschlag. Dieser Tiefschlag kam, da konnte ich mir ganz sicher sein.

Allein schon der Anblick einer Email ließ mich erzittern, was erwartet mich wieder ... und immer wieder ging ich trotz aller Verletzungen auf diesen Menschen in Liebe zu. Ich verzieh, ich verstand, ich entschuldigte, ich tolerierte, ich akzeptierte und ich liebte ... trotz allem ...

So erlebte ich in all den Jahren viele Tode, jedes Mal starb ein kleiner Teil von mir. Das Jubilieren meiner Seele allein beim Gedanken an diesen Menschen, verstummte immer mehr und mehr.

Ich lernte, dass es mir sehr half, ein Foto dieses Menschen anzuschauen, denn dann sah ich die Person, den Mann. Dadurch konnte ich alles so richtig in die Realität bringen. Es war nämlich so, dass ich ansonsten - also praktisch in jeder Sekunde meines Lebens - in meinen Gedanken, meinen Gefühlen, dimensionslos, zeitlos, geistig und seelisch mit diesem Wesen verbunden war. Meine Liebe galt auf eine geheimnisvolle Weise nicht wirklich, aber doch auch dem Menschen. Es war und ist in Wahrheit die Seele, die liebte und es war die Seele, die geliebt wurde. Ich dachte nie an den Mann, den Menschen. Es lässt sich nicht wirklich erklären.

Wenn ich diese seelische Verbindung zuließ - und ich konnte lange Zeit gar nicht anders als meine Seele absolut zuzulassen - dann begann mein ganzes Wesen und Sein sich sofort wieder zu sehnen und diese Liebe in ihrer ganzen Gewaltigkeit zu fühlen, denn das Band unserer Seelen ist stark. Die Realität dieser Welt trat dann jedes Mal sofort wieder in den Hintergrund und wurde unwichtig. Den Menschen real zu betrachten half mir sehr, es hielt meine Seele und ihr Fühlen im Zaum.

Wenn ich Bilanz ziehe, dann sehe ich wie sehr ich mich verändert habe, welche Lektionen des Lebens ich mit diesem Menschen lernen habe dürfe. Und doch ist jetzt der Punkt dieser Begegnung erreicht, wo etwas in mir tot ist. Es ist meine Liebe zu diesem Menschen, der diese Seele hier in dieser dreidimensionalen Welt ist.

... und doch liebe ich noch genauso wie am Beginn, meine Seele liebt diese andere Seele unendlich, aber ... diese Seelenliebe hat keinen Platz hier in dieser Welt...

Alles was geschehen ist, wirft mehr Fragen auf als zu beantworten sind.

Es ist vielleicht hier auf Erden zu Ende, doch es geht in Wahrheit niemals zu Ende.

Ob diese Erkenntnis nun ein Trost ist? Nicht einmal diese Frage kann ich beantworten.

Ende und Abschied (3)

Hallo an alle, denen das unglaublich schrecklichschöne Geschenk gemacht wurde, seiner Zwillingsseele zu begegnen.

Vier Jahre ist es bei mir schon her, als es passierte und es war eine sehr einschneidende Erfahrung in meinem Leben. Meine andere Hälfte begegnete mir in Form eines Lebensgefährten. "Leider" erkannte ich ihn nicht (wie oft beschrieben) an seinen Augen, da er ein sehr zurückhaltender Mensch ist und seine Gefühle sehr gut zu verbergen weiß, hatte er es irgendwie geschafft, seine Seele nicht in seinen Augen erkennen zu lassen?! Er erschien mir recht arrogant und war eigentlich nicht wirklich mein Typ, oder der Typus den ich sonst bevorzuge.

Als ich ihn zum ersten Mal traf aber war ich in dieser Zeit recht offen für Neues und dachte mir: ach, lern ihn doch einfach kennen - was hast du zu verlieren? Schon beim allerersten Treffen redeten wir, als wären wir alte Bekannte. Er, der ja eher schüchtern war, meinte nur, er würde sich selbst nicht wieder erkennen und hatte das Gefühl, dass er mit mir über alles reden könne. Mir ging es genauso und ich war sogar verwundert, warum ich mich mit dem vermeintlichen Schnösel (was er gar nicht war) so gut verstand. Tja, wir lernten uns näher kennen und merkten, dass wir derart harmonisch miteinander umgingen, dass es schon fast absurd war. Da gab es ein Urvertrauen, das uns beide verblüffte - jegliche Vorsicht, die man sonst einem Fremden gegenüber hat, war einfach nicht vorhanden.

Wir waren beide skeptisch, wo denn da der Haken liegen möge - so was war doch nicht normal. Tja und dann ging die Beziehung in eine tiefere Ebene und von nun an, war nichts mehr so wie es war! Wir sprachen abwechselnd Dinge aus, die oft recht spezifisch waren und der andere glotze nur mit großen Augen und es kam sehr oft "irre - das wollte ICH grad sagen". Es war wirklich absurd - ich gruselte mich abwechselnd, mit ehrfürchtigem Staunen über die Situationen. Wir begriffen sehr bald, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugehen konnte. Wir kamen beide aus vollkommen unterschiedlichen Verhältnissen und hatten auch sonst einen sehr unterschiedlichen Lebenslauf. Zudem war er schon mal verheiratet gewesen und hatte zwei Kinder aus erster Ehe (mit denen ich mich ebenso prima verstand). Es wurde uns immer unheimlicher, denn diese innerliche Gemeinsamkeit war nicht rationell erklärbar. Auch in unserem Sexualleben war diese Vertrautheit da. Er berührte mich meist grade dort, wo ich eben noch dachte, ach das wäre schön, wenn er jetzt grade... und umgekehrt schüttelte er nur den Kopf "wie gut ich ihn scheinbar kannte" obwohl wir uns ja erst seit kurzer Zeit kannten.

Die absolute Krönung bestand darin, als ich unterwegs war und versuchte, diese seltsame Beziehung irgendwie mit meinem Weltbild und allem was ich bisher wusste in Einklang zu bringen und mir überlegte, warum sich das zwischen uns fast überirdisch anfühlte, so als kämen die Gefühle, die wir gleichermaßen füreinander hegten von einem Bereich jenseits von Zeit und Raum. Ich war total verwirrt, da ich ein eher bodenständiger Mensch bin (wie er auch) und ich mir das ganze nicht erklären konnte. Dann kam mir ein Begriff in den Sinn: Ich bin bei diesem Menschen zu Hause angekommen. Diese Erkenntnis traf mich gleichzeitig wie ein Schlag! Ich wusste genau das war es! Ich wusste bis dato gar nicht, dass ich NICHT ZU HAUSE war, und mir kam auch der Begriff in diesem Menschen echte "Wahrhaftigkeit" zu erfahren. Ein Wort, das ich sonst nie benutzte aber plötzlich traf es genau meine Empfindung. Das schrecklich Schöne dabei war, als ich an diesem Tag wieder bei ihm war und wir uns wieder sehr intensiv unterhielten, meinte er, er hätte das mit uns versucht irgendwie für sich einzuordnen. Und wisst ihr, was er da sagte? Ich bekam plötzlich einen fetten Klos im Hals und dachte noch... er wird doch nicht etwa... und er sagte, er glaubt - ach das würde sich total behämmert anhören - ich schluckte "BITTE sprich das aus, was dir auf der Zunge liegt" und er meinte "na ja ich glaube ich bin bei dir irgendwie daheim angekommen" BÄNG! Ich zittere jetzt noch - nach all der Zeit und bekomme Tränen in die Augen! Wow! DAS muss man erstmal verdauen! Wir hatten wohl zur gleichen Zeit (das stellte sich später zudem heraus) den gleichen Gedanken! Er war ganz verwirrt, aber als ich ihm erzählte was los war, waren wir beide ziemlich Platt! Ich hatte so was noch nie zu irgendjemand gesagt, geschweige denn er! Wir wussten nicht, was wir von diesen gigantischen Empfindungen halten sollten, noch wussten wir, wie damit umgehen.

Mir wurde nach und nach klar, dass diese Beziehung, wenn sie denn jemals zerbrechen würde, mich nicht mit heiler Haut davonkommen ließe. Ich wollte gar nicht darüber nachdenken. Doch es kam wie es wohl musste (und wie es wohl vielen anderen auch erging) Er entfernte sich immer weiter von mir und mich machte das ganz verrückt und ich begann zu klammern - ohne das ich das wirklich wollte! Ich weiß noch, dass er sagte, er müsse erstmal wissen wer er selbst ist, bevor er eine Beziehung mit mir erfolgreich führen könnte. Wir trennten uns - oder er vielmehr von mir! Eine Welt brach zusammen - es war wirklich schrecklich! Da findet man endlich sein Zuhause, von dem man noch nicht einmal wusste, dass es existierte und endlich fühlt man sich eins mit der Welt und einem Menschen und dieser Jemand reißt einem bei lebendigen Leibe das Herz raus! Na ja so fühlte es sich zuerst an. Aber eigentlich war es nicht mein Herz, wie mir später klar wurde - es war irgendwie ein Stückchen von etwas viel wichtigerem - es fühlte sich an, wie ein Stückchen meiner Seele oder ein Stückchen der Essenz meiner selbst!

Es hat seeeehr lange gedauert, bis ich meinen Frieden mit ihm machen konnte! So eine Liebe sterben zu lassen, das geht definitiv nicht! Das musste ich auch erst einmal begreifen. Aber schon bald dämmerte mir: etwas, was nicht von dieser Welt ist, ist auch nicht sterblich! Trotz meines Schmerzes, veranlasste mich genau diese Erkenntnis umzudenken.

Untergehen wollte ich nicht, und so beschloss ich daran zu arbeiten, diese Beziehung als Geschenk zu betrachten (wenn auch ein Schmerzhaftes) Ich hatte das große Glück, erfahren zu dürfen, dass es eine Seele gibt, dass es Menschen zu geben scheint, die mit der eigenen in Verbindung stehen. Also werde ich eines Tages mit dieser Seele wirklich vereint sein - wenn nicht im hier und jetzt dann eben dort, wo diese intensiven Gefühle ihren Ursprung haben!

Loslassen konnte ich den Schmerz erst nach einem seltsamen Traum - rund drei Jahre (!) nach der Trennung. Im Traum traf ich ihn in einem leeren Raum, er nahm meine Hand sah mir tief in die Augen, gab mir den innigsten Kuss, den man sich vorstellen kann und er sagte (ich glaube mit seinen Gedanken) "Zweifle bitte nicht an meiner Liebe zu dir - sie ist nicht tot - ICH LIEBE DICH DOCH, NOCH IMMER, UND NICHTS WIRD DAS ÄNDERN - das weißt du doch eigentlich nicht war!" (Ich wusste dass er Recht hatte, aber ich hatte wohl die Bestätigung von ihm gebraucht). Ich weiß noch wie intensiv der Traum war - ganz anders als sich Träume sonst anfühlen. Er nahm dann im Traum meine Hand und wir gingen in tiefer inniger Zufriedenheit fort! Ich wachte sofort auf, war total perplex und wusste, dieser Traum kam irgendwie von einer höheren Ebene - ich fühlte das einfach! Und in dieser Nacht wusste ich auch: jetzt konnte ich ihn endlich gehen lassen und ihn einfach lieben, ab jetzt war es egal ob ich ihn jemals wieder sehe in diesem Leben oder was auch immer passiert, ich "darf" ihn weiter lieben aber auf andere Art. Also bedingungslose Liebe - war das meine Lektion? Ich weiß es nicht, aber ich fühlte mich endlich frei - ich hatte mein Leben wieder. Ich sehe ihn noch ab und an, aber ich habe nun irgendwie meinen Frieden gefunden - ENDLICH!

All die Jahre habe ich aber nach etwas gesucht: nach einer echten Erklärung! Eine bohrende Frage blieb immer: "warum hat es nicht geklappt, obwohl wir doch eigentlich Topf und Deckel waren!" Das ließ mich einfach nicht los - ich wollte einfach verstehen lernen, was da eigentlich passiert ist. Was hatte es mit diesem Menschen auf sich. Erst jetzt fand ich die Antwort! In dem Buch "Dualseelen". Vielleicht musste auch das so sein, vielleicht war ich erst jetzt für die Antwort bereit. Und als ich in diesem Buch noch las, dass man deswegen immer mit diesem zweiten ICH zusammen sein will, "WEIL MAN BEI DIESER PERSON ZU HAUSE IST", da traf mich noch einmal der Hammer der Erkenntnis. Es gibt wirklich eine Erklärung dafür und all die Dinge sind auch anderen passiert! Das tat so gut! Denn das Umfeld, welches nicht seine eigene Dualseele kennt, zeigt wenig Verständnis dafür, dass man nicht loslassen kann - verstand ich das doch selbst am allerwenigsten! Aber jetzt habe ich meine Erklärung schwarz auf weiß! Das ist eine wirkliche Erleichterung - danke für das Buch - auch für alle die noch leiden und ihren Weg noch finden müssen! Liebe Grüße an alle - wir sollten trotz des Schmerzes glücklich sein, dass wir ein Stückchen von Gott begegnen durften! (Ich gehöre keiner Konfession an, muss ich hierzu sagen, aber mir fällt dafür kein besseres Wort ein).

Seither glaube ich an eine Seele und an eine höhere Macht - ich konnte sie am eigenen Leib erfahren. Überlegt euch doch welch unglaubliches Geschenk! Der Preis ist wohl der Schmerz - vielleicht ist es eine Art YIN und YANG ich weiß es nicht! Ich habe zwar teuer bezahlt für diese Erfahrung, aber ich bin wirklich glücklich nun sagen zu können: ES WAR ES WERT!

Ich wünsche allen, die Ähnliches durchgemacht haben, dass Ihr das eines Tages auch für euch sagen könnt!!!
Alles Liebe Euch allen!!!

Neueste Erkenntnisse (4)

Die Gespräche mit A. (eine andere Betroffene) helfen mir unheimlich weiter, und ich hab heute etwas verstanden...

Wir fragten uns ja immer, warum diese wochenlangen Auszeiten sein müssen, warum die Männer sich immer wieder zurückziehen, während wir Frauen machen und tun und mailen,- warum wir immer hinter ihnen her rennen müssen und sie nicht zu fassen kriegen, bis auf einige wenige Kontakte.

Ich glaube, wir sind nicht die, die hinter ihnen herhecheln - wir sind es, die vorausgehen, denn wir entwickeln uns schneller, und manchmal sind wir ihnen zu schnell.

Die Männer kommen dann nicht mit, dann brauchen sie wochenlange Funkstille, um uns einholen zu können. und deshalb melden sie sich auch nach diesen Wochen, als wenn nichts gewesen wäre. sie sind dann wieder auf unserer Höhe und können da weitermachen, wo wir schon vorher waren.

Uns kommt das dann gemein vor, aber sie brauchen diese Zeit. Frauen sind deshalb die Kofferträger, weil Frauen den Mutterinstinkt haben - sie würden auch ein langsam begreifendes Kind nicht verstoßen, haha, sie warten geduldig, bis es versteht.

Deshalb sollten wir nicht leidend warten, sondern uns freuen, dass irgendwann der Zeitpunkt da ist, an dem sie wieder mit uns aufschließen.

Ich sehe die ganze Beziehung zu IHM jetzt mit anderen Augen und bin nicht mehr so unter Druck.

Ich bin wirklich sehr froh, A. kennen gelernt zu haben, denn ich dachte, das liegt an IHM, dass er sich so doof verhält, aber ich weiß jetzt, andere Männer gehen ganz genauso damit um - und ich weiß jetzt auch, dass ich nichts falsch gemacht habe mit IHM, dass man eigentlich nichts wirklich falsch und nichts wirklich richtig machen kann.

Dieser Mensch hat mich reich gemacht ... (5)

Es sind fünf Jahre vergangen und es gibt keinen Tag an dem ich nicht an diesen Menschen denke...

Wir haben uns auf zufällige Art und Weise kennen gelernt, wahrscheinlich wäre das anders auch gar nicht möglich gewesen, weil wir uns immer in verschiedenen Welten bewegt haben...

Er war mein Arbeitskollege und zum ersten Mal als ich ihn sah, war da etwas was ich nicht mit Worten beschreiben kann, innerlich war ich bewegt... zu der Zeit hatte ich mich mit so vielen anderen Dingen beschäftigt, so dass ich dem gar keinen Raum lassen konnte... aber ich fühlte ein großes Gefühl...

Jeden Tag haben wir uns gesehen und sind auf eine Art miteinander umgegangen, wie ich es zuvor nicht kannte... wenn ich etwas brauchte, ohne dass ich etwas sagte, spürte er es, ich habe für ihn alles stehen und liegen gelassen um ihm zu helfen... wenn er mir nah kam, wir uns zufällig berührten, so spürte ich diese Berührungen wie Stromschläge, wie ein Magnet zog es mich zu ihm hin, ... ich kontrollierte mich, da es mir Angst machte, desto mehr ich diese unglaublichen Gefühle spürte, umso mehr weichte ich dem aus... ich suchte nach Fehlern bei ihm, weil ich dies nicht zulassen wollte, aber ich denke man würde seine Natur verleugnen nicht auf sein Herz zu hören... ich war so wie ich bin, erkannte mich selbst wieder, spürte wie meine Fesseln verschwanden, in allem was er tat, wie er dachte, erkannte ich mich wieder... ich fühlte mich frei und geliebt und dennoch dachte ich nicht einmal darüber nach, warum das so war...

Jeden Abend freute ich mich, diesen Menschen am anderen Tag wieder zu sehen, mit ihm meine Gedanken und Gefühle auszutauschen, mir war es ein Bedürfnis mit ihm zusammen zu sein, zu lachen...

Als ich ihm zufällig, wie so oft begegnet bin, sahen wir uns in die Augen, irgendetwas war da, ein Blitz, wie als würde in dem Moment die Zeit stehen bleiben und wir sahen uns nur in die Augen... und dem Moment wusste ich, er ist es... genau er...

... nach etwa einem Jahr kam der körperliche Teil dazu, weil es anders gar nicht mehr auszuhalten war, die Anziehung, es war einfach richtig... doch umso mehr ich mich auf ihn einließ, umso mehr ging er von mir weg... also habe ich ihm den Abstand gegeben, doch das hielt nicht lange... den wollte er dann auch nicht... als ich dann den Arbeitsplatz gewechselt hatte, beschlossen wir den Kontakt abzubrechen, doch nach vier Wochen hing ein Zettel an meinem Auto, womit er mich gebeten hatte, mich zu melden...

... wieder erlebten wir eine wundervolle Zeit, es war wie in einem Paradies, rundherum bekam ich nichts mit, wollte nur bei ihm sein, alleine nur in seine Augen zu sehen... mit ihm zu reden... ihn zu berühren war wie ein Zwang in mir, diese Anziehung ihm so nah wie möglich sein zu wollen... wie ein Magnet, dem Gefühl folgend und ließ mich fallen, ... spürte keinerlei Ängste mehr, wir waren zusammen, ob Freunde oder in einer Beziehung, war mir egal, Hauptsache er war bei mir, ... und diese innerliche Sicherheit, dass sich daran nichts ändern könnte... es war einfach - einfach...

... wirklich geredet haben wir über unsere Gefühle nie... wenn ich davon angefangen habe zu reden, so wusste ich dass ihm dies zu nah gehen würde und er ohnehin alles leugnete, aber wenn ich in seine Augen blickte, so wusste ich, dass er mich liebt, respektiert und dieses Gefühl, die Art wie er mich ansah, wie er mich berührte, es war eine Verständigung ohne Worte...

... ich weiß, dass wir in zwei verschiedenen Leben stecken, diese sich nicht so einfach verbinden lassen... das war von Anfang an zwischen uns... aber ich glaubte mehr an die Liebe, als an die Tatsache oder die Realität, so wie die Dinge wirklich sind... er sagte immer, ich sollte auch meinen Kopf einschalten und nicht nur in der Liebe leben, weil das nicht unser ganzes Leben ausmacht... er sagte, er könnte nie mit seiner großen Liebe zusammen leben, weil diese ihn an seinem Leben hindert...

... vor drei Jahren ging er aus meiner Wohnung und ich habe ihn nicht mehr wieder gesehen, er hat den Kontakt abgebrochen... wenn ich ihn anrief... er hat mit mir geredet, aber ließ den Kontakt nicht mehr zu... keinerlei Nähe... nichts...

Ich muss gestehen, dass ich selbst solch große Angst vor dieser Beziehung hatte und ich mich zu verstellen versuchte, wenn ich spürte er kam mir wieder zu nah... konnte auch nicht damit umgehen, weil die Gefühle einfach zu groß waren...

... wir haben in diesem Jahr noch telefoniert und das Gespräch war die Aussprache, er hat sich bei mir entschuldigt und sagte, dass es ihm aus tiefsten Herzen leid tun würde, aber er nicht anders konnte, es war ihm einfach zu der Zeit zuviel... er war sehr lieb zu mir und wir redeten über eine Stunde und es war wie früher... die ehrliche und vertraute Art zwischen uns... und doch machten wir uns was die Gefühle betraf was vor... er wusste, dass ich ihn noch liebte und ich hatte das Gefühl, er wollte es hören, doch ich habe alles abgestritten...

... er hat mich mindestens zehn Mal gefragt, ob ich ihm noch etwas sagen möchte, doch ich tat supercool und verneinte es... das waren die letzten Worte ...

... als ich danach noch einmal anrief, war ich so aufgeregt und zugleich supercool, innerlich war ich so verletzlich, es ist wie eine Mauer die er durchbricht, nur wenn ich alleine mit ihm rede... ich spürte seine Liebe, durch den Hörer, hört sich verrückt an, aber es ist so... ich stehe neben mir und kann mich selbst nicht verstehen, vielleicht spielte ich deshalb auch so cool, vielleicht haben wir deshalb nicht zusammen gefunden, weil ich mich nicht offenbaren wollte, konnte, obwohl ich eigentlich wusste, dass er mich durchschaut... er war lieb, sehr lieb, ich war diejenige die das Telefonat zerstörte... durch meine Coolness... seine Worte waren, wir wollten doch keinen Kontakt... hinterher habe ich geweint, es bereut nicht offen zu sagen, dass ich ihn einfach wieder sehen möchte... weil ich ihn liebe... ich konnte es nicht sagen... wenn ich ihn jetzt anrufe, legt er gleich auf... er beschimpft mich...

Ich habe keine Hoffnung mehr, damit meine ich, was unsere Zukunft in diesem Leben betrifft, habe sehr viel über Seelenverwandtschaft gelesen und sehr lange gebraucht um zu verstehen, dass es nicht geht...

... dieser Mensch hat mich reich gemacht, reich an Liebe, reich an Selbstvertrauen, reich an Reife, reich an Stärke... ich habe soviel Schmerz erfahren, die Tränen die diesem Menschen gegolten haben waren es wert... ich möchte nichts missen, ich bereue nichts... alles was ich jetzt bin und das meine ich ehrlich, habe ich durch diese Liebe gewonnen... sie hat mich stark und mutig gemacht... und auch heute wenn ich an ihn denke, bekomme ich Tränen in den Augen, es ist eine Liebe die ich in mir fühle, die ich nie mehr so erleben werde, dessen bin ich mir bewusst, aber diese in meinem Innersten zu spüren, dass es sie gibt, bringt mir die Kraft mein Leben zu leben...

... ich kann heute besser Nein sagen, kann mich kontrollieren, kann endlich Dinge, Menschen die mich belasten, mir nicht gut tun, davon Abstand nehmen... ich lebe mit mir im Reinen und weiß nun endlich wer ich wirklich bin... weiß, dass ich auf mein Herz höre, meine innere Stimme, und dennoch habe ich gelernt diese zu kontrollieren, mich dem nicht einfach hinzugeben... ich kann mein Herz und meinen Verstand im Einklang spüren... und so erkenne ich, wenn etwas in meinem Leben nicht gut läuft... so erkenne ich meinen, für mich bestimmten vorgegebenen Weg... jetzt kann ich endlich wieder sagen, ich bin glücklich... bin zufrieden... man kann im Leben nicht alles haben und dieser Verzicht, auf diese bedingungslose Liebe, diesen Schmerz auszuhalten und zu lernen damit zu leben, ich glaube das ist meine Berufung, die mich jeden Tag weiter reifen lässt... ich werde nicht aufhören diesen Menschen zu lieben, weil ich weiß, dass ich diesen Kampf verlieren werde, aber ich werde leben, lieben, anders aber es geht... man lernt es und man bekommt vom Leben neue Möglichkeiten zugespielt, Möglichkeiten um glücklich zu sein... man muss nach vorne sehen und nicht nach hinten, man muss sich bewusst machen was das Leben bedeutet und wenn es etwas gibt, das aus irgendwelchen Gründen nicht geht, weil es in diesem Leben nicht passt, weil es vielleicht Schicksal ist, so oder so, man sollte es akzeptieren... denn wir gehen mit unserem Schicksal, nicht dagegen... wenn wir lernen, dass Dinge sich nicht ändern, wenn wir begreifen, dass es Schicksal ist, so können wir besser leben und uns unserer Berufung wirklich voll und ganz widmen... denn das ist doch letztendlich der Weg zu unserer Dualseele... unser Ziel ist, unsere Vollkommenheit zu erlangen...

Erfahrungen mit meiner verwandten Seele (6)

Erfahrungen mit meiner verwandten Seele:

Ich habe diesen Mann als Arbeitskollegen kennen gelernt. Ich arbeite im Servicecenter und er ist Berater im Außendienst. Wir haben uns am Telefon kennen gelernt, als ich vor einem Jahr in diesem Servicecenter anfing. Wir sind 20 Mitarbeiter und die Wahrscheinlichkeit immer wieder mit dem selben Berater Kontakt zu haben ist eher selten. Bei uns war es jedoch von Anfang an so, wenn er Arbeit geschickt hat, dann habe immer ich die Sachen auf den Tisch bekommen. Wir haben uns auf Anhieb verstanden. Irgendwann bürgerte es sich ein, dass wir jeden Freitag telefonierten, dann zusätzlich jeden Montag damit die Woche gut beginnt. Nach kurzer Zeit haben wir dann jeden Tag telefoniert. Wenn einer von uns genervt oder gestresst war, dann hat er den anderen angerufen und danach ging gleich alles besser.

Dann kam mein 2-wöchiger Sommerurlaub und wir dachten, es wäre jetzt für diese Zeit Funkstille. Weit gefehlt. Wir schrieben uns E-Mails und nach 3 Tagen fingen wir an privat zu telefonieren.

Am ersten Tag meines Urlaubes habe ich meinen damaligen Lebensgefährten vor die Tür gesetzt. Wir telefonierten jeden Abend und es hat mich so aufgebaut. Für die zweite Woche machte er den Vorschlag, er würde sich einen Nachmittag frei nehmen und die 120 km zu mir fahren, damit wir uns mal persönlich kennen lernen. Wir hatten beide eine gewisse Angst vor dem ersten wirklichen Treffen, aber das war völlig unnötig. Wir hatten das Gefühl uns schon ewig zu kennen, konnten über alles Mögliche sprechen, stellten so viele Gemeinsamkeiten fest und haben auch ganz die Zeit vergessen.

Ab diesem Zeitpunkt war die Verbindung hergestellt. Wir konnten beide nur noch an den anderen denken. Wir haben oft gleichzeitig das Telefon in die Hand genommen. Es wurde immer intensiver und schöner, aber auch gleichzeitig schmerzhafter. Wir telefonieren jeden Tag und sprechen über alles. Wir können miteinander lachen, wie mit sonst niemandem. Wir missverstehen uns nie und können uns gegenseitig Mut machen und uns aufbauen.

Seit 3 Monaten ist es nun ein ständiges Auf und Ab. Er lebt im Moment noch mit einer anderen Frau zusammen und kann/will sich nicht wirklich trennen. Aus Pflichtbewusstsein, aus Gewohnheit und aus Angst vor dem was dann kommen mag. Ich weiß allerdings mit absoluter Gewissheit, dass seine Liebe mir gilt. Ich verspüre auch nicht den Wunsch ihn zu einer Entscheidung zu bewegen. Wenn es so sein soll, dann hat es schon seinen Grund. Vielleicht ist er auch einfach noch nicht so weit.

Vor ca. 3 Wochen hatten wir dann die große emotionale Krise. Wir kamen beide nicht mehr mit dieser Flut an intensiven Gefühlen klar. Für uns gab es nur noch die Sehnsucht einander wieder zusehen (was sich bei uns auf einmal alle 14 Tage beschränkt). Diese Sehnsucht tat uns jedoch so weh, dass wir beide unabhängig voneinander dachten, wir müssen diese Beziehung beenden, da wir sonst daran zerbrechen. Wir haben uns dann getroffen, um über alles zu sprechen. Bei diesem Treffen haben wir feststellen müssen, dass wir nicht fähig sind es zu beenden. Wir hatten es uns beide fest vorgenommen, als wir uns gegenüber standen, konnten wir es einfach nicht. Jedoch ging es uns nach diesem Gespräch besser. Wobei es eigentlich nur ein kurzes Gespräch war. Wir haben es wohl eher über das tiefgehende Verständnis und ohne Worte geklärt. Eine sehr seltsame Erfahrung.

Wir haben beide noch nie so intensiv empfunden und bisher hat auch noch keiner von uns soviel zugelassen.

In der ganzen Zeit habe ich mich immer mit der Frage beschäftigt, was es zwischen uns ist, das uns so magisch zueinander zieht. Wir müssen uns nichts erklären, wir verstehen einander einfach so. Jeder liebt den anderen so wie er ist und jeder darf genauso sein wie er ist. Wir empfinden beide diese extreme Nähe, die Geborgenheit, dieses bei dem anderen zu Hause sein. Ich sagte ihm einmal: "Ich fühle mich nie einsam, weil ich weiß, dass er in Gedanken bei mir ist, auch wenn ich allein bin." Er meinte nur, dass es ihm genauso gehe. Er ist nicht der Mann der großen Worte, das Aussprechen der Gefühle und Gedanken fällt eher in mein Gebiet. Er sagt mir allerdings immer wieder, dass ich genau die Worte ausspreche, die seine Gefühle und Gedanken ausdrücken.

Wir hatten auch ein besonders einschneidendes Erlebnis: Eines Abends schrieb ich ihm noch ein Mail und habe mich dann mit meinen Tarot-Karten beschäftigt. Mir ließ das alles keine Ruhe und ich wollte sehen, ob es eine karmische Verbindung ist. Ich habe die Karten gelegt und es war auch sehr aufschlussreich. Ich räume die Karten sonst auch ganz normal auf, doch an diesem Abend hatte ich das Bedürfnis eine spezielle Karte einfach in der Hand zu halten. Ich habe die Karte in die Hand genommen und in diesem Moment war es, wie wenn ich einen elektrischen Schlag bekommen hätte. Mein ganzer Arm hat gekribbelt und in meinem Herzen spürte ich auf einmal ganz viel Liebe und Nähe. Danach war ich völlig durch den Wind. Als wir am nächsten Vormittag telefonierten, fragte ich ihn, was er um halbeins in der Nacht gemacht hat (die Zeit in der ich die Karte in der Hand hielt). Er sagte mir, dass er zu diesem Zeitpunkt mein Mail gelesen hat und es ihn so sehr berührt hat.

Das blieb auch nicht die einzige Erfahrung, in der ich ihn spüren konnte, obwohl er 120 km von mir weg ist.

Wir wissen beide nicht, wie es weitergehen soll. Jedoch bin ich wirklich dankbar dies erleben zu dürfen. Und ich weiß auch, dass egal was passieren wird, ich ihn immer bedingungslos lieben werde. Ich konnte aus dieser Beziehung schon so viel lernen. Ich habe noch nie so bedingungslos geliebt, aber auch noch nie so gelitten. Ich teile auch die Meinung, dass man diese Liebe erfahren muss um zu lernen wirklich zu lieben. Ich möchte diese Erfahrung nicht missen.

Neueste Erkenntnisse, Teil 2 (7)

Ich hatte heute früh wieder Einsichten, als ich versuchte, meiner Freundin begreiflich zu machen, was das Wesen meiner besonderen Verbindung zu IHM ist.

Ich hatte den Gedanken mit dem Mutterinstinkt noch nicht bis ins Lletzte zu Ende gedacht, das kam vorhin plötzlich. Meine Freundin hat auch ein Kind, also versuchte ich es ihr folgendermaßen zu beschreiben:

Mit der Geburt eines Kindes tritt ein Mensch in mein Leben, von dem ich fortan niemals wieder emotional getrennt sein werde.

Ich habe von Anfang an eine Millionen sensibler Antennen, die sofort Alarm schlagen, wenn irgendetwas mit dem Kind nicht in Ordnung ist, wenn es krank wird oder in Gefahr ist. Ich bin auf seltsame Weise fast telepathisch mit diesem anderen Wesen verbunden. Meine oberste Priorität in meinem Leben ist, diesen Menschen glücklich zu machen und ihn notfalls mit meinem Leben zu verteidigen.

Als ich zwei Tage nach der Geburt zu meiner Tochter ins Säuglingszimmer ging, weil ich sie baden sollte, waren alle Säuglinge der Station dort in dem Raum. Ich sollte ihr Bettchen aus all den anderen Kinderbettchen heraussuchen und lief sofort wie ferngesteuert auf irgendeins der vielen Bettchen zu - und stand direkt vor meiner Tochter. Ich war sehr verwundert, wie ich das um Himmels willen geschafft hatte!

Die Kehrseite dieser Liebe ist die Erkenntnis, dass mit einem Schlag eine ungeheure Verantwortung in mein Leben getreten ist. Eines Abends im Krankenhaus überfiel sie mich wie eine Welle, die über mir zusammenschlug und ich geriet in schiere Panik! Dennoch würde ich das niemals mehr missen wollen. Himmel und Hölle liegen eben unmittelbar nebeneinander...

Mein Kind kann tun, was es will und sagen, was es will, es kann mich beschimpfen oder sich von mir abwenden, dennoch werde ich es immer und für alle Zeit mit allem lieben, was ich habe. Weil es so sein muss.

Wenn ich räumlich von meinem Kind getrennt bin, habe ich nur den einen Wunsch - es wieder sicher bei mir zu wissen. Wenn es sich während dieser Zeit nicht bei mir meldet, gehe ich durch die Hölle. Ist es sicher bei mir, ist die ganze Welt auf der Stelle wieder in Ordnung und das Leben ist gut.

In meinem Fall trat ER exakt an dem Geburtstag meiner Tochter in mein Leben, und es war das erste Mal in sechs Jahren, dass ich umständehalber an diesem Tag nicht mit ihr zusammen sein konnte.

So habe ich ein zweites Mal an dem besagten Tag mein Baby bekommen :-)
Vielleicht war das ein Zeichen, damit ich das Wesen dieser Beziehung besser verstehe. Heute hab ich es endlich bis ins Letzte verstanden. Der Mutterinstinkt ist also tatsächlich der Motor.

Seit der Trennung sind 10 Jahre vergangen (8)

Seit der Trennung sind 10 Jahre verstrichen. Ich hatte vor einem guten Jahr schon gedacht, alles wäre langsam abgeklungen, aber dramatische Ereignisse, die man später erfahren wird, rissen die Wunde noch schlimmer auf. Ich habe zur Zeit entsetzliche Schmerzen, teils aus Mitleid, teils aus Verlust, aber auch aus Reue und Sehnsucht.

Als unsere Kinder noch klein waren, hatten wir nach mehreren missglückten Au-Pair-Versuchen eine Japanerin gefunden. Sie war 17. Sie kam mit einem steifen Gesicht. Sie war teils wie gelähmt. Sie hatte als Kind und Jugendliche viel aushalten müssen. Sie war lange nicht zur Schule gegangen. Das sollte ihr Schritt aus dem Gefängnis werden. Sie berührte mich mit ihrem Anblick. Ich sah meine eigene Gefangenheit und Sehnsucht. Sie kam zunächst gar nicht zurecht. Einmal kam ich nach Hause, da hatten die Kinder sämtliche Spielsachen im ganzen Haus verteilt und sie stand steif wie eine Porzellanpuppe mit Knopfaugen und weinte. Ich nahm sie auf den Arm und trug sie auf ihr Bett, beruhigte sie und räumte auf. Eine wesentliche Rolle spielte ihre Malerei und Zeichnerei. Sie war unglaublich begabt. Ich konnte das beurteilen, denn meine Mutter war Malerin und Grafikerin gewesen. Es war so wunderbar, sie arbeiten zu sehen. Ich machte ihr Mut und besorgte Malunterricht für sie. Sie ihrerseits machte mir Mut und sagte, dass ich so viel für alle machte. Sie roch nach meiner Oma. Ich hatte nie gewusst, dass ich in solcher Weise an meine Oma gedacht hätte.

Sie war so still, nur ihre Augen schauten so weise und verständnisvoll und ich verstand ihre Seele wie meine. Sagte ich z.B. "Wollen wir mit den Kindern spazieren gehen!" - "Au ja!". Sie war langsam und leise. Genau das Gegenteil von meiner Frau und von meiner Mutter: die waren immer hektisch und laut. Es gingen einige Monate, wo ich eine Anziehung spürte, aber natürlich an weiteres nie ernsthaft dachte. Eines Tages sprachen wir etwas Belangloses. Als sie an mir vorbei lief, spitzte ich scherzhaft den Mund und sie gab mir einen Mädchenkuss, völlig harmlos. Und dann fing sie an zu weinen: "Oh, was habe ich gemacht?". Ich zog sie auf den Schoß und tröstete sie. Und dabei berührte ich sie am Bein und dann war es um uns beide geschehen. Wir schliefen miteinander, es war wie eine Knospe, die erblühte. Nun weinte ich und sagte: "Oh Gott, ich liebe dich, bitte, wenn du es nicht so fühlst, dann verzeih mir, aber ich sehne mich so nach dir.". Von da an waren wir regelmäßig zusammen. Die beiden Frauen hatten gesprochen und so lief es irgendwie. Ich habe zu der Zeit entsetzlich viel gearbeitet. Immer, wenn ich abends spät zu ihr ins Zimmer kam, sah sie mich so lieb an und schlief meist in meinen Armen ein, bevor ich in mein Bett ging. Ich half was ich konnte, und wir sprachen sehr viel über unsere Kindheit. Ich sagte ihr, wenn ich nicht soviel erlebt hätte, würde ich nicht wissen, dass unser Zusammensein Liebe sei. Sie war verwirrt. Natürlich stimmten Alters- und soziale Konstellation überhaupt nicht und bestimmt passte ich auch nicht zu ihrer Traumvorstellung. Und doch war jeder gemeinsame Augenblick wortlos schön und friedlich, wie ein Balsam. Wenn ich in ihre weit geöffneten Augen sah, war ich geborgen und verstand alles.

Endlich wollte meine Frau mit den Kindern verreisen. Ich hatte mich auf das Alleinsein mit der Geliebten gefreut, aber sie wollte währenddessen nach England. Ich war wie verrückt vor Sehnsucht. Nach einigen Tagen rief sie an, dass sie sich einsam fühlte und kommen wollte. Ich freute mich sehr. Als jedoch das Wochenende nahte, bekam ich solch entsetzliche Seelenschmerzen, dass ich zwei Tage nicht nach Hause konnte. Ich war lange Jahre spielsüchtig gewesen und bei Schmerzen immer "abgetaucht". Denn während ich bei Anwesenheit meiner Frau unsere Gemeinsamkeit wie einen Notbund empfand, so fühlte ich mich in ihrer Abwesenheit so entsetzlich schuldig und schmutzig. Und ich hatte zudem von Kind an eine entsetzliche Angst vor totaler Hingabe. Als ich endlich nach Hause kam, war sie völlig verstört, sagte: "Eigentlich wollte ich mit dir ganz böse sein, aber als ich deine Augen gesehen habe, konnte ich nicht.".

Wenig später sagte sie mir, dass sie mich sehr gern habe, aber mich nicht liebe. Unser Beisammensein aber blieb unverändert. Der seelische Druck im Haus wuchs und mehrfach wollte meine Frau sie rauswerfen. Das wollte ich unbedingt verhindern, denn das wäre für sie eine Schande gewesen und ein Misserfolg. Ansonsten verschloss ich vor allem meine Augen, ich brauchte unser Zusammensein, koste es was es wolle. Es war wie ein Diamant im Dreck, es bleibt ein Diamant. Das Jahr ging zu Ende. Sie wollte gern in Deutschland bleiben, aber ich wollte, dass sie nach Japan zurückgeht, um eine Ausbildung zu machen. Ich wusste, dass sie hier Schaden nehmen würde wegen der völlig anderen Kultur, die sie ja gar nicht kannte und auch wegen der Beziehungsverhältnisse konnte ich mir nicht vorstellen, dass das lange gut gehen würde, und dann hinge sie völlig haltlos in einem fremden Land. Ich dachte, ich wollte einmal in meinem Leben statt Klammern Freiheit geben und dachte, sie würde schon zur Besinnung kommen. Ich wollte später, wenn der unmittelbare Zusammenhang nicht Schande für meine Frau mehr sein würde, nach Japan gehen. - Sie war sehr wütend, als sie ihr Zimmer räumen musste, das tat mir leid, aber es war die einzige Möglichkeit.

Als sie abgereist war, war ich ganz leer. Jedoch war ich so froh, dass sie heil aus der Situation herausgekommen war. Ich hatte die Entscheidung nur in Gedanken an ihr weiteres Wohl getroffen und dabei überhaupt nicht an mich gedacht. Ich schrieb täglich und ich war so froh wie ein Strafgefangener, dessen bester Freund es geschafft hatte, in Freiheit zu gelangen, das war mir Freude genug. Ihre Post blieb nach einem rührenden und lieben Brief aus. Ich suchte sie zu finden, aber das ist in Japan unmöglich. Ich erkundigte mich auch nach Arbeitsmöglichkeiten. Nach ca. 1 Jahr schickte sie mir eine Adresse eines Studentenheims. Ich bat um ein Gespräch. Ich wollte nur hören, was geschehen war. Aber sie wollte nicht und sagte, sie habe Angst vor mir. Als ich in sie drang, was denn los sei, schrieb sie mir endlich, ihre Gefühle hätten sich geändert. "I have a boy!". Oh, diese lässige und hingeworfene Bemerkung traf mich wie ein Hammer, dass ich für einen "Boy" sie hatte gehen lassen. Ich wurde sehr ärgerlich und schickte böse Faxe wie: "Wenn du Gift gefressen hast, kannst du den Teller gleich mitessen!" bzw. "Schlimmer als eine schlechte Ernte ist nur noch eine schlimme Frau!", das sind japanische Sprichworte.

Ich fuhr ein Jahr später nach Japan in einer anderen Angelegenheit. Auf dem Rückweg ging ich zu dem Studentenheim. Da saß ich so zwei Stunden, in denen ich an sie geschrieben hatte und wollte schon gehen, als plötzlich zwei Motorräder kamen mit ihr und einem rachitischen Burschen. Sie nahm mich mit aufs Zimmer, wo der Bursche rauchte und sie Tee machte. Sie schickte ihn weg. Er war so entsetzlich dämlich, das hat mich richtig getroffen, saß auf'm Teppich, ließ sich bedienen und qualmte noch die Bude voll. Ich dachte immerzu: "Weil du gedacht hast, sie nicht beschädigen zu wollen, schmeißt sie sich jetzt so einem Trottel an den Hals. Sie ist zum Dienen geboren, und was du ihr ersparen wolltest, hätte dir und ihr wohlgetan!". Auch hatte ich den Eindruck, dass der sie mehr vom Studium abhielte als es zu befördern.

Ich war wie gelähmt. Ich nahm nur kurz ihre Hand und sagte: "Du bist so schwach!" und sie nickte. Dann führte sie mich durch einen Tempelbezirk und ließ mich plötzlich mit einem gehetzten Blick an der Haltestelle zurück, weil sie schnell heim musste zum Freund. Hatte ich bis dahin ein gutes Herz und Mitleid mit ihr gehabt, ihr sogar versprochen, Bilder von den Kindern zu schicken, so fühlte ich mich plötzlich so entwürdigt und abgestempelt. Zu Hause hatte ich einen Nervenzusammenbruch, fiel die Treppe herunter und ein Glassplitter der Brille fuhr mir in die Nase. Ich schrieb einen Brief an ihre Eltern, dass ich bei ihrer einen Typen angetroffen habe, von dem mir nicht klar gewesen sei, was er überhaupt mache und der ausgesehen habe, als nähme er Drogen. Logisch, danach gab's keinen Kontakt mehr.

Sieben Jahre vergingen, ohne dass sie mir aus dem Sinn gegangen wäre, aber langsam war der Schmerz mehr in den Hintergrund getreten. Ich hatte ja auch alles darangesetzt, jegliches Porzellan zu zerschlagen. Kurz vor einer Japanreise im Dezember 2005, 7 Jahre nach den letzten Ereignissen in Kyoto, fing meine Frau plötzlich an, mich vor den Kindern zu beschimpfen, dass ich sie mit dem Kindermädchen betrogen hätte etc. Mir fuhr der Schmerz wie ein Messer durch die Seele. Ich hatte auf alles verzichtet, um niemanden zu schädigen und hatte selbst entsetzlich gelitten unter Lieblosigkeit und Missachtung beider Frauen. Da suchte ich und sah im Internet ihren Namen als Malerin in Verbindung mit einer Galerie in meiner Geburtsstadt. Ich schrieb ihr sofort, bekam aber nur einen sarkastischen und bitteren Brief zurück. Ich fing an Grafiken zu machen und hoffte, sie würde diese Sprache verstehen. Aber sie hatte ja geschrieben, sie würde sich nie wieder melden. Im Januar 2006 fuhr ich nach New York. Als ich beim Metropolitan Museum of Art vorbeikam, kam sie gerade aus dem Eingang. Ich griff ihre Hand, aber sie sagte, sie sei es nicht und lief weg. ich folgte und sagte: "Bitte sprich doch mir mir!". Sie telefonierte, lief in einen Schuhladen und bat um Hilfe. Ich ging, sagte: "Willst du wirklich, dass mich die Polizei holt?" und sie schüttelte ganz verzweifelt den Kopf, von Sinnen. Aber ich musste gehen, weil die Verkäuferin schon die Polizei am Apparat hatte. Am Columbus Circle traf ich dann noch auf ihre gesamte Familie. Sie glaubt nun wohl, ich habe sie verfolgt und alle Interneteintragungen und anderen Spuren sind verschwunden. Meine Frau sagte mir, dass sie als Kind schon einmal untergetaucht sei und wohl endlich in diese Angst wieder verfallen sei.

Seither habe ich solche Schmerzen. Ich musste all die Jahre immer an sie denken und habe mich auch phasenweise entsetzlich gefühlt, was ich auf eine seelische Verbindung zurückführe. Ich liebte sie so sehr und wollte auf keinen Fall ihr wehtun, habe das nun aber so intensiv getan. Ich habe mich immer gewundert, warum sie so vehement gegen mich reagiert. Ein Freund sagte mir, dass sie wohl alles verdrängt habe aus Schuldgefühlen heraus. Tatsache ist, dass sie mir mitgeteilt hat, sie habe nicht geahnt, was sie Schlimmes angerichtet habe gegen meine Frau und meine Kinder etc. In Wirklichkeit hat sie mir aber damals mit ihrer Liebe das Leben gerettet, denn ich hatte keine Hoffnung mehr gefühlt. So habe ich das Leben gewonnen und mein Herz verloren. Ich weiß, dass ich nicht anders handeln konnte. Ich glaube auch, es war so richtig. Aber der Schmerz und die Sehnsucht sind so groß. Ich kann seither keinerlei erotische oder Liebesgefühle mehr empfinden sondern muss bei solchen Gelegenheiten immer weinen. Meine Gedanken sind, dass sie sich mit Gewalt gegen unsere "irregulären" Gefühle wehrt/abschottet. Sollte es anders sein, wie erklärt sich, dass sie in meine Geburtsstadt gegangen ist und wie es möglich ist, dass wir beide ahnungslos auf die Sekunde genau in New York zusammentrafen?

Epilog – zwei Jahre nach New York habe ich im Internet noch ein Mal nach ihr gesucht und dabei etwas herausgefunden, was ein neues Licht auf die Ereignisse wirft: die Dame lebt nun in Schwulen- und Lesbenkreisen in Berlin (meine Geburtsstadt) als Künstlerin und zelebriert dort ihren Seelenschmerz (Selbstzerfleischung - das ist heute moderne Kunst) mit einer entsprechenden Live Performance.

Damals, als sie bei mir war, hatte ich im entscheidenden Augenblick so entsetzliche Schmerzen, die es mir unmöglich machten, zu ihr zu gehen und unsere Verbindung zu besiegeln. Das muss dann wiederum der Auslöser für ihre Abkehr gewesen sein. Nachdem ich nun alles überblicke, denke ich, das war eine Warnung. Und auch sie muss wohl gefühlt haben, dass es nicht geht. Denn ich wäre in einer so verdrehten Umgebung kaputt gegangen. Es hat mich schon sehr schockiert, das zu sehen, denn erstens ist sie so ein lieber Mensch und zweitens so unglaublich begabt. Aber glücklich zu sein scheint für sie eine Todsünde zu sein. Was würde sie dann darstellen?

Eine kosmische Begegnung (9)

Meine Geschichte, ich hoffe das sie anderen und mir selber weiterhilft........

Ich männlich 39 Jahre alt, hatte eine Kosmische Begegnung.........einfach kaum zu verstehen............ich selber habe schon einiges in meinem Leben hinter mir, jedoch fühle ich mich nicht mehr als Opfer...........sexuellen Missbrauch, Alkoholabhängigkeit, Drogenabhängigkeit, Nahtoderlebnis.......usw. seit 1993 clean und auf meinem spirituellen Weg.........................

Es fing alles 2003 an eines meiner schönsten Jahre in meinem Leben. Zum ersten mal fühlte ich so eine Selbstliebe zu mir und konnte gut mit mir sein...........irgendwie fing ich an alles mehr mit Liebe zu tun, so auch Wassertrinken, Essen und vieles andere - irgendwie kam ich in eine höhere Schwingung..........Liebesenergie, hatte mehr Mitgefühl für andere, konnte auf der Herzensebene vergeben usw.

Dann sagte ich zu mir selbst und zu meinen Lieben Gott vielen Dank es ist alles Schöne wie es jetzt ist, und äußerte den Wunsch irgendwo mal herzugehen oder zu sein wo ich eine Frau sehe mit dem Gefühl WOW, das ist sie und du kannst einfach weitergehen wenn du sie siehst, weil du wirst sie wiedersehn wenn du sie wiedersehn sollst, du brauchst gar nichts zu machen..............und so passierte es auch. Ich sah sie, und wusste es irgendwie und bin einfach weiter, eine Woche später sah ich sie 50 Kilometer weiter, nachdem ich ein paarmal an sie gedacht habe und schon in meinem Herzen berührt war und total auf........ich sprach sie an, es war so eine Sicherheit und angenehme Ruhe, keine Verliebtheit auch nichts Sexuelles, obwohl sie sehr schön ist, ich selber bin auch attraktiv...........es war was ganz anderes............es stellte sich heraus das sie gar nicht in Deutschland lebte sondern in einem andern Land..............wir haben an diesem Abend keine Telefonnummern ausgetauscht, wussten nur unsere Vornamen, mir wurde die Musik zu laut und verabschiedete mich von ihr wieder mit dieser inneren Ruhe und Sicherheit wenn du sie wiedersehn sollst, wirst du sie wiedersehn..........und ging..............

Dann vergingen ein paar Wochen, in der Zeit musste ich immer wieder an sie denken.......nach ein paar Wochen erreichte mich dann eine Email, die sie geschrieben hat an jemand ganz anderen, sie wusste nur meinen Vornamen und in welcher Stadt ich wohnte. Diese Mail ging wie durch ein Wunder durch ganz viele Hände und erreichte mich dann durch einen Anruf von einer Frau, die ich gar nicht kannte, die aber mich kannte weil ich eine Woche vorher an einem Ort war durch Zufall wo ich sonst nie war und die Frau konnte sich an mich erinnern..........usw. Sie sagte am Telefon sie hätte da was für mich, ich glaube sie sagte sogar ein Weihnachtsgeschenk............ich wusste direkt um was es da ging und war sofort von einer Sekunde auf die andere zutiefst berührt. Abends fuhr ich dann zu dieser Frau und bekam von ihr diese Email............da stand drinnen, dass meine Seelenfreundin mit mir teilen wolle usw. ich war gefangen, ich konnte gar nicht anders mir liefen die Tränen und ich fühlte diese bedingungslose Liebe und mein Ego schmolz, ich kann dass nicht in Worte fassen..........sie brauchte Hilfe, sie bekam von mir immer das was sie brauchte auf die Sekunde genau per Email, SMS oder Telefon, ich war mit ihr verbunden, spürte alles, jeden Schmerz von ihr, alles, jedes Gefühl...................ich wurde immer hellsichtiger so dass ich um die Weihnachtszeit sehen konnte was in Geschenken eingepackt war, konnte Gedankenlesen, konnte jedem Menschen in die Seele schauen und sah auch die ganzen Schatten, hatte das Gefühl es ginge um Leben und Tod - das war der Hammer. Ich hatte Angst weil ich diese Energie nicht kannte....................................ich dachte die Frau wäre die Liebe meines Lebens...........es war viel mehr............sie ist dann mit ihrem Sohn zu mir gezogen, jedoch dann fingen die Probleme an. Ich habe mich nie richtig davon erholt........ich wusste auch dass wir gar nicht zusammenbleiben konnten, das war so schmerzhaft denn ich hab sie so geliebt wie ich noch nie geliebt habe..............ich bin durch diese Begegnung sehr gewachsen...........und durfte Lernen was Vergebung bedeutet usw. Zweieinhalb Jahre habe ich sie nicht gesehen. Dann vor 2 Wochen sah ich sie wieder, einen kurzen Moment, bin weiter. Es erreichte mich erneut ein Brief den hat sie an meine Eltern geschickt.....weil sie von mir nichts hatte.............ich konnte diesen Brief nicht wegschmeißen.........weil ich liebe sie immer noch. Ich habe ihr per Mail geantwortet, dann überfordert, wollte Abschied, ein Ritual oder so, dann doch angerufen gestern morgen.........ich möchte sie nicht sehen, ich habe Angst, ich möchte so was nicht mehr erleben..................ich nehme es einfach an dass diese Verbindung bestehen bleibt...................ich mich aber nicht mehr darin auflösen brauche, sie hat von mir alles bekommen was sie braucht, ich habe meine Aufgabe erfüllt, und sie ihre, ich habe ihr Herz geöffnet und sie meines.............batsch von selber was für ein Geschenk, ja hier habt ihrs, macht was draus so sehe ich das..........................

Es geht ja nur um Liebe, das ist die größte Kraft die es gibt...............

Ich bin mir selbst näher gekommen und habe totales Gottvertrauen

Ganz Liebe Grüße an alle und viel Kraft, immer versuchen den Boden unter den Füssen zu behalten......................................................LOVE LEARNING LOVE POWER OF LOVE

Ein Treffen in der Straßenbahn (10)

Email 1

Liebe Ursula! Ich bin heute auf Ihrer Seite angekommen, weil mir in den letzten Wochen etwas passiert ist, wofür ich keine Worte fand. Ich werde Ihnen die Geschichte erzählen, weil ich hoffe bei Ihnen dafür einfach ein offenes Ohr und Verständnis zu finden.

Mein Leben stand in den letzten Monaten sehr unter dem Stern stetiger Veränderungen. Mein Lebensgefährte und Vater unseres gemeinsamen Kindes hat uns verlassen. Andere Stadt - anderes Leben. Das hat mein bisher gefestigt geglaubtes Leben enorm durcheinander gewirbelt. Im Zuge dieser wirren Zeit habe ich mich sehr viel im Kreise meiner Familie aufgehalten. So auch am 01. April diesen Jahres. Meine Oma hatte Geburtstag und gemeinsam mit meinem Sohn wollte ich sie besuchen um gemeinsam zu feiern. Sie wohnt am anderen Ende unserer Heimatstadt, so dass wir einen recht langen Anreiseweg mit der örtlichen Straßenbahn inklusive einem Umstieg hatten.

Mein Sohn und ich stiegen nun in die Straßenbahn, setzen uns und fuhren los. Eine Haltestelle später öffneten sich wieder die Türen und auf einmal war alles anders. Hinter uns setzte sich ein junger Mann, den ich nicht gesehen, aber im tiefsten Innern gespürt hatte. Das Gefühl raubte mir den Atem und war für mich wohlig und erschreckend zugleich. Und ebenso neu. Mein Sohn sprach mit mir, aber ich konnte ihm nicht mehr zu hören. Es war, als würden Raum und Zeit ihre Bedeutung verlieren. Ich bemühte mich um Beherrschung, versuchte mich auf mein Kind zu konzentrieren, aber alle Versuche scheiterten kläglich. Er saß direkt hinter mir und ich konnte ihn spüren. Wie eine Umarmung, die mich nicht mehr los ließ. Tränen schossen mir mit einmal in die Augen und ich hatte den enormen Drang einfach davor zu fliehen. Mein Sohn wurde allmählich missmutig und schimpfte über meine fehlende Aufmerksamkeit. Er hatte etwas in der Bahn entdeckt, was er mir unbedingt zeigen wollte. So sehr ich mich auch bemühte, gelang es mir nicht aus zu machen, was er meinte. Hinter mir ertönte eine Stimme, die mir sanft ins Ohr flüsterte, dass mein Kind wohl die an der Decke der Straßenbahn angebrachte Kamera meinte. Ich fuhr regelrecht zusammen. Drehte mich um und schaute in seine Augen. Der Atem stockte mir. Mich durchfuhr ein Schmerz und gleichzeitig eine Liebe, wie ich sie bislang nicht kannte. Ich redete mir ein, dass ich einfach durcheinander sei und im Moment wohl nur zu sentimental. Aber alles weg reden half nichts.

Endlich erreichten wir unseren Umsteigepunkt. Mit meinem Kind an der Hand stürzte ich regelrecht aus der Bahn um zum anderen Bahngleis zu steuern. Wollte ich doch nur noch durchatmen.

Die Anschlussbahn kam nur wenige Minuten später und ich war sogar froh, von diesem Ort weg zu kommen. Hatte mich auch nicht wieder nach ihm umgedreht. Diesem Drang konnte ich widerstehen.

Nun saßen wir endlich in der anderen Bahn. Ich ließ mich in den Stuhl fallen und gerade als ich über mich selber kopfschüttelnd zweifelte, war dieses Gefühl wieder da. So direkt, so aufdringlich und so stark. Verwirrt schaute ich mich um und fand ihn keine 5 m von uns sitzend. Mit dem Rücken zu uns. Verlegen schaute er sich immer wieder um. Ich versuchte das zu ignorieren. Drehte aber vollkommen auf. War nicht mehr Herrin meiner Gefühle und war doch noch in der Situation für die nächsten Minuten gefangen. Immer wieder spürte ich seine vorsichtigen Blicke, die mir sofort auswichen, wenn ich auch einen Blick wagte. Aus einem Grund, den ich nicht erklären kann, habe ich in meiner Tasche nach einem Stift gewühlt. Der Gedanke, er würde jeden Moment wieder gehen hat mir einen derartigen Schmerz bereitet, dass ich ihn um keinen Preis einfach gehen lassen wollte. Noch bevor ich meine Nummer aufschreiben konnte, stand er auf einmal vor mir. Zitternd und zappelnd stammelte er: "Ich weiß selber nicht warum.. du bist ja auch sicher verheiratet, oder zumindest fest vergeben.. es ist eigentlich nicht meine Art.. aber irgendwie würde ich es mir wohl nie verzeihen, dir jetzt nicht meine Nummer gegeben zu haben.." Er reichte mir eine Karte, auf die er seine Nummer geschrieben hatte und verschwand sofort aus der Bahn. Ich habe mich so riesig darüber gefreut. Eine natürliche, ehrliche und tiefe Freude. Laut habe ich gejubelt. Mit meinem Sohn ihm nach gewunken und noch Minuten später schmunzelnd auf die Karte geschaut.

Keine halbe Stunde später habe ich ihm eine SMS geschrieben und so entstand ein kleiner Kontakt. Er schrieb regelmäßig, häufig auch genau dann, wenn ich schon am tippen einer neuen Nachricht für ihn war. Wir wollten uns unbedingt wiedersehen. Auf einen Kaffee war ausgemacht. Jede Nachricht von ihm weckte in mir eine entzückte Freude. Bis er schrieb, dass er nach Holland müsse. Er arbeitet als Roadie und organisiert u. a. auch diverse Festivals. Diesmal ist er kurzfristig nach Holland abgerufen wurden. Wir mussten unser Treffen verschieben. Im Grunde wäre das auch kein Problem gewesen, aber ich bekam mit einem Mal ein enorm schlechtes Gefühl.

Tagelang hörte ich nichts von ihm. Auch ich schrieb ihm nicht. Vielleicht aus Rücksicht, weil er ja arbeiten war, oder aber auch einfach aus Vertrauen darauf, dass er sich in jedem Fall melden würde.

ca. 1 Woche später erreichte mich eine SMS von ihm. Er schrieb, dass er mich nicht vergessen hätte, viel an mich denkt, aber in Holland im Krankenhaus läge. Er hätte zu sehr auf der Überholspur gelebt, zu viele Parties und zu viele Drogen. Sein Körper hat ihn dann verlassen, so dass er auf der Bühne zusammenbrach und mit dem Kopf aufschlug. Das Ergebnis war eine Gehirnerschütterung, die noch in Holland behandelt wurde. Danach kam er in Deutschland direkt in ein Therapiezentrum für Süchtige. Er schrieb mir noch, dass er angekommen sei, aber nun für 4 Wochen Kontaktsperre hätte. Er fragte nach meiner Adresse, er wollte mir unbedingt schreiben. Dann war Stille.

Auch ich schrieb ihm in den folgenden Wochen seitenlange Briefe, auch wenn ich keine Adresse von ihm hatte. Ich war mir sicher, dass sie ihn irgendwann erreichen werden. Auf eine eigenartige Art und Weise fehlt er mir. Ein Mensch, den ich bislang nur einmal gesehen hatte. Ich begann an mir zu zweifeln, versuchte dem aber nicht all zu viel Bedeutung zuzumessen. Dennoch dachte ich sehr häufig an ihn.

Vorige Woche Donnerstag drehte sich mit einem Mal meine gesamte Gedankenwelt nur um ihn. Ich schrieb ihm wieder und hatte sein Gesicht andauernd vor meinem geistigen Auge. Auf der Heimfahrt von meiner Arbeitsstelle hörte ich einen Song aus meinem MP3 Player, den ich lange nicht gehört und der mich auf irre Weise immer an ihn erinnerte. Ich hörte diesen Song immer und immer wieder.

An jenem Abend bekam ich von einer Freundin Besuch. Gemeinsam saßen wir auf meinem Balkon und redeten stundenlang über ihn. Sie versuchte ihn mir auszureden. Ein Junkie - das geht ja gar nicht. Schon gar nicht mit einem Kind. Wir könnten nicht verschiedener sein und damit hat sie recht. Gemeinsam lasen wir in den Ausdrucken, die ich über Entzug und Psychosebehandlung Süchtiger auf Arbeit ausgedruckt hatte. Und auf einmal meldete sich mein Handy. Noch bevor ich die Nachricht öffnen konnte, schlug mir mein Herz schon bis zum Hals. Ich wusste, wer mir da geschrieben hat. Es war ER. Er schrieb, dass es ihm gut ginge und er eventuell am Wochenende mal Ausgang bekäme. Er wollte sich endlich mit mir treffen. Mein erster Gedanke war, dass es viel zu früh sei. Die 4 Wochen Kontaktsperre waren noch nicht rum. Aber trotzdem ließ die Hoffnung ihn endlich wieder sehen zu können, mich auf dem Balkon vor Freude tanzen.

Am Samstag gegen 19 Uhr wollten wir uns nun endlich sehen. Sein Ausgang wurde auch endgültig genehmigt und ich war nur noch durcheinander. Eine Mischung aus Angst vor dem, was vor mir lag und Freude.

Aus dem Treffen wurde nichts. Da er kein zuhause hat, ist er zu seiner Mutter gefahren. Diese hatte mit ihm noch so viel zu erledigen, dass er es nicht mehr schaffte zu mir zu kommen. Er wollte am nächsten Tag kommen und wir verabredeten uns für den Morgen.

In dieser Nacht konnte ich nicht schlafen. Ich hatte wilde Träume und auch immer wieder dieselben. Mir träumte, dass ich mich mit ihm traf, wir auch zusammen waren und mit einem mal war er weg. Ich bin in diesen Träumen immer wieder durch mir fremde Straßen geirrt und habe ihn gesucht. Um dann irgendwann schreiend aufzuwachen. Schlief ich ein, kam derselbe Traum wieder. Das Spiel begann von vorn.

Am nächsten Morgen war mir klar, dass ich ihn nicht mehr sehen würde. Im letzten Hoffnungsschimmer schrieb ich ihm nochmal, um ihn zu fragen, ob es bei dem Treffen auch bleibt. Seine Antwort kam erst kurz vor dem vereinbarten Termin. Meine Tasche hatte ich schon mit den Briefen an ihn und einem Foto, das er sich von mir wünschte, gepackt.

Er schrieb:
".. ich fühl mich so scheiße, weil ich gerne mehr von dir erfahren würde, aber nicht kann.. F. vergiss mich einfach, ich bin viel zu kaputt.. ich würde dir dein Leben nur unnötig schwer machen.. ich bin wieder abgestürzt.. Rückfall.. [...] ich könnte dir nicht das bieten, was du brauchst und verdienst.. denn ich bin einfach zu gestört und labil, auch wenn ich mir das sehr wünsche.. ich melde mich wieder, wenn ich wieder richtig gesund bin (falls ich das je werde) wenn nicht wünsche ich dir alles erdenklich Gute auf deinen Wegen.. pass gut auf deinen Zwerg auf.. zeig ihm die Welt mit Liebe, so dass er nicht solch einen Weg wählt, wie ich.. bye!"

Als ich diese Zeilen las überkam es mich. Mir schossen die Tränen in die Augen und meine Verzweiflung die noch von der Nacht in mir wühlte brach endgültig aus mir raus. Ich konnte und wollte das nicht wahr haben. Schrieb ihm, dass er nicht aufgeben soll. Ich fest davon überzeugt bin, dass wir uns nicht umsonst getroffen haben. Wir uns aber so nicht finden können. Gibt er sich auf, gibt er auch uns auf. Das konnte und wollte ich nicht zu lassen. Dieser Schmerz war unbeschreiblich! Wie gelähmt habe ich mich gefühlt und saß weinend vor dem Brief für ihn und es fiel mir schwer zu glauben, was da gerade mit mir geschah.

An jenem Tag wollten eine Freundin und ich noch einen Bekannten im Krankenhaus besuchen. Nachdem ich mich beruhigt hatte, sind wir auch los. Ich weiß leider nicht mehr, wie ich in die Klinik gekommen bin, geschweige denn, wie zurück. Ich weiß nur noch, dass ich dort auf der Terrasse saß und ihm wie von allein nochmal eine SMS schrieb. Ihm versuchte zu zu reden. Zu verstehen zu geben, dass ich einfach das Gefühl habe, ihn nie allein lassen zu können. Eine Trennung mir Schmerzen verursacht, die ich nicht beschreiben kann und es sich einfach nicht richtig anfühlt.

Als daheim hinter mir die Tür ins Schloss fiel, brach ich endgültig zusammen. Dieser Schmerz war für mich beinah unerträglich. Alles in mir schrie. Wie ein Löwe im Käfig lief ich von Zimmer zu Zimmer um mich irgendwie zu beruhigen. Es half nichts. Der Schmerz war eben so da, wie damals dieses klare, zweifelsfreie Gefühl der Zuneigung. Eben so klar und ohne jeden Zweifel. Einfach da. Glücklicherweise war mein Kind bei einer seiner Omas.

Noch in Tränen aufgelöst hört ich mein Handy piepen. Ich wusste er würde es sein. Was ich allerdings nicht wusste, war, dass er die SMS von mir, die ich von der Klinikterrasse aus geschickt habe da noch nicht gelesen hatte:

".. wie kann das sein.. warum tut mein Herz so weh, obwohl ich dich nicht kenne und fast gar nichts von dir weiß.. wie als ob ich einen Seelenverwandten verloren hätte.. ich versteh das nicht.. ich glaube an Seelenverwandtschaft.. und wenn es so ist, dann finden wir uns wieder, zu einem besseren Zeitpunkt. Auch wenn ich dich nicht kenne, und es komisch klingt: ich hab dich lieb.. vergiss mich nicht, ich werd dich nicht vergessen! Meld mich, wenn es mir besser geht!"

Gleich darauf schrieb er mir, dass er meine Nachricht erst gelesen hatte, nachdem er das getippt hatte. Es war sinngemäß fast das Selbe. Er war dann davon überzeugt, dass wir uns nicht aus Zufall begegnet sind.

Durch diese, seine Zeilen, reifte der Gedanke einer Seelenverwandtschaft erstmals in meinem Kopf. Auch wenn ich mir nicht wirklich etwas darunter vorstellen konnte.

An jenem Abend schrieb ich ihm noch etliche Seiten von Briefen. Er hat es möglich gemacht, dass ich ihm über seine Mutter schreiben kann. Sie leitet die Briefe an ihn weiter. Seit 3 Tagen ist er nun wieder in der Klinik. Die Kontaktsperre zieht wieder und ich werde eine ganze Weile nichts mehr von ihm hören. Dennoch fühle ich mich nicht allein. Die emotionale Erfahrung, die ich soeben mache ist einfach umwerfend. So geschieht es mir, dass mich plötzlich mitten im Stadtgetümmel beim Einkauf eine Traurigkeit überkommt, die mir sofort Tränen in die Augen schießen lässt. Ich kann nichts dagegen tun, es ist einfach so. In einem meiner Briefe an ihn, hatte ich ihm geschrieben, dass ich das Gefühl habe, mit ihm zu weinen und zu lachen. Es gibt Situationen, in denen es mich wie ein Schlag durchfährt und ich innehalten muss in dem was ich gerade tu. Sei es auf Arbeit, daheim oder unter Freunden. Ohne dass ich auf ihn konzentriert bin, sondern mitten in der Beschäftigung. Ich seh dann sofort ihn. In den verschiedensten / alltäglichen Situationen, von denen ich nicht weiß, ob er sie so durchlebt, oder ob das nur meine Hirngespinste sind. Weiß ich doch noch nicht mal wo er ist. Ich sehe Farben, die ihn umgeben, die ich nicht einordnen kann. Häufig ein grün bis mintgrün, und hellblau. Ich versteh das einfach nicht. Haben diese Farben überhaupt eine Bedeutung?

Auch ist es so, dass ich immer das Gefühl habe, er wär bei mir. In mir. Als könnte ich ihn greifen.

Für mich selber ist diese intensive Art der Zuneigung sehr neu und es fällt mir schwer damit umzugehen. Zumal es nicht kontrollierbar scheint und gerade diese Gefühlsschwünge willkürlich zu kommen scheinen. Auch dass es sich um einen Menschen handelt, den ich weder kenne noch in meinem Leben je zugelassen hätte. Ich kann mich nicht wehren, so sehr mir Freunde auch dazu raten, den Kontakt abzubrechen und ihn weg zu schicken. Ich weiß irgendwie, dass genau das nicht geht. Er ist nun da und wird es bleiben. Ich liebe ihn, auf eine Art, wie sie mir fremd ist, aber die keine Fragen oder gar Zweifel zulässt. Sowas habe ich noch nie erlebt. Es kommt maximal noch an das Gefühl heran, welches ich bei meinem Sohn empfinde. Nur das ist nicht so schmerzhaft. Dieser Kopf - Bauch - Krieg macht mir enorm zu schaffen. Ich habe ein Kind, für das ich verantwortlich bin. Und er ist ein "Junkie". Wo soll das nur hinführen? Ich habe Angst!

Aufgrund seiner Anmerkung mit der Seelenverwandtschaft, habe ich im Internet nach Definitionen gesucht. Konnte ich mir darunter nicht wirklich was vorstellen. Dabei bin ich dann auf Ihre Seite gestoßen und Ihre Ausführungen über Seelenpartner trafen mich wie ein Schlag ins Gesicht. Sie haben im Grunde genau beschrieben was ich empfinde und fühle. Sie haben dieser Sache endlich einen Namen gegeben. Dafür möchte ich mich bedanken.

Mein Anliegen ist nun, dass ich sie fragen möchte, wie man am besten selber damit umgeht. Ich weiß momentan nicht, wo mir der Kopf steht und fühle mich von meinen eigenen Emotionen hin- und her gewirbelt. Ich werde es zulassen müssen, wenn das was sie geschrieben haben, auf uns zutrifft. Nur wie am besten?? Ohne selber daran zu zerbrechen?? Ich habe solch entsetzliche Angst!

Liebe Grüße

Email 2:

Hallo Frau Wagner!

Letztes Wochenende haben wir uns das erste Mal seit dem Tag in der Straßenbahn wiedergesehen. Emotional einfach unbeschreiblich. Auf beiden Seiten. Wir hatten tatsächlich das Glück, sehr offen über das, was mit und in uns passiert, reden zu können. Nächtelang haben wir bis zur Morgendämmerung gesessen und geredet. An Schlafen war in keinster Weise zu denken, hatten wir uns doch so unendlich viel zu erzählen. Von Hemmungen oder Startschwierigkeiten keine Spur. Wie zwei alte Freunde, die sich seit Jahren nicht gesehen haben. Keine Missverständnisse, keine Zweifel. Ich weiß heute, dass ich ihn schon lange kennen muss. Woher sonst soll das Wissen kommen, das ich um ihn habe? Ein Blick und ich weiß, was ihn bewegt. Die Zeit mit ihm war so unbeschreiblich schön. So frei, so voller Gefühl und Vertrauen. Vom ersten Moment an. Tränen auf beiden Seiten. Die Trennung ein kleines Drama.

Mir ist durchaus bewusst, dass der Fall aus solch hohen Höhen sehr lang, tief und vor allem schmerzvoll sein kann. Aber ich habe keine Angst mehr. Gemeinsam machen wir uns irgendwie stark. Er sagte mir sofort, dass er seine Therapie abgebrochen hatte. Anfangs war ich geschockt, da es für uns auf dieser Welt, ohne erfolgreiche Therapie, keinen gemeinsamen Weg geben wird. Und doch haben wir schließlich gemeinsam angefangen seinen riesen Klamottenberg von Problemen zu sortieren. Erste Schritte vorgenommen und auch erfolgreich durchgeführt. Der erste, und sicher auch schwerste, Schritt für ihn war es, seiner Familie von dem Abbruch und Absturz des vorangegangenen Wochenendes zu erzählen. Dennoch war es notwendig, für ihn zur Reinigung und für seine Familie, weil Unwissenheit nur quält. Somit ist er heute zu seiner Mutter gefahren und hat ihr in einem persönlichen Gespräch seine Situation erklärt. Auch hat er sich bei seiner ambulanten Psychiaterin gemeldet, die ihm nun gleich einen Termin für morgen gegeben hat, mit der Aussicht auf wohl wieder eine stationäre Behandlung. Entgiftung, mit anschließender Therapie. Er hat Glück, großes Glück und ich denke, er weiß es auch zu schätzen. Manchmal denke ich, dass es wirklich wichtig war, dass wir uns getroffen haben. Wir lernen beide voneinander. Er sieht an und in mir einen Menschen, der so anders ist, aber sich mit dem deckt, was er sich erträumt. Ich selber erfahre von ihm viel über eine Szene, die mir mehr als fremd ist. Vor allem in Hinblick auf die kommende Jugend meines Kindes, denke ich, dass es mir vielleicht helfen kann meinen Sohn dann besser über solche Dinge aufklären zu können. Ab und an drängt sich mir der Gedanke auf, dass wir uns in keiner anderen Situation hätten kennenlernen können. Als wären wir verabredet gewesen..

Selbstverständlich können Sie meine Geschichte veröffentlichen, wenn sie das möchten. Ich danke Ihnen wirklich sehr für Ihr Gehör und nicht zuletzt auch dafür, dass sie mit Ihrer Seite dem, was ich / wir empfinden einen Namen gegeben haben.

Liebe Grüße

Diese Begegnung übertraf alle anderen (11)

Sehr geehrte Frau Wagner, es ist mir ein Bedürfnis diese Zeilen aufzuschreiben. Sie finden die richtigen Worte, für das was mir passiert ist und ob sie meinen Bericht veröffentlichen, überlasse ich natürlich Ihrer Auswahl. Ich verbleibe mit herzlichen Grüßen

***

Mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel gelesen und hier eine Bestätigung für meine Vermutung gefunden. Vor mehr als einem Jahr lernte ich über eine Kontaktanzeige eine neue Liebe meines Lebens kennen. In einer Form, wie ich sie bisher nicht kannte. Eines Tages erhielt ich von meinem Internetprovider ein Mail mit dem Slogan "Möchten Sie sich verlieben" und der Link führte zu einer Singleplattform. Ein sympathisches Foto bewog mich, selbst eine Anzeige aufzugeben und mein erstes Mail sandte ich dem sympathischen Mann auf dem Bild zu. Und hier zitiere ich Ihre Worte "Kaum jemand allerdings, der so eine Seelenbegegnung erleben muss (und ich sage ganz bewusst "muss"), würde sich das freiwillig noch einmal wünschen". Alles was Sie in Ihrem Artikel geschrieben haben trifft zu. Ich muss dem aber noch hinzufügen, dass meine Beziehungen immer von großer Intensität und langer Dauer waren. Es scheint, als ob mir immer die Seelenkarte zugespielt wird. Aber diese übertraf alle. Hier waren zwei sehr ähnliche Charaktere zusammengetroffen und von Anfang an wollte ich mich aus einer Beziehung, die noch nicht einmal begonnen hatte, lösen. Vom ersten Augenblick an waren wir uns vertraut. Bei unserem ersten Treffen hatten wir beide das Gefühl wir möchten ewig miteinander sitzen bleiben und reden. Und trotzdem spürte ich, dass er Angst hatte. Ich bin sensibel und feinfühlig. Ich liebte diesen Mann aus ganzem Herzen. Er kam immer wieder, aber den Sprung schaffte er nicht. Er habe etwas so schönes noch nicht erlebt sagte er und ich wusste dass er fühlte.

Aber eine Schwingung wie diese kannte er nicht.

HAPPY END (12)

Erste Email bzw. erster Teil:

Liebe Ursula,

vielen Dank, ich habe meine Geschichte nochmal etwas umgeschrieben, neulich hatte ich sie schnell verfasst und nun fallen mir Dinge auf, die ich etwas verbessern konnte, ich bitte Dich, diese zu veröffentlichen,

Liebe Grüße

*****

Happy End!

Als ich meine Dualseele traf, vor vielen Jahren gab es immer sehr undefinierbare Gefühle zwischen uns: Es war ein Mischung aus Furcht und Anziehung.

Eines Tages, viele Jahre später, begegnete ich ihm immer wieder und da waren wieder diese Gefühle in seinen Augen, welche ich nicht zuordnen konnte. Als wir uns dann unterhielten, ging das erste Gespräch die ganze Nacht hindurch, bis zum frühen morgen und mir war klar, ER IST ES, er fühlte sich an wie ein Bruder, wie Schwester, wie Vater wie eine Mutter, er war wie ich damals dachte vom gleichen Stern. Es war gigantisch, wie sehr wir harmonierten und uns einfach kannten, wir waren überwältigt von dieser Vertrautheit. Wir waren uns so ähnlich und dennoch sehr verschieden. Heute kann ich es Klar beschreiben, wir sind vom Wesen her gleich, Denken und Sprechen ähnlich und sind dennoch polar. Sein Duft und sein Klang waren mir so vertraut, ich fühlte mich vollkommen EINS mit ihm.

Dann kamen wir uns näher und küssten uns über acht Stunden, ununterbrochen, wir saugten uns gerade zu aus und konnten einfach nicht genug von einander bekommen, diese Energien, diese Leidenschaft, die uns berührte waren überirdisch und einfach nicht von dieser Welt. Wir küssten uns als hätten wir uns seit Jahrhunderten gesucht. Wir wollten einfach nicht damit aufhören. Dieses Verschmelzen der Energien war so bedingungslos und himmlisch. Dort habe ich zum ersten Mal in meinem Leben gefühlt, das alles andere in diesem Leben nicht real war, das die wirkliche Realität mit den Augen und den Sinnen nicht erfassbar ist, das diese Realität nur mit dem HERZEN ermessbar ist.

Ich durfte zum ersten Mal die bedingungslose LIEBE nach der sich jeder Mensch so sehr sehnt fühlen. Als wir miteinander schliefen öffnete sich zum ersten Mal mein 3. Auge und ich sah wie Blockaden seinen Körper in Form von schwarzen Wesen, durch die Kraft der bedingungslosen LIEBE verließen, es war grandios und unerklärlich. Der ganze sexuelle Akt fühlte sich an wie ein Eintauchen in eine andere Welt. Ich fühlte mich dabei unendlich geliebt.

Zuvor hatte ich mich mit GOTT nicht weiter auseinander gesetzt, ich glaubte sehr wohl an ihn aber wollte die Lehren der Kirche einfach nicht akzeptieren. Ich wusste dass etwas anders geben musste. Und durch diese Erfahrung mit meiner Dualseele, wurde ich neugierig.

So begann mein spirituelles Erwachen.

Nun hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben göttliche und bedingungslose LIEBE erfahren und begann zu forschen. Dieser Mann, den ich so sehr liebte, war völlig überfordert mit diesen Kräften und distanzierte sich von mir, hin und wieder kam er zurück zu mir. Es war so dramatisch, er hatte Angst und fürchtete sich vor diesen Kräften und wusste überhaupt nicht damit umzugehen. Jedesmal wenn er aus meiner Haustür heraus ging, brach für mich eine Welt zusammen. Eines Tages kam mir der Begriff Seelenverwandtschaft in den Sinn, dessen Bedeutung mir absolut fremd war und so begann ich im Internet zu suchen, ich wollte unbedingt wissen was das war und stieß dann auf eine LIEBE-volle Frau aus Berlin, die LICHT&LIEBE unterrichtet. Ich besuchte ihre Seminare und lernte das LEBEN mit der LIEBE und arbeitete intensiv an mir SELBER.

Nun, der Wandlungsprozess war im vollen Gange, ich hatte sehr schlimme Sehnsucht, Schmerzen und erlebte geradezu seelische Qualen und wurde fast verrückt weil dieser Mann sich mir immer wieder entzog und man kann sagen, dass ich fast daran gestorben bin. Zu Zeiten wo wir sehr stark miteinander verbunden waren, fühlte ich wie wir miteinander verschmolzen, er war immer da, Tag und Nacht, so als sei sein Körper in meinem, ich dachte Tag und Nacht an ihn, keine Sekunde verging ohne nicht an ihn denken zu müssen, das war einfach zu viel, ich konnte das nicht abstellen, er war immer präsent, immer bei mir, immer in mir. Ich weinte sehr viel, denn so schön wie es auch war, aufgrund dessen, das es nicht abzustellen war, war es auch eine schwere Last, alles was ich zu dieser Zeit in meinem Leben tat, geschah immer mit ihm, er war in meinem Kopf in meinem Körper. Es war sehr qualvoll.

So lernte ich von der Neugierde angetrieben, vom Schmerz getragen, das arbeiten mit der bedingungslosen LIEBE und betete wann immer ich konnte, machte tausende Trennübungen und lebte nur noch in meiner Welt. Ich versuchte mich mit Ach und Krach von meinem Willen zu trennen, mein Ego unter Kontrolle zu bringen. Übte mich in GOTTVERTRAUEN und schwankte ständig zwischen Glauben und Wahnsinn hin und her. Dies war eine wunderschöne wenn auch schwierige spirituelle Entwicklung, ich las etliche Bücher und verbrachte sehr viel Zeit alleine zu Hause, suchte Stille und Einsamkeit und war steht es auf der Suche nach GOTTVATERMUTTER, bis ich ihn eines Tages fand, in meinem HERZEN, dort wo er bei Allen Lebewesen wohnt und von dort an wurde alles Einfacher. Mein Geist öffnete sich Stück für Stück und ich löste viele viele Blockaden und löse selbstverständlich heute noch. Diese Schmerzen, meine Kindheit, es herrschte absolutes Chaos. Doch mit der Lehre von LICHT & LIEBE ist alles möglich und so ging ich weiter, Schritt für Schritt.

Es vergingen etwa 3 Jahre, ich war bis dato der festen Überzeugung das er meine Dualseele ist, auch astrologisch stehen wir uns Gegenüber und sind absolut polar, so wie Yin Yang und doch sind wir Eins. Jedoch hat das im Laufe meiner spirituellen Entwicklung irgendwann an Bedeutung verloren, es hatten sich mittlerweile soviele Blockaden gelöst, Krankheiten und Süchte verschwanden und mein Verstand wurde immer klarer, ich lernte viel über Karma und Reinkarnation und somit verstand ich auch die Zusammenhänge und irgendwann war es mir dann Möglich Einfach Loszulassen, plötzlich war es tatsächlich sehr Einfach!

Mittlerweile ernähre ich mich vegetarisch und wie bereits gesagt, viele Süchte mussten weichen und mein Leben ist insgesamt einfach friedlicher, harmonischer und lebenswerter geworden, ich bin einfach Glücklich! Irgendwann verließ mich die Sehnsucht nach diesem Menschen, ich fühlte mich von GOTT geLIEBT und dies erfüllte allen Mangel in mir. Die Schmerzen verschwanden und nun ist es still geworden, in meiner Seele, in meinem HERZEN, ich habe meine Mitte gefunden und fühle LIEBE und HARMONIE. Heute fühle ich mich als hätte ich mich gefunden, man kann es auch beschreiben als Phönix aus der Asche.

Dieser wundervolle Mann, ich liebe ihn sehr, hat mich auf eine wundervolle Reise zu mir selbst und zu GOTT geführt und dafür bin ich ihm sehr dankbar! Er hat in mir die Sehnsucht hervorgerufen und durch WAHRheit und LIEBE wurde diese Sehnsucht gestillt.

Nun, ich sehe ihn ab und zu und ehrlich gesagt, wenn ich ihn sehe habe ich noch leichtes Herzrasen aber ich denke auch das wird vergehen. Er ruft mich ab und zu an, ich erkenne, das dieser Prozess, den ich durchgemacht habe, parallel bei ihm auch abläuft, er hat es im Moment nicht so einfach aber ich denke dass er es schaffen wird und auch er spürt diese wundervolle LIEBE zwischen uns und wenn er mir in die Augen schaut, weiß ich das er mich von ganzem HERZEN liebt.

Es wird noch einige Zeit dauern bis er genügend Klarheit gefunden hat. Wenn wir telefonieren sage ich ihm er soll durchhalten, denn dieser Schmerz, dieser Kampf wird irgendwann vergehen und wenn er sich eines Tages entschieden hat, sich für das LICHT und die LIEBE entschieden hat, werden wir uns sicherlich wiedersehen. Mir ist klar geworden, im Leben geht es nur darum sich zu entscheiden, entweder man entscheidet sich mit ganzem HERZEN für GOTT oder aber man bleibt verhaftet in der Materie, in der Illusion im Weltlichen. Es geht auch nur darum, sich SELBER zu erkennen und zu LIEBEN, allen Menschen zu VERZEIHEN, Karma aufzulösen und endlich zu erkennen wer wir wirklich sind.

In dieser Begegnung habe ich bemerkt, dass ich mich zeitweise vollkommen aufgegeben habe. Als es mir klar wurde, hat es mich sehr geschmerzt, denn auch ich musste mich irgendwann entscheiden, will ich so weiter machen? Will ich ewig Schmerzen leiden und ewig trauern? Will ich aufstehen? Will ich GOTT VERTRAUEN oder will ich untergehen? Erst als diese Fragen beantwortet waren, war das LOSLASSEN ein Leichtes.

Ihr LIEBEN, ich wünsche Euch allen, das IHR das bestmögliche daraus macht, diese Begegnung als ein Geschenk anseht, das ihr es schafft den Schmerz und das Leid loszulassen, das ihr zu GOTT findet und ein Tages vollkommen FREI seid! Denn diese Begegnung ist im Grunde bereits das absolutes HAPPY END!!!!

*****

Zweite Email bzw. zweiter Teil:

Liebe Ursula,

vielen lieben Dank für Deine Antwort. Ja, ich habe klar ERKANNT was der Sinn dieser Begegnung war und ist. Es geht einzig und Alleine um den Wachstum, den spirituellen, den geistig und seelischen.

Nun, ich hätte noch einen sehr großen Trost für Alle Betroffenen, ich denke, ab einem bestimmten Punkt, kommen die Seelenpartner/verwandten sich wieder näher. Ich durfte in den letzten Tagen und Woche mal ausführlicher von ihm erfahren wie es ihm geht und ich sehe das auch er seine Entwicklung macht, nur "hinkt" er mir ein wenig hinterher aber auch er findet aus dem Dunkel heraus und begibt sich immer mehr in eine spirituelle Welt. Mittlerweile wie er mir erzählte sucht er schon Geistheiler auf, besucht regelmäßig ein Medium und entwickelt sich auch sonst sehr gut. Auch er hat viele seelische Schmerzen und kämpft sich durch. Er hat bei mir übernachtet und ich habe die Zeit genutzt neben ihm zu meditieren. Mir wurden wieder sehr viele Verbindungen zwischen uns klar, auch aus der Zeit in der wir uns nicht kannten. Zum Beispiel erzählte er mir neulich das sein Vater der schon seit vielen Jahren verstorben ist, einen Gehirntumor hatte. Da wurde mir klar, weshalb ich mit 17 bis 25 Jahren immer so furchtbare Angst vor einem Gehirntumor hatte und mir so oft eingebildet habe, eines Tages einen zu haben, Ja, ich habe seine Ängste parallel miterlebt, zumal wir uns physisch nicht kannten.

Ich habe auch erkannt, das er vermutlich gar nicht mein Seelenpartner ist, sondern lediglich ein sehr guter enger Seelenverwandter! Außerdem habe ich festgestellt, das man sich während der ganzen Zeit auch regelmäßig Energie gegenseitig absaugt hat. Ich hatte das Gefühl das er sich allzu oft bei mir aufgetankt hat und dann fröhlich seines Weges gegangen ist. Ich finde das, egal ob es sich nun um Seelenpartner oder Seelenverwandter handelt, man unbedingt Trennübungen machen sollte um sich mehr und intensiver auf sich selbst konzentrieren zu können. Bei solchen Übungen bleibt die bedingungslose LIEBE bestehen, nur die ungesunden Bindungen werden gelöst. In all den vielen Tagen, Stunden und Sekunden an denen man stets an ein und die selbe Person denkt, übermittelt man unglaublich viel Kraft und Energie, jedoch ist das nicht wirklich gesund und führt irgendwann dazu das man körperlich immer schwächer wird, außerdem schafft es neues Karma und beruht nicht auf der bedingungslosen LIEBE.

Es gab Zeiten, da habe ich es wie einen Virus empfunden, den man einfach nicht mehr Los wird. Als wir dann wieder Kontakt hatten und ich nach ein paar Tagen gespürt habe, das die alte Sehnsucht wieder in mir aufkam, ich nicht mehr schlafen und auch nicht mehr Essen konnte, habe ich den Kontakt sofort wieder abgebrochen. Es geht nämlich Hier auch um die SELBSTLIEBE und ich LIEBE MICH sehr und möchte auf gar keinen Fall wieder solche Schmerzen leiden. Wenn GOTT WILL sehen wir uns wieder aber JETZT ist es nicht der richtige Zeitpunkt wie so oft.

Es ist dennoch ein riesen großen Geschenk GOTTES, solch eine Begegnung machen zu dürfen und wenn der Sinn der dahinter steckt erstmal ans LICHT kommt, ist man nur noch DANKBAR.

Was meiner Meinung nach solche Schmerzen hervor ruft ist die Tatsache, dass man mit seinen Urängsten und tiefsten seelischen und geistigen Blockaden konfrontiert wird und auch das daraus resultierende wachsen schmerzt unwahrscheinlich. Es ist als schaue man in einen Spiegel und stehe plötzlich nackt dort, die nackte WAHRHEIT sozusagen......

Ich wünsche Allen viel LICHT & LIEBE und sehr viel GEDULD!

*****

Der Weg nach Hause (13)
Oder: Die Begegnung mit mir selbst

Bei unserer 1. kurzen Begegnung vor 18 Jahren (ich war damals 25 Jahre alt) passierte etwas Grundlegendes IN mir. Es ist nichts gewesen und doch irgendwie alles. Wir haben uns einfach nur völlig erstaunt angesehen. Ab diesem Zeitpunkt WUSSTE ich, dass ich nicht "allein" bin, es nie war und niemals sein werde. Es war anders, nicht die "übliche Verliebtheit" oder romantische Illusion. Mit diesem Fakt und der damit zusammen-hängenden Intensität der Gefühle konnte ich überhaupt nicht umgehen, verdrängte es sofort massiv und baute mich mit anderen Sachen zu, so gut es eben ging. Heute weiß ich, dass ich damals massiv überfordert war. Ich konnte mir nicht erklären, was das ist, was da vor sich geht. Es machte mir Angst.

Danach haben wir uns über viele Jahre nur ein paar kurze Male immer nur zufällig gesehen, dabei war immer ein tiefes selbstverständliches Verstehen und eine große Nähe und Vertrautheit zu spüren. Er fühlte sich wohl mit mir und ich in seiner Anwesenheit. Wir haben beide ein jeweils anderes Leben gelebt, auch in verschiedenen Städten. Doch wenn es mir schlecht ging in dieser Zeit, kam mir sofort H. in den Sinn und mir ging es schlagartig besser. Allein der Gedanke an das Existieren dieses Menschenwesens - exakt zu dieser Zeit auf dieser Erde - tröstete mich und hob meine Einsamkeit auf. (In späterer Zeit haben wir einmal darüber gesprochen - ihm ging es genauso! Keiner konnte sich erklären, warum das so passiert, jeder hat es aber dankbar angenommen.)

Vor fünf Jahren zog ich wieder nach L. In die Stadt, in der auch H. lebt. Eines Abends in einem Pub, spürte ich einen durchdringenden intensiven Blick. Ich sah auf und blickte in sein Gesicht. Was ich da wahrnahm, entriss mir die Luft zum Atmen... Da stand dieser Mann und hat mich mit solch einer tiefen Liebe angesehen - das hatte irgendwie etwas "unmenschliches"... Ich fühlte mich wie von einem Energieball getroffen, ließ mein Glas fallen und war wie paralysiert. Als hätte er direkt in meinen innersten Kern gesehen!! Es tat auch irgendwie weh - ich kann das schwer beschreiben. Auch unsere unmittelbare Umgebung hat diesen Vorgang wahrgenommen, es war fast materiell im Raum. Das hat mich fassungslos gemacht. So etwas hatte ich noch nie erlebt. Er war auch ziemlich irritiert und überfordert mit der Situation. Wir wussten beide nicht wirklich, wie wir mit dieser gewaltigen Intensität umgehen sollten. Darauf kann man einfach nicht vorbereitet sein.

Nach einiger Zeit nahm dann alles seinen Lauf. Wir spürten beide eine ganz starke Faszination und hohe Anziehungskraft und gleichzeitig eine Art von Liebe, die auch irgendwie Angst machte. Trotzdem er in einer festen Beziehung war kamen wir uns so nah, wie ich es noch nie mit einem Menschen erlebt hatte. Wir konnten beide nichts dagegen tun, es ging einfach nicht. Es fühlte sich alles richtig und gut an. Als wäre alles wieder in eine wirkliche Ordnung gebracht. Wir spürten beide eine grundlegende Polarität bei gleichzeitiger Kräfteparität. Weder vorher noch nachher habe ich eine derartige Glücksseeligkeit empfunden.

Selbst unsere Gespräche waren anders, als sonst Gespräche mit Menschen sind. Sie waren klarer, wahrhaftiger, tiefer und mit etwas versehen, das ich nicht in Worte bringen kann. Wir konnten auch hervorragend und mit Leichtigkeit nonverbal kommunizieren. Auch über Entfernungen, das ist heute noch so (damit meine ich nicht Telepathie).

Er konnte und wollte sich nicht von seiner langjährigen Freundin trennen, sie wurde gerade in dieser Zeit schwanger. Das ist jetzt fast 4 Jahre her. Außerdem sagte er mir, dass er mit dieser Gefühlsintensität völlig überfordert sei und sich in irgendeiner Weise auch völlig hilflos fühlt. Ich musste den Kontakt dann abbrechen und beenden, weil es für mich nicht zum Aushalten war. Es hat mir das Herz aus dem Leib gerissen, auch er hat geweint. Es war die Hölle für mich.

Von meinem heutigen "Wissensstand" aus, halte ich das für die einzig mögliche und richtige Entscheidung. Damals jedoch brach für mich meine ganze bisherige Welt zusammen. Ich war bis in die Grundfesten meines Wesens erschüttert. Der körperliche und seelische Schmerz ist unbeschreibbar. Eine unlöschbare brennende Sehnsucht hat mich in eine abgrundtiefe Verzweiflung gestürzt. Unvorstellbar, dass ein Mensch so viele Tränen hat...

Inzwischen glaube ich, dass mein bisheriges ich an dieser Stelle wirklich "gestorben" ist. Was mich hat weiterleben lassen, ist das immerwährende tiefe Gefühl der Liebe gewesen. Es hat mich gleichzeitig mit einer großen Kraft erfüllt. Ich konnte mir das alles nicht erklären. Habe mich dann instinktiv entschlossen, alles an Gefühl zuzulassen, was da in mir hochkam. Das war eine ganz schöne "Explosion" - als wären plötzlich alle Türen in mir aufgegangen, selbst die letzte Falltür im tiefsten Keller. Habe dann alles rational auseinandergebaut und wieder zusammengefügt, weil ich verstehen wollte, verstehen musste - was in mir passiert.

In diesem Prozess bin ich bis heute. Dabei gab es Zeiten, da schwankte ich, ob ich nun verrückt bin oder nicht. Heute ist mir klar, dass H. meine Dualseele sein muss. Er hat mit seinem Sein in einer Wucht und Massivität, bei gleichzeitiger Sanftmütigkeit mein gesamtes bisheriges System zum Wanken gebracht. Mein Unterstes hat sich nach oben gekehrt und umgedreht. Trotz meiner immerwährenden Sehnsucht nach einem Zusammensein mit diesem Menschenwesen und der Trauer über das Getrenntsein, bin ich sehr dankbar für diese einzigartige Erfahrung. Es ist schwer und manchmal kaum auszuhalten, doch es lohnt sich. Ich kann nur jeden ermutigen, sich auf dieses "Abenteuer" einzulassen. Danach ist man nicht mehr derselbe Mensch, ganz sicher.

Fazit: Meine komplette Sicht auf alle Dinge hat sich seither geändert. Mein Verhalten ist, ohne es zu wollen, toleranter und großmütiger geworden. Schuld und diffuse Angst haben sich aus meinem Leben verabschiedet. Optimismus und Selbstvertrauen machen sich breit. Meine Gedanken sind fast ausschließlich positiv. Irgendwie habe ich das Gefühl "heller" zu sein - meine Ausstrahlung hat sich unmerklich verändert. Mein "Blick" für das Große und Ganze schärft sich und hebt sich über die alltägliche Optik hinaus. Mein bisheriges Wertesystem hat sich umgebaut. Die Gewichtung dessen, was mir wirklich wichtig ist, hat sich verändert. Seit zwei Jahren gestalte ich selbstverantwortlich, bewusst und aktiv mein Leben. Erfülle mir die Träume, von denen ich dachte, sie sind unerfüllbar für mich. Dabei gehe ich sehr entschieden vor, was ich mir davor nie gestattet habe. Das großartige Gefühl dieser allumfassenden, tiefen und selbstlosen Liebe erstreckt sich ja auch auf mich und lässt mich immer selbstsicherer werden. Jegliche "Fremdbestimmung" fällt nach und nach von mir ab.

Eine "Wahrheit" die sich meinem logisch denkenden Verstand entzieht, macht sich immer mehr in mir breit. Es ist ein Wissen ohne zu wissen. Das wiederum gibt mir ein gewisses Urvertrauen und einen nicht mehr versiegenden Kreativitätsschub. Selbst meine Träume sind andere geworden. Ich kommuniziere sozusagen mit mir selbst. Will damit sagen, dass es für mich wieder einen Zugang gibt zu dem, was uns "nährt". Auch vorher war mir klar, dass Liebe das Sinnvollste in diesem Leben ist. Doch jetzt weiß ich, dass Liebe das einzig Mögliche ist. Das, woher wir kommen - das, wohin wir gehen werden. Und ein Zustand, in dem wir uns auch in diesem Leben befinden sollten und tatsächlich können. Und das ist an keinerlei Bedingungen gebunden. Es ist jedem möglich.

Was mit H. und mir in diesem Leben noch passiert, kann niemand wissen. Wir sehen uns nur selten - ganz kurz, sporadisch und zufällig. Das ist jedes Mal wie ein Energieschub für mich. Sofort ist eine große selbstverständliche Vertrautheit da. Gleichzeitig auch große Ratlosigkeit und Unsicherheit, wie wir denn nun miteinander umgehen könnten und sollten. Instinktiv sorge ich aus der "Ferne" dafür, dass es ihm mental möglichst gut geht. Ich spüre fast körperlich, wenn er meine seelische Unterstützung braucht.
Ebenso umgekehrt. Das ist ein ungewohntes und ganz wunderbares Gefühl.

Solange er hier auf dieser Welt ist, ist alles gut. Unvorstellbar für mich, ohne ihn auf dieser Erde sein zu müssen. Auch wenn wir derzeit nicht oder auch nie zusammen leben können, brauchen wir uns doch, um uns innerlich entwickeln zu können. Brauchen die gegenseitige nichtmaterielle Unterstützung. Für mich trifft das jedenfalls zu, auch für ihn, denke ich. Große Dankbarkeit empfinde ich allem gegenüber.

In meinem letzten Brief (vor 2 Jahren) an H. schrieb ich:
...und da hatte ich noch keine Ahnung von Dualseelen und dergleichen...
Ich kann und werde nichts von dir verlangen. Du kannst es mir gar nicht geben. Und doch: begegnen wir uns, ist immer alles irgendwie klar. Wir gehören auf eine ganz natürliche Weise zueinander. Anfangs traute ich dem nicht recht - jetzt gibt es keinen Zweifel mehr.
Was sich damit anfangen lässt, weiß ich auch nicht wirklich. Das bleibt auszutesten. Vielleicht ist es dir irgendwann möglich, über all die Dinge, die dich gefangen halten, zu sprechen, ich würde es mir für dich wünschen. Vielleicht aber auch nicht. Das liegt nicht in meinen Händen.
Man kann niemanden "retten". Das muss leider jeder selbst tun. So ist das Gesetz dieses Lebens. Doch kann ich dich lieben. Weil ich gar nicht anders kann. Ich kann mich dir nicht verschließen, du bist ein Teil von mir, in mir. Tief in meiner Seele habe ich schon lange eine Entscheidung getroffen. Das hat nichts mit Alltag oder Umständen zu tun.
Meine Liebe wird dich tragen - was auch immer du tust. So war es immer und so wird es immer sein.

Für alle: Es kostet großen Mut und bedeutet immer auch ein großes Risiko, sich so einer Erfahrung zu stellen. Man kann nie wissen, ob man es schafft, damit umzugehen und in die richtige Richtung aufzubrechen... Doch lohnt sich diese Mühe. Ganz sicher.
Allen einen dicken Powerstern, gefüllt mit unendlicher Liebe und Kraft.

****

Noch eine Hinzufügung einer Email, die ich einige Tage später bekam:

Liebe Ursula,

lieben Dank für deine schnelle Antwort. Damit habe ich gar nicht gerechnet, freue mich darüber umso mehr.

Sicher gab es so etwas schon immer, zu allen Zeiten. Ob es jetzt verstärkt auftritt, kann ich nicht sagen. Sonst gäbe es mit Sicherheit keine Beispiele von, wie auch immer gearteten, religiösen Erfahrungen (unabhängig von irgendwelchen Konfessionen...). Denn eine solche ist auch "DAS", mit Sicherheit: Eine religiöse Erfahrung! Vielleicht sind an der Feststellung der "Häufung" ja auch die neuen schnellen Kommunikationswege beteiligt...

Wie auch immer man es nennen will - das Ergebnis ist doch immer wieder das gleiche. Nur erschwert es die ganze Sache, wenn diese "Mann - Frau" Geschichte dazu kommt. Dann lässt es sich irgendwie schwerer unterscheiden. Ich habe auch vorher schon die Erfahrung großer Liebe gemacht - war glücklich und unglücklich damit, wie jeder Mensch. Auch die Erfahrung von "Seelenverwandtschaft" mit anderen Menschen, ob Frau oder Mann. Doch das war noch anders.

Trotzdem weiß man es, weil es sich anders anfühlt. Es ist gewaltiger, grundlegender - bis in die letzte Konsequenz. Für mich gibt es da nur ein ganz großes Staunen... was der Mensch alles aushalten kann!! Damit hätte ich nie gerechnet. Es stimmt schon irgendwie - mit der " normalen" Menschenliebe hat es nur bedingt zu tun. Und man verändert sich komplett - zwangsläufig. Es kann keiner mehr danach so sein wie vorher, das ist unmöglich!! Das soll bei Weitem keine Glorifizierung sein, es ist eine ganz rationale Feststellung, komplett ohne Wertung.

Ich kann in meinem Fall schon behaupten, dass ich mit diesem "Ansturm" fast nicht fertig geworden wäre. Da wir ja kaum mit Vorbildern oder Beispielen dessen groß werden, ist es wohl für jeden eine absolut NEUE und einzigartige Erfahrung. Die richtig gerichtete Bewältigung bedingt schon eine große Seelenstärke. Zumal wir kaum Hilfe erwarten können von der "normalen" Umgebung. Deshalb deckeln das auch viele Menschen, selbst wenn sie es erkennen. Das ist eine ganz normale, und ich denke auch, richtige Reaktion.

Erst wenn man sich dem gewachsen fühlt, wird man sich stellen - ganz klar. Und das passiert immer unbewusst. Bewusst würde sich niemand darauf einlassen, glaube ich. Deshalb haut vermutlich ein Teil auch immer auf irgendeine Art ab. Wenn beide nicht exakt an der gleichen Entwicklungsstelle stehen, gibt es kein Einlassen. Kann es gar nicht. Das ist alles zu irritierend.

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich einem "Wahn" verfallen bin oder sonstige Störungen meiner Persönlichkeit auslebe... Heute weiß ich es besser. Doch lange Zeit eben nicht!! Damit muss man sich eben zusätzlich noch herumplagen. Denn es gibt kaum Ansprechpartner oder Verstehende. Doch bei all diesem Hadern mit mir und der Welt, bei diesen höchsten Glücks- und Einheitsgefühlen, der abgrundtiefen Verzweiflung, habe ich verschiedene, für mich äußerst wichtige, Dinge lernen dürfen:

Demut, Geduld, Toleranz und Verstehen eines jeden Wesens gegenüber, gepaart mit einer inneren Sicherheit, mit einem ungeahnten Wissen um die Zusammenhänge - das möchte ich keinesfalls und niemals mehr missen! Letztendlich ist es ein großes Geschenk.
Dafür bin ich wirklich sehr dankbar!! Immer und immer wieder.

Es ist so wunderschön mit diesem Gefühl der Liebe zu leben. Einen größeren Gefallen kann man sich selber eigentlich gar nicht tun. Es fängt an, richtig Spaß zu machen. Und es öffnen sich von ganz allein Türen, die man immer zu geglaubt hat. Es passiert "von ganz allein". Das hat die Begegnung mit diesem Menschen einfach in mir ausgelöst. Gehen musste und muss ich den Weg schon allein - doch er war der berühmte Stein im stillen See... So sehe ich es heute. Das weiß er auch und ich habe ihm gedankt dafür. Ähnliches bin ich wohl auch für ihn.

Trotzdem ist da immer noch diese große Traurigkeit und diese tiefe Sehnsucht. Das genau ist der Punkt, an dem ich immer noch 'strande'. Wie ich das geregelt bekomme wird sich zeigen.
Schaun wir mal, doch ich bin guten Mutes.

Alles Liebe dir - großen Dank für deine website, zwischen all diesen "wirren" Beiträgen im Netz ist sie doch eine echte "Erholung" und Hilfe. Damit konnte ich wirklich etwas anfangen. Also: großes LOB!!

Einen wunderbaren Abendgruß ins schöne Wien

Der wahre Geburtstag (14)

Nun, an manchen Tagen ist es schier unerklärlich, weshalb ich ihn noch vermisse. seit einigen Jahren habe ich meine innere Wahrheit gefunden. durch das tiefe Tal der devatio, des Ganges durch die Wüste, der Einsamkeit, obwohl neben mir das Leben Trubel brachte. Mir war damals, als ob ich die Dunkelheit spüre, obwohl Licht strahlte. Es war der Weg nach innen. gefunden habe ich einen unsagbaren Schatz. Es ist Gott Vater, das Wissen um eine tiefe Sinnhaftigkeit in allem.

Ich arbeite als Ergotherapeutin in eigener Praxis. mein größter Wunsch war damals, Heilpraktikerin zu werden. Also meldete ich mich umgehend in der Paracelsusschule an. Bisher verliefen berufliche Herausforderungen für mich problemlos. ohne Anstrengungen, mit Liebe zum Wissen gelangen mir Prüfungen. doch meine HP-Prüfung im letzten Jahr brachte eine Erkenntnis, dass unser Weg vorher bestimmt ist. Ich bin gescheitert, hatte keine Chance. Es war unreal. Im nachhinein bin ich dankbar für diese Lektion. es ist unerheblich WAS wir sind, du kannst Liebe überall weitergeben. und darum geht es doch.

Der Weg durch die Dunkelheit nach innen hat weh getan.
Kennst du es auch?
Doch als Wissen den Glauben bestärkte, ich von innen her ruhiger, liebevoller wurde, kam das Strahlen zurück.
Es macht demütig und dankbar, die wahren Gesetze zu spüren.

Meinem Seelengefährten verdanke ich, dass ich diesen Weg gefunden habe. Doch er war nicht mein Lehrer. es musste ein Weg ohne ihn sein, denn Wissen erlangte ich nur durch Erfahrungen. anfangs noch viele leidvolle Erfahrungen.

Es fehlt etwas in meinem Leben. ich lerne ohne dieses "etwas" zu leben. Nein, ich lerne, dass dieses nur in mir sein kann. Wir sind vollkommen, wissen es nicht. Wir haben uns zu sehr vom wahren Wissen entfernt.

Der Tag, als ich meine Seele zum ersten Mal spürte, ist mein wahrer Geburtstag. Stell dir vor, ich war damals schon 39 Jahre.

"SELBST ERLEBT" (15)

Hallo, mir hat der Text und die Berichte auf Ihrer Seite sehr gefallen, hier mein Erlebtes, kurz und knapp beschrieben:

Wie durch Zufall, obwohl ich nicht an Zufälle glaube, denn alles was uns widerfährt, ist uns vorbestimmt, bin ich auf diese Internetseite gestoßen und es hat mir auf eine gewisse Art und Weise bestätigt, was ich schon lange gespürt und gewusst habe, ich habe einen Seelenverwandten.

All diese Gefühle und Emotionen, wie sie von vielen in diesem Forum beschrieben wurden, habe ich so empfunden. Der einzige Unterschied, ich kenne meinen Seelenverwandten schon sehr lange, seit meinem 7. Lebensjahr. Wir verloren uns immer mal aus den Augen und dann kreuzten sich unsere Wege wieder. Mit 15 Jahren war er meine Jugendliebe, ich lernte dann mit 17 meinen späteren Mann kennen und er 5 Jahre später seine Frau.

Das komische an diesen Begegnungen mit ihm, es wurde mir mit 20 Jahren vorausgesagt (aus der Hand gelesen), dass ich in einer Beziehung lebe, jedoch ein Mann nebenher läuft, wir uns aber viele Jahre aus den Augen verlieren, unsere Wege sich jedoch wieder kreuzen werden und ich mich scheiden lasse. (Genau so ist es auch eingetroffen, nach fast 18 Jahren).

Wie gesagt, wir hatten ab und zu Kontakt, er rief mal an und kam auch mal zu Besuch. Das komische daran, kurz bevor er sich meldete, hatte ich immer so ein komisches Gefühl im Bauch und die Gedanken an ihn wurden intensiver, so als ob ich es voraussehen konnte. Viele Jahre zogen ins Land, ich dachte nur noch selten an ihn und dann plötzlich im Februar 2002 träumte ich nachts folgendes von ihm: Wie durch Zufall trafen wir uns und er erzählte mir, dass ihn seine Frau wegen eines anderen Mannes verlassen hätte und er ziemlich unglücklich ist.

Früh als ich aufwachte, erschien mir der Traum so real und dann wiederum sagte ich mir, wieso träumst du nach so langer Zeit wieder von ihm. Dieser Traum ging mir den ganzen Tag nicht aus dem Kopf, so als ob ich geahnt hätte, dass er mein ganzes Leben auf den Kopf stellt.

Ein halbes Jahr später bekomme ich abends einen Anruf und er war dran und erzählte mir die Geschichte, die ich ja eigentlich schon kannte. So fing mein "Leidensweg" an.

Er schrieb mir sehr viel und ganz liebe Dinge und so nach und nach erwachte wieder dieses Gefühl für ihn in mir und je mehr ich ihm davon preisgab und so mehr zog er sich plötzlich wieder von mir zurück. Ich hatte das Gefühl, er spielt mit mir. Wie gesagt ich tat Dinge, die ich vorher nie getan hätte und ich glaubte mit jedem Tun, ich verliere mehr und mehr ein Stück meines Selbstwertgefühls. Ich konnte spüren, wenn er an mich denkt und lag immer richtig, entweder rief er an oder schickte eine SMS.

Wie gesagt es ging hin und her und das nun fast 5 Jahre. Mal ging es von ihm aus, mal von mir um den Kontakt aufrecht zu erhalten. Ich hatte stellenweise diese innere Unruhe und Rastlosigkeit in mir, dass ich mich ihm ganz oft meist schriftlich mitteilen musste. Wir haben aber auch stundenlang telefoniert. Er hat mir mal gesagt, dass er mit mir über Dinge reden kann, die er mit keiner anderen Frau besprechen könnte und er räumte sogar ein, vielleicht sind wir ja seelenverwandt.

Ich habe noch nie so stark für einen Menschen empfunden, wie für ihn und ich habe noch nie so stark diesen Wunsch gehabt, nämlich den, mit ihm zusammen zu sein und ihn bedingungslos zu lieben. Aber er hat leider nicht die gleichen Gefühle für mich wie ich für ihn, ich wäre nur eine Freundin oder wie eine Schwester für ihn (mit dem Unterschied, dass man mit Freunden und Geschwistern nicht schläft, oder?). Er hat jetzt wieder eine neue Frau, von der er glaubt, dass sie ihn "hinbiegen" könne und er will den Kontakt mit mir nicht abbrechen. Ich jedoch kann damit im Moment überhaupt nicht umgehen und will keinerlei Kontakt mehr zu ihm. Er hat sich bisher noch drei Mal gemeldet (und jedes Mal habe ich vorher von ihm geträumt) ich habe jedoch nicht darauf reagiert, obwohl ich irgendwie spüre, es ist noch nicht vorbei. Ich habe über diese Begegnungen in meinem Leben mit meiner Seelenverwandtschaft ein Buch geschrieben und für mich war es eine Art Therapie, um all das Erlebte aufzuarbeiten und zu begreifen. Mich hat diese Geschichte total aus der Bahn geworfen und ich war in einem tiefen schwarzen Loch und hatte Angst nicht mehr raus zu kommen, das war nicht mehr ich und ich musste etwas tun, um wieder zu mir selbst zu finden.

Das Forum hat mir bewusst gemacht, dass es allen so ergangen ist und es vielleicht meine Bestimmung ist, nicht in diesem Leben mit ihm glücklich zu sein.

Eine interessierte Leserin

"Ein Tipp" (16)

In Bezug auf den schwierigen Umgang mit dem Zwilling, habe ich dir/euch etwas zu sagen. Es könnte für unter Umständen endlich Erlösung vom Trennungsschmerz bedeuten, unter dem ja so viele leiden... Ich sah vor kurzem in einer Sendung ein Medium. Die Dame gibt unter anderem Tipps, wie man mit dem Verlust von geliebten Tieren umgeht. In der Sendung ließ sie eine Betroffene den Teil ihrer Seele fühlen, der sich nach dem Tierchen verzehrte und leitete sie an, diesen Teil von sich zu dem Tier zu schicken. Sie meinte, es würde der eigenen Seele nicht schaden "sie bleibt ja mit allen Teilen verbunden" - die Seele wäre ja größer als viele vermuteten...

Was soll ich sagen! Zum Thema sich nach jemandem verzehren (tot oder lebendig) können wir ja ein Liedchen singen..... ich versuchte diese Praktik auf unser Problem anzuwenden. Ich fühlte mich in den Teil in mir hinein, der nie Ruhe gibt und immer wieder innerlich in die Richtung meines Zwillings will (mal mehr und mal weniger). Nun, ich stellte mir vor, wie ich diesen Teil meiner Seele zu ihm schicke und all die Sehnsucht mit im Gepäck (sowie ganz viel Liebe dazu). Ob ihr es nun glaubt oder nicht: ich hatte augenblicklich und seit seeeehr langer Zeit zum ersten Mal das Gefühl nicht "verbannt von zu Hause" zu sein! Und der Schmerz und diese unstillbare Sehnsucht sind scheinbar weg (es fühlt sich jetzt so friedlich an). Endlich habe ich mal den Abstand, um mich wieder voll auf andere Dinge konzentrieren zu können, ohne dass mich dieser Teil in mir blockiert. Ich habe keine Erklärung warum und wie das möglich ist, aber die Methode hat mir bei meinem Zwillingsproblem geholfen. Da es erst ein paar Tage her ist, kann ich nicht sagen, ob der Zustand dauerhaft anhält, aber im Moment geht's mir richtig gut! Ich weiß zu wenig über solche Dinge, um euch zu raten das gleiche zu probieren (hoffe, da gibst keine Risiken was falsch zu machen), aber ich wollte euch unbedingt eine Möglichkeit aufzeigen.

Möglicherweise kann man diese Methode erst anwenden, wenn der erste große Schmerz, der ja alles durchdringt, nachgelassen hat und man quasi die "Stelle" in sich besser "lokalisieren" kann?! Keine Ahnung! Wenn es aber auch bei Euch funktionieren sollte, dann sagt es weiter - damit auch anderen geholfen werden kann....! Ich würd mich freuen, wenn ihr mir ein Feedback geben könntet wie es bei euch funktioniert hat, falls ihr es ausprobieren solltet!

P.s. die Verbindung wird immer eine ganz besondere sein und ich möchte sie deswegen auch nie ganz kappen, aber im Moment hab ich das Gefühl, dass ich nicht mehr von der Sehnsucht kontrolliert werden, sondern selbst entscheide, ob und wann ich Kontakt haben möchte oder nicht....

Ganz liebe Grüße

***

2. Email:

danke für die Antwort! Ich bin wie gesagt, nicht sicher ob ich das wirklich empfehlen soll, was ich geschrieben hatte - auch wenn es noch immer funktioniert! Manch einer brauch vielleicht diesen Schmerz! Ich bin froh, dass ich mich nicht mehr wie im Exil fühle - das gibt mir die Möglichkeit, freier zu entscheiden und es mir nicht mehr so zu Herzen gehen zu lassen, wenn ich mal länger nichts höre - wie du scheint's auch!!! Das machen die" Zwillinge" scheinbar alle mit Vorliebe - uns am langem Arm verhungern zu lassen (obwohl ich noch nicht mal unterstellen will, dass es bös gemeint ist - vielleicht ist es einfach, weil sie nicht mit der Situation umgehen können?!).

Er ist mein Bruder (17)

Liebe Ursula,

ich habe vor einigen Wochen deine Internetseite über Dual-Seelenbegegnungen entdeckt und es hat mir irgendwie sehr geholfen. Besonders deine Vermutung, WARUM sich diese Begegnungen in dieser Zeit so häufen. Ich habe lange Zeit gedacht, ich würde verrückt und müsse mich abwenden von dieser Energie, was ich zum Glück nicht getan habe. Ich schrieb einen Text, der mir noch immer hilft, wenn ich zweifle an all dem, was da geschieht. Vielleicht hilft er auch Anderen!

***

Du bist mein Bruder. du bist mein Bruder im Licht Oft wurde mir das gesagt. Immer wieder bezweifle ich es. fordere Beweise. Fortschritt. Erkenntnis. und doch bleibt übrig: du bist mein Bruder. du gehörst zu mir. Nach allen Kämpfen, allen Depressionen, allen Wutausbrüchen ist es, wie es war. Deine Augen sehen mich an, deine Ruhe besänftigt meine Seele. dein Engel ist auch meiner. Ich kenne dich gut. du gibst mir Kraft, du gibst mir Halt. den Teil in mir, der dies weiß, kann ich oft nicht annehmen. Ich denke an Psychosen. doch mit dem ersten Blick in deine Augen war all das klar. Du wirst mir bleiben. nichts wird dich je wieder auslöschen aus meinem Leben. Auch nicht dein Tod. Ich hatte dich verloren und habe dich wiedergefunden. wo auch immer du bist: ich werde spüren, dass es dich gibt.

Ich danke der Kraft, die dies ermöglicht hat. Ich weiß, dass kein Zufall der Welt so etwas herbeiführen kann. Ich höre auf, zu zweifeln. Ich bitte darum, den Weg weitergehen zu dürfen, ohne Angst, ohne Scham. auch du kennst mich. Auch du kannst meine Kraft spüren. Ich habe für dich soviel, wie du für mich. Ich kenne dich. Ich helfe dir. Ich segne dich!

***

Ich finde deine Vermutung, dass all das mit dem Bewusstseinswandel der Menschheit zu tun hat, sehr sehr passend. Solch eine Seelenbegegnung setzt einen Prozess in Gang, der für mein Empfinden das Herz vollkommen öffnet. Sowohl für Liebe als auch für Schmerz. Ich habe das Gefühl, dass dieser Prozess eine Heilung ist, eine Heilung von dem Gefühl des Getrenntseins. Von meiner Seele, von dem "Großen Ganzen", von anderen Menschen. Für mich fühlte es sich so an - uns zwar von einem Moment auf den anderen, nur durch diesen Augen-Blick - als zeigte man mir den Weg nach Hause. Auch wenn es schwierig ist. Dieses Gefühl blieb, dass mich diese gewaltige Sehnsucht dahin führt, wo ich hin will. Und hin soll.

Bitte nehmt Kontakt zu mir auf (18)

Habe heute deine/eure Seite gefunden. Es tut gut zu wissen, dass es viele Menschen gibt, die ähnliches erlebt haben.

Leider ist es wirklich für mich eine schmerzliche Erfahrung und immer noch ganz frisch. Habe mit meiner Psychologin über dieses Phänomen gesprochen. Woher auch immer sie ihre Erkenntnisse nahm, vielleicht beschäftigt sie sich ja auch mit diesen Dingen, sie hatte in ihren Behauptungen Recht. Ich fühle was er fühlt und ich sehe seine Dinge, muss mich zusammenreißen, dass ich nicht wahnsinnig werde. Es tut so weh. Wir lernten uns vor vier Jahren im Internet kennen. Ich sah sein Bild auf einer Singleseite. Es war ein wundervolles, sehr aussagekräftiges Bild. Er war eigentlich kaum darauf zu erkennen, aber dieses Foto.... Wahnsinn!!! Dann las ich den Text und ich wusste, diesen Mann muss ich kennen lernen.

Ich fühle die gleiche Energie wie damals, wenn ich an dieses Foto denke. Wir beide erkannten uns als Seelengefährten. Er sagte mir, dass er beruflich nach Ägypten muss und irgendwie hatte ich ein komisches Gefühl. Einige Tage später rief er mich an, er hatte einen Unfall in Ägypten. Ich kann es nicht erklären und hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann, denn in mir waren immer wieder Zweifel an dem was ich dachte und fühlte. Einerseits spürte ich, dass da etwas nicht in Ordnung war, andererseits dachte ich, er lügt, er ist nicht in Ägypten. Diese Zweifel habe ich immer offen angesprochen und dadurch gab es immer wieder Streit.

In den vier Jahren hatten wir immer nur in gewissen Abständen Kontakt, weil jedesmal etwas vorgefallen ist, was einen von uns tief erschütterte. Dieses Auf und Ab, wie du es beschreibst. Ich habe noch nie in meinem Leben so viel Schmerz gefühlt und ich habe schon einiges mitgemacht.

Was ganz seltsam war, eigentlich dachte ich, der Kontakt wäre beendet, doch nach zwei Jahren rief er plötzlich an. Ich sah die Nummer im Display, hatte an ihn natürlich gar nicht mehr gedacht. Wählte also den Rückruf und ein Anrufbeantworter sprang an. Ein seltsames Gefühl durchzog mich, als ich seine Stimme hörte. Unsagbar schön! Ich sprach auf den A B und bat um Rückruf. Sagte, dass seine Nummer auf meinem Display war. Legte auf. Wie in Trance nahm ich nochmal den Hörer und rief ihn an. Ich sprach: " Was ich ihnen noch sagen wollte, sie haben eine sehr schöne Stimme." Ich legte auf und fasste mich an den Kopf. Was war das denn? Bin ich jetzt total bekloppt? Wer weiß wer das ist. Mein Gott, sowas hatte ich noch nie gemacht. Er rief kurz darauf an und wir unterhielten uns. Im Laufe des Gesprächs dämmerte es. Wir hatten uns wieder, wir die beiden Liebenden!!!

Wieder brach der Kontakt für ne Weile ab, dieses Mal nicht ganz so lange. Irgendwann schrieb ich ihm ne Mail, einfach so mit den Worten: Wie geht's? Es kam eine ganz verblüffende Antwort zurück. Heute ist mein Geburtstag, mein Gott Intuition? Ich war sauer und antwortete:" Nö Zufall". Hatte er sich doch wieder über Wochen nicht gemeldet.

Viel Zeit ging ins Land, ich wusste nicht viel über ihn, nicht mal seinen richtigen Namen. Und gesehen, nö gesehen hatten wir uns erst recht noch nicht. Es verging wieder einige Zeit. Irgendwann sagte er mir seinen Namen und heute verstehe ich, warum er so lange gezögert hat. Vor zwei Monaten lag er im Krankenhaus. Ich wusste nur, dass er zum CT musste. Es war ein Donnerstag. Ich hörte Freitag nichts, Samstag nichts und Sonntag kam eine Nachricht von seinem Freund. Zuvor hatte ich ihm eine Mail geschickt. Ich schrieb ihm meinen Traum. Exakt in der Nacht, ich glaube es war von Freitag auf Samstag, sah ich ihn in meinen Bildern. Er lag da, in einem abgedunkelten Raum, ganz alleine. Ich beugte mich über ihn und küsste ihn. Er regte sich nicht. Ich spürte, es ging ihm ganz schlecht. Ich küsste seine Augen, nahm seine Hand und kuschelte mich an ihn. Er lag wie leblos da und doch, er lebte!

Am Sonntag dann, bekam ich eine Mail von seinem Freund. Er schrieb mir, dass er am Kopf operiert worden sei und im Koma liegt. Alles war also wahr und doch begann ich wieder zu zweifeln. Wieder schrieb ich ihm meine Zweifel, mit brutaler Härte schrieb ich:" Kalle, Michael oder wie auch immer du heißt, wer bist du? Schreibst du mir jetzt schon als dein Freund? Willst du mich wieder abschütteln? Mir klar machen wie krank du bist, damit du wieder nen Grund hast, dich ewig nicht zu melden?" Wieder dieser Schmerz. Mein Gott, es kann doch nicht sein, dass jedes Mal etwas passiert, wenn wir uns näher kommen. Alles war so schön, unsagbar tiefe Sehnsucht beiderseits, unsagbar tiefe Gespräche, Mails usw.

Er hat mir immer wieder verziehen. Er sagte, ich weiß wie du bist und wer du bist und ich kann damit umgehen. Bitte, bitte sag mir, woher kommen diese Zweifel? Ich kann sie nicht abschalten. Wir tun uns immer wieder weh! Ich kann damit nicht mehr leben. Hoch, runter, hoch, runter! Was geht da vor sich? Will mich in eine Tagesklinik einweisen lassen und weiß jetzt, durch eure Seite, dass ich wohl nichts an diesem Zustand ändern kann. Warum sind diese Gefühle immer wieder so stark da, immer wieder stürze ich ab. Monate nichts und dann wieder so mächtig.

Vor drei Wochen nun, haben wir uns das erste Mal gesehen. Es war alles sehr liebevoll. Wir hatten auch Sex, aber es ging von mir aus. Anschließend hat er sich total zurückgezogen, hat alle Gefühle geleugnet. Alles Schöne verdrängt und abgestritten. Ich weiß, dass er ein großes Problem hat. Er liebt seine Frau, die vor über zwanzig Jahren gestorben ist immer noch. Auch sie war seine Seelengefährtin. Was soll ich bloß tun????

Nachtrag:
ich war so erschlagen von den neuen Ereignissen, dass ich nicht bemerkte, dass in einigen Mails dein Name angegeben war. Bitte entschuldige. Ich möchte meiner vorangegangenen Mail noch hinzufügen, dass ich allen ganz viel Kraft wünsche. Es ist kein Leichtes, was wir da zu tragen haben und wie ich feststellen konnte, haben wir alle erst eine gewisse Reife erlangen müssen um so empfinden zu können. Ich habe schon immer geahnt, dass nur solche Menschen diese Wahrnehmungen haben können, die ein schweres Leben hatten. Jetzt ist es mir bewusst. Bitte antworte mir. Vielleicht gibt es ja ein Forum, auf dem sich all diese Menschen treffen können. Ich würde mich freuen. Ansonsten möchte ich dich bitten, meine E- Mailadresse dem Brief anzuhängen, ich möchte unbedingt Kontakt zu einigen Menschen finden um mich auszutauschen. Das ist der blanke Wahnsinn, was wir erleben.

Ganz lieben Gruß

nofretete39@gmx.de

Oh mein Gott, jetzt bist du endlich da (19)

Liebe Frau Wagner!

Ich fand ihre Internetseite über Seelenverwandte in einer Zeit, in der ich glaubte verrückt zu werden. Ich lernte einen Mann kennen, der in mir Gefühle freilegte, die ich in dieser Form nicht kannte, obwohl ich schon einige, auch intensive Beziehungen hinter mir habe.

In ihrer Beschreibung über Seelenverbindung fand ich mich wieder und war einigermaßen beruhigt, dass ich noch "normal" bin.

Als ich diesen Mann das erste Mal in die Augen sah, haute es mich sprichwörtlich um. Der Mann wurde mir während eines Essens in einer großen Runde vorgestellt. Ich sah ihn an und mir rannen die Tränen über die Wangen und ich hörte mich sagten: Oh mein Gott, jetzt bist du endlich da. Ich spürte eine so derartige Liebe und Freude ihn "wieder" zu treffen, die unbeschreiblich war.

Als er mich zum Abschied kurz in die Arme nahm  hatte ich das Gefühl, ich bin bei mir angekommen. Ich habe einen Teil gefunden. Danach sah ich ihn ein Jahr lang nicht und es gab kaum einen Tag, an dem ich nicht an ihn dachte. Dann traf ich ihn und es war dasselbe vertraute Gefühl obwohl mir normalerweise sein Auftreten und seine Lebensart überhaupt nicht zusagte und er überhaupt nicht in mein "Männerschema" passte. Es war auch eine enorme körperliche Anziehung dabei und ich wollte ihn nur umarmen und berühren. Auch meine Reaktionen waren in bestimmten Situationen unerklärlich und ich hatte das Gefühl, völlig die Kontrolle über mich verloren zu haben. Ich schlief kaum mehr und konnte an nichts mehr anderes als an ihn denken. Das war für mich natürlich extrem anstrengend und ich musste es verbergen, ich bin eigentlich glücklich verheiratet und hatte vorher weder  einen Seitensprung, noch nicht mal einen Gedanken an einen anderen Mann gehabt. Aber das schlechte Gewissen blieb zu meiner größten Überraschung völlig aus, weil mir klar war, ich kann nicht anders als diesen Mann lieben.

Wir beließen es einige Monate bei sehr innigen SMS-Kontakten aber bei unserem ersten Treffen fielen wir regelrecht übereinander her. Danach kam wieder diese unglaubliche Sehnsucht. Auch er versicherte mir immer wieder ich seine ewige Liebe, die ihm von Gott geschickt wurde.

Er schrieb mir, ich sei sein geliebtes, göttliches Geheimnis. Das ich verheiratet war, wurde von beiden nicht angesprochen - wir wollten uns einfach in Freiheit lieben ohne Bedingungen und Erwartungen. Wir trafen uns noch ein paar Mal, wobei ich immer das Gefühl hatte, dass er nach unseren Treffen wieder Angst vor diesen tiefen Gefühlen bekam. Da er beruflich viel unterwegs war, waren die Abstände zwischen unseren Treffen immer einige Monate. Dann meldete er sich auf einmal drei Wochen nicht mehr. Er antworte auch auf meine SMS nicht und ich glaubte, mein Herz zerspringe vor lauter Schmerz. Ich konnte kaum meinen Alltag bewältigen, geschweige denn meine Arbeit ordentlich erledigen. Als ich ihm dann schrieb, dass ich ihn jetzt loslassen werde, kam in der nächsten Sekunde eine Antwort und wir machten wieder gleich weiter. Da ich energetisch arbeite, war es mir vorerst nicht fremd, dass ich ihn körperlich so stark spüren konnte. Fremd war mir allerdings, dass das oft ohne Vorankündigung völlig überraschend auftrat. Plötzlich bekam ich so starke Herzschmerzen, dass ich meine momentane Tätigkeit unterbrechen musste und ich wusste, ihm geht es nicht gut. Ich spürte ihn oft so heftig und konnte nichts dagegen tun. Es passierte einfach. Er schob die Treffen immer mehr hinaus und auf meine Frage antwortete er, dass er etwas spüren konnte, dass ihm direkt Angst machte. Nach unserem letzten Treffen hatte er körperlich und seelisch eine Krise die er nicht kommentierte, die ich aber umso mehr spüren konnte. Ich begann mich mit Loslassen zu beschäftigen, denn mir ging es sehr schlecht, wenn er sich nicht, oder nur äußerst kurz meldete. Ich wollte ihm gerne helfen, aber er blockte ab, indem er mir immer, wenn ich ihm den Vorschlag machte, zu ihm zu kommen, keine Antwort darauf gab. Die letzte SMS, die ich von ihm erhielt, lautete: "Ich liebe dich, mein Schatz!" Seitdem sind einige Monate vergangen und ich habe erfahren, dass er mittlerweile eine Freundin hat. Das hat den gesamten Schmerz noch mal aufkommen lassen, den ich auch körperlich spüre. Ich habe so starke Herzschmerzen, dass ich mir oft Sorgen mache.  Ich weiß aber, er wird immer in mir bleiben, egal was passiert auch wenn ich mir oft, wenn mich der Schmerz fast überwältigt, wünsche, er möge aus mir verschwinden. Wenn dann Zweifel kommen, dann lese ich mir oft ihre Internetseite durch und ich bin mir wieder sicher, dass es sich um meine Seelenliebe handelt.

Noch schmerzt der Gedanke, nie wieder was von ihm zu hören so sehr, dass ich es fast nicht aushalte. Noch kann ich den Sinn dieser Verbindung, die ich durchleben "musste" nicht ganz erfassen, aber irgendwann werde ich daran wachsen und mein Schmerz wird sich umwandeln, denn so eine Liebe hat einen tiefen Sinn. Ich weiß auch, dass diese Verbindung von Gott hergestellt wurde. Ich muss nur zuerst das Menschliche durchleben, dann werde ich das Göttliche darin erkennen....

PS. Das letzte das ich ihm schreiben "musste" war ein Gedicht, das ich fand als ich "zufällig" ein Buch aufschlug:

Ich ließ meinen Engel lange nicht los
und er verarmte mir in den Armen
und wurde klein und ich wurde groß,
und auf einmal war ich das Erbarmen
und er eine zitternde Bitte bloß.
Da hab ich ihm seine Himmel gegeben
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand.
Er lernte das Schweben, ich lernte das Leben
und wir haben langsam einander erkannt
Rainer Maria Rilke

Diese Begegnung hat mich irgendwie wieder zum Leben erweckt (20)

Hallo Frau Wagner,

ich möchte hier nun meine Geschichte erzählen nachdem ich gerade ihren Bericht gelesen hatte und dieser mich total bewegt hatte, weil ich jetzt sicher bin, meinen Seelenverwandten gefunden zu haben!

Vor 3 Monaten war ich schon für einige Zeit in einer Reha als eines Tages im Speisesaal ein Mann an mir vorbei lief, der ein seltsames Gefühl in mir auslöste...natürlich war es klar, dass man sich öfters begegnen würde zumal er wie ich ebenfalls Raucher war, so saßen wir die ersten Tage zusammen in der Raucherinsel ohne ein Wort miteinander zu wechseln - nur mit diesen seltsamen Gefühl. Mittlerweile hatte ich auch erfahren wie alt er ist, wo er wohnt und dass er eine Frau und zwei Kinder hat und diese Nachricht hat meinem Herzen so einen Stich versetzt, dass ich selbst total verwundert darüber war. Nach einer Woche kamen wir so langsam ins Gespräch und schon als er mir schilderte warum er hier war und langsam anfing aus seiner Vergangenheit zu erzählen, überkam mich das Gefühl als würde er von mir erzählen. Das war unglaublich, wir merkten sofort, dass wir uns so ähnlich sind, dass es schon fast beängstigend war. Wir hatten die gleichen Interessen, unsere Vergangenheit verlief fast identisch und selbst unsere Charaktereigenschaften und unser Wesen allgemein war verblüffend ähnlich, um nicht zu sagen gleich... und als ob das nicht schon seltsam genug für uns beide gewesen wäre, war es bei mir der Fall dass ich ihn spüren konnte wenn er unmittelbar in der Nähe war ohne ihn zu sehen. Auch hatten wir beide seit wir uns kennen, wir nannten es dann Hippeligkeit, was ein Gefühl beschreibt was sich nicht beschreiben lässt ... so eine tiefe Aufregung wie eine Welle die durch den Brustraum fährt , aber das mehrmals manchmal über Stunden hinweg. Ich weiß, dass er dieses Gefühl bei mir auslöst, aber er hält es für eine Nebenwirkung von Tabletten.

Nun ja, so lernten wir uns Tag für Tag besser kennen obwohl wir das Gefühl hatten uns schon ewig zu kennen... wir haben an den Blicken sofort erkannt wie es dem anderen geht, wir verbrachten jede freie Minute miteinander und war der andere mal nicht da, hatten wir das Gefühl, es fehlt etwas. Irgendwie war mein Leben dadurch gelähmt, ich wartete nur darauf ihn wiederzusehen. Alles andere war mir eher egal, meine Gedanken waren nur noch bei ihm, ohne ihn in meiner Nähe fühlte ich mich wirklich schlecht... unsere Beziehung wurde immer intensiver und hatte ihren Höhepunkt an einem Abend ein paar Tage vor meiner Abreise als er mich in den Arm nahm. Dieses Gefühl - was es bei mir und auch beim ihm auslöste, war unbeschreiblich. Da waren Gefühle von tiefster Geborgenheit, Sicherheit und Vertrautheit, wie wir es beide noch nie erlebt hatten und so geschah es, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben in jemandes Arme einschlief, denn das konnte ich vorher nie!!!

Die letzten Tage die ich noch da war, waren der Horror für uns. Wir hatten beide große Angst uns zu verlieren. Wir haben uns geschworen, dass wir niemals den Kontakt abbrechen würden. Und der Tag an meiner Abreise war soo unendlich schmerzhaft. Wir hielten uns stundenlang im Arm und haben geweint - so eine Art von Schmerz hatte ich nie zuvor erlebt.

So kam es auch, dass ich einen Tag nachdem ich wieder zuhause war, mit einem  Nervenzusammenbruch ins Krankenhaus kam. Es war einfach zu viel an Gefühlen denen ich ausgeliefert war... zumal ich mich auch noch in ihn verliebt hatte, zu mindestens hielt ich es für Liebe, denn dieses Gefühl kannte ich einfach vorher noch nicht.

Nun ja, die ersten vier Wochen die er noch in der Reha war ,telefonierten wir täglich und sogar am Telefon konnten wir spüren wie es dem anderen wirklich geht. Es konnte uns auch noch so schlecht gehen, sobald wir die Stimme des anderen hörten, stellte sich ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit ein... wir wussten genau, mit dem anderen an der Seite würden wir alles erreichen können.

Wir redeten oft über uns, weil wir beide nicht verstanden, was es ist was uns so sehr verbindet. Wir wussten nur, dass es etwas ist was alles andere in den Schatten stellt. Nun leider ist es für Außenstehende nicht zu verstehen und seiner Frau machte unsere Bindung wohl so sehr Angst dass sie mal wieder anfing ihm zu misstrauen und das obwohl ich im Leben keinen Menschen getroffen hatte, der so ehrlich war. Er würde sie niemals hintergehen, aber ihr Misstrauen war stärker als ihr Vertrauen... zu dem kriselte es schon länger zwischen den beiden. Und sie machte ihm das Leben zur Hölle.

Und weil seine Frau um den Einfluss wusste den sie auf ihren Mann hat... kam es genau zudem, wovor wir die meiste Angst hatten. Sie zwang ihn dazu, dass er den Kontakt mit mir abbricht. So erhielt ich vor einem Monat eine email von ihm von der ich wusste, dass sie nichts Gutes bedeutet bevor ich sie las.

Da stand drin, dass seine Frau total am Rad dreht und ihm jetzt die Pistole auf die Brust gesetzt hatte und er um des Friedens willens erstmals Kontaktsperre halten will bis sie sich beruhigt hätte.

Ich musste das natürlich akzeptieren und deswegen haben wir jetzt keinen Kontakt mehr, habe auch nichts mehr von ihm gehört.

Nur ist da seit zwei Wochen dieses Gefühl... was mich wieder zu dieser Hippeligkeit führt und mich ständig an ihm denken lässt. Und dann noch diese Ahnung, dass es ihm nicht gut geht!

Zurückblickend kann ich sagen, dass mir diese Begegnung viel gebracht hatte, sie hat mich sehr verändert... hat mich irgendwie wieder zum Leben erweckt. Und trotzdem wir sehr starke Gefühle wahrgenommen hatten und es oft schmerzhaft war... muss ich sagen, dass ich mich jetzt ohne ihn zwar gefühlsmäßig besser fühle, das heißt, dass es nicht mehr so extrem ist, aber ich fühle mich auch um einiges leerer, ich habe das Gefühl als hätte man mir die Hälfte nach der ich ewig gesucht hatte, wieder entrissen!! Wir sind mit Sicherheit Seelenverwandte, aber wir waren auch der Mensch, der den anderen als Einzigster verstehen konnte und somit der beste Gesprächspartner, Tröster, Freizeitbegleiter und innere Ruhe-Fnder war. Ich finde es schlimmer ohne ihn!!!!!

Dies ist meine Geschichte und ich hoffe, dass ich jemand da draußen etwas helfen konnte! 

Ein Danke an alle (21)

Hallo an alle,

erst einmal schönen Dank für die vielen Berichte eurer Seelenverwandten.

Ich habe in den Geschichten erstaunlicher Weise mein Leben wiedergefunden.
Ja, auch ich durfte so eine schöne Liebe erleben. 2006 habe ich ihn bewusst gesehen. Wir sind uns schon über 15 Jahre zuvor, immer wieder über den Weg gelaufen, haben uns aber nicht entdeckt.

Vor 2 Jahren war es dann anders. Wir schauten uns an und da war sofort eine Vertrautheit da, als ob wir uns ewig kennen. Wir schrieben uns ab da fast täglich. Zwei Monate später besuchte er mich. So ein Zusammensein hatte ich zuvor noch nie erlebt. Ich hatte in der Vergangenheit viele schlechte Erlebnisse gehabt und hatte es deswegen vorgezogen, alleine zu leben. Mit ihm war es nun total anders. Es gab keine Hemmungen zwischen uns. Wir verstanden uns ohne Worte. Es war soviel Wärme und Liebe in uns, ich hatte teilweise das Gefühl, dass ich innerlich verbrenne.

Wie sich rausstellte, liebte er auch viele alte Dinge, wie ich. Er sprach das aus, was ich dachte und umgekehrt. Er sagte mir oft, dass ihm so etwas wie mit mir noch nie passiert ist. Dann kam wie so oft beschrieben, der Rückzug von ihm. Ich schrieb aber fleißig weiter E-Mails. Von ihm kam nichts. Wir trafen uns dann noch einmal letztes Jahr für eine Woche bei ihm. Die Woche war auch unglaublich schön. Aber über Gefühle sprachen wir nie. Es war aber so unglaublich schön, wenn wir ganz zusammen waren, diese Wärme und Liebe, die dabei entstanden ist, hatte ich zuvor auch noch nicht so erlebt.

Dann von ihm wieder der Rückzug. Er war mir gegenüber aber nicht ehrlich. Denn ich spürte, dass er mit mir noch zusammen sein wollte, aber Angst davor hatte. Unsere Mails sind im Moment wieder sehr einseitig geworden, obwohl er mir zu Weihnachten ein Buch geschenkt hatte, was er auch hat. Ich habe ihm meine Erlebnisse geschrieben, die ich seit Anwendung des Buches habe. Er schweigt aber und schreibt nichts von seinen Erfahrungen.

Nun wohnen wir über 200 Kilometer auseinander. Immer wieder spüre ich, was mit ihm ist. Ich werde nachts wach, oder morgens. Ich war z. B. innerlich unruhig, hörte ständig seine Stimme, seinen Namen. Ich schrieb es ihm einmal, da ich so etwas noch nie kennengelernt hatte. Es stellte sich raus, dass ich wach war, genau zu diesem Zeitpunkt, als er nachts auch nicht schlafen konnte. Oder ich wurde wach, da er morgens früh aufstehen musste. Als ich seinen Namen hörte, war es der Zeitpunkt, wo er krank war. Oder ich bin plötzlich innerlich total fröhlich und er schrieb dann wenig später, dass er Skifahren war und total viel Spaß hatte.
Solche Geschichten erlebe ich fast jeden Tag.

Dann schreibt er mir, dass er es schön findet, dass wir uns noch schreiben und dann schweigt er wieder.

In den letzten 2 Wochen hatte ich in meinem Herzchakra ein ganz heißes Gefühl. Ich hatte das Gefühl, als ob sich diese Brustwärme zu einem Kreis gebildet hatte und aus dem Rücken wieder raus wollte. Denn immer wenn ich ihn spüre, dann habe ich ein warmes Kribbeln in der Brust. Dieses Kribbeln hat sich nun zu diesem geballten Kreis geformt.

Ich weiß noch nicht wie es weitergeht. Denn noch haben wir Kontakt und ich glaube noch an ein Happy End. Obwohl mich eure Geschichten auch ein wenig traurig gestimmt haben, dass es kein Happy End gibt.

Ich gebe euch allen aber recht, dass man sich durch so eine Liebe total verändert hat. Ich habe mich auch von vielen Menschen getrennt, die mir zu oberflächlich sind. Ich denke aber auch jeden Tag an ihn und es fällt mir schwer, den normalen Tag zu genießen. Da ich ihn auch immer noch so stark spüre. Ich habe mich aber auch von einer Seite kennengelernt, die ich von mir noch nicht kannte. Ich wusste nicht, was eine so intensive Liebe in mir bewirken kann. Denn nun sehe ich viele Dinge im Leben viel bewusster und sehe, wie schön das Leben sein kann.

Ja für mich ist dieser Mann die große Liebe. Wie es ohne ihn weitergehen soll, weiß ich nicht. Aber noch ist es bei mir ja zu frisch, um zu sagen wie es in der Zukunft weitergeht. Noch schreiben wir uns ja auch und er ruft ab und zu mal an.

Ich freue mich aber, dass ich diese Internetseite entdeckt habe, um zu sehen, dass es noch andere Menschen gibt, die so eine starke Liebe mit ihrem Seelenverwandten erlebt haben, wie ich.

Uns allen wünsche ich für die Zukunft alles Gute.

nach 19 Monaten (22)

Wenn ich heute Bilanz ziehen sollte, würde ich feststellen, dass das Leben in meiner Dualseelen-Verbindung wesentlich leichter geworden ist. Die letzten 19 Monate habe ich damit verbracht, unaufhörlich zu forschen und Antworten zu bekommen. Ich habe unzählige Bücher gelesen, nicht nur speziell zum Thema, auch zu all den Randgebieten, die sich einem unweigerlich erschließen, wenn man mit dieser anderen Dimension der Welt, in der wir leben, in Berührung kommen. Ich kann wirklich nur jedem raten, so viel als möglich zu lesen, denn es wurden schon unendlich viele gute Gedanken gedacht, die uns hilfreich sein können! Man muss Gott sei Dank nicht alles alleine ergrübeln :-)

Es wird leichter, sobald man erkennt, dass man selbst der Hauptdarsteller dieses Theaterstücks ist, und nicht die Dualseele, obwohl sie anfangs der wichtigste Mensch im Leben zu sein scheint - doch das sind immer wir selbst, anders kann es auch gar nicht sein, denn wir leben unser Leben und nicht das der Dualseele. Sobald man erkennt, dass man nicht herausfinden muss, wie man der Dualseele schnellstens näher kommen kann, sondern wie man sich selbst schnellstens näher kommen kann, wenn der Fokus sich vom gegenüber weg endlich auf sich selbst richtet, dann erkennt man den wahren Sinn dieser Begegnung und geht ganz anders mit ihr um.

er Seelenzwilling ist tatsächlich einzig und allein dazu da, uns zu zeigen, wer wir wirklich sind. ob man im Außen zusammen leben soll, richtet sich danach, ob man gemeinsam noch besser lernen kann bzw. es richtet sich nach Art der gemeinsamen Aufgabe. Die Antwort darauf ist für den Einzelnen kein Geheimnis, man kann sie herausfinden, das weiß ich, weil ich es selbst getan habe. Sie wird einem "leider" nicht brühwarm vorgesetzt, man muss sie sich erarbeiten. wie alles im Leben ...

Jedoch wird diese Frage irgendwann relativ unwichtig, und man erkennt in Dankbarkeit, welche Chance intensiv zu lernen dieser Mensch uns bietet, völlig selbstlos und oft genug auch unbewusst :-) niemand kann das effektiver als der Seelenzwilling, denn in bezug auf ihn ist die Sehnsucht am größten.

Wer ganz am Anfang steht, lehnt eine solche Geisteshaltung ab, auch das habe ich erfahren. Das reicht bis hin zu Beschimpfungen, die man jedoch bestens nachvollziehen kann, weil man sich ja selbst anfangs gewehrt hat wie nur was, das alles anzunehmen :-)

Aber dieser Schritt der Verlagerung ist der wichtigste, um von Verzweiflung und Leiden zu Freude und Frieden zu gelangen. Das ist kein Spaziergang, wie sicher manche(r) von euch schon weiß.

Man kommt auf dem Weg zu dieser Erkenntnis nicht an Gott vorbei, auch das ist eines Tages völlig klar. Jeder hat eine andere Vorstellung von dieser höheren Macht, nicht jeder sieht in Gott eine Person - etwa den Vater - jedoch ist sie da und diese Macht ist es, die das Theaterstück inszeniert hat, dirigiert und zudem noch mehr als hilfreich als Souffleuse arbeitet! :-)

Als ich Gott in meinem Leben (wieder-) begegnet bin, stellte ich fest, dass wir eine Ehe zu dritt führen (bildlich gesprochen natürlich), es sind IMMER drei im Spiel. Untrennbar verbunden, wie die Dualseelen an sich ja auch. Ich stand plötzlich nicht mehr allein mit diesem Mann und all den Schatten auf der Bühne, jemand war an meiner Seite und hielt den Scheinwerfer lächelnd auf mich gerichtet. In dem Moment konnte ich mich fallenlassen und anfangen, das Stück zu genießen. Fortan entdeckte ich den Spaß und die Freude dabei!

Denn das oberste Ziel im Leben ist Freude. Gott ist Freude, und seine Schöpfung macht ihm Freude.

Ich sagte einmal zu meiner Freundin, ich werde in diesem Leben so gut ich kann herausfinden, wie Gott ist, das habe ich mir fest vorgenommen. Er wird mich nicht mehr los, denn ich liebe ihn und kann mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen!

Was ich eigentlich gesagt habe war: ich werde in diesem Leben so gut ich kann herausfinden, wie ICH bin, das habe ich mir fest vorgenommen. Ich werde mich nicht mehr los, denn ich liebe mich und kann mir ein Leben ohne mich nicht mehr vorstellen.

Und meine geliebte Dualseele hilft mir dabei, dafür bin ich ihm und somit untrennbar auch Gott unendlich dankbar.

Ich wünsche allen, dass ihr das Leid loslassen können und zur Freude zurückfinden! Wer an einem Austausch interessiert ist, darf mich gerne anschreiben. Ursula wird die emails an mich weiterleiten. Vielen Dank, liebe Ursula, für alles :-)))

Du Raum und Zeitreisender..... (23)

An dieser Stelle möchte ich auch von meiner "anderen" Beziehung berichten.
Die alles was ich bis dahin erlebt hatte in den Schatten stellte.

Begonnen hatte es Anfang 2003 als ER ein Bild von mir für seinen Freund kaufte.

MAAI (Aikido) 2003

Er war so begeistert, daß er kurz darauf mit mir direkt in Kontakt trat.
Er wünschte sich ein Porträt von sich zu seinem Geburtstag. Sein Geschenk an sich.
Alles kam überraschend mit massivem Tempo und unsere Kommunikation war schnell gezeichnet durch Telefonate und Austausch von kleinen Gegenständen und Musik die uns beiden sehr am Herzen lagen. Das war wunderschön. ES passierte.... War uns sehr wichtig.

Da er eine Partnerin hatte war es ein Wagnis ihn anzurufen. Ich traute mich selten.
In der Arbeit war er ebenso jede Minute gefragt und nicht direkt anrufbar. So nutze er seine Zeitfenster um mich zu finden.

Als sehr intensiven Weg entdeckten wir die Möglichkeit miteinander zu meditieren. Zur verabredeten Zeit, für ein, zwei, drei Stunden. 1000 km voneinander getrennt und doch mit viel Nähe wie es intensiver kaum ging.

Wir haben uns bisher nicht "live" getroffen.
Und er hat sich 2005 von heute auf morgen zurückgezogen. Was nicht heißt das unsere auch energetische Verbindung beendet ist. Auf viele meiner Fragen habe ich bisher keine Antworten gefunden. Lachen und Weinen sind nahe beieinander.
Ich bleibe offen und auch IST meine Liebe für ihn.

Er war bisher ein unglaublicher Katalysator für viele Prozesse in mir.
Das sehe ich gerade rückwirkend - jetzt im Jahre 2008.
Ich glaube auch das wir beide zu den Begabungen des anderen jetzt eine direkte Verbindung haben und davon im stillen profitieren und noch mehr wenn wir uns des größeren Potenzials bewußt werden.
Und anfangen damit zu arbeiten. Es annehmen als göttliches Geschenk. ICH bin DU.

Und ich bin auch der festen Überzeugung das wir zusammen (als bodenständiges Paar) noch ganz andere Möglichkeiten und wichtige Aufgaben haben. Die sehr mächtig sind und doch brauchen sie ein aktives "machen" von beiden Seiten um bewältigt und umgesetzt zu werden.
Das wünsche ich mir so sehr. Oft hatten wir es im kleinen bereits bewußt ausprobiert.

Nachfolgend ein paar Texte aus den letzten Jahren. Manche habe ich im nachhinein geschrieben.

VORHER UND NACHHER
(25.08.2007)

DER BLITZ
WAR SCHON LÄNGER
UNTERWEGS

NEIN
SOWAS WOLLTE ICH NICHT
WAHRHABEN

AHNUNGSLOS
GING ICH ANS TELEFON

DANN HAT
DEINE STIMME
EINGESCHLAGEN

UND WAS SONST NOCH
EINSCHLAGEN KANN

SEITDEM BIST DU DA

UND NICHTS IST MEHR
WIE ES BIS DAHIN
IMMER WAR

KOMM MIT
(05.01.2004)

DU HAST GESAGT
KOMM MIT

DU HAST GESAGT
ES PASSIERT DIR NICHTS

IM DUNKLEN KONNTE ICH
DEINE WEISSEN HAARE
NICHT SEHEN

DU WARST DA
ICH HABE GEWEINT

DU HAST GESAGT
ES IST GUT

VERGESSENE LIEBE
VERLORENE WÄRME

UND DEINE
STARKEN ARME
HALTEN MICH

MEDITATION
HERZBEWEGEND

(28.08.2007)

MIT HOCHROTEM KOPF GEBE
ICH SACHLICHE KOMMENTARE
ZU DEINEN AUSFÜRHUNGEN

ICH VERSTEHE NOCH WENIGER

WIR WAREN UNS SEHR NAHE

ICH DIR WORTLOS GEGENÜBER

DU FRAGTEST NACH

ICH FINDE NOCH IMMER KEINE WORTE
DIE DAS FASSEN KÖNNEN

DU WEISST DARUM

DEIN HERZ
LÄDT MICH EIN

RUHE
(20.02.2005)

WENN ICH ZUR RUHE KOMME
BIST DU DA

RASTLOS HABE ICH MICH
BESCHÄFTIGT

MIT VIELEM

NUN IST RUHE
NUN DU
NUR DU

ICH HALTE ES NICHT AUS

DU ERFÜLLST
DEN RAUM

DU BIST EINFACH
BEI MIR

MIR FEHLT DIE ERFAHRUNG

ES QUÄLT MICH
DAS GLÜCK
DICH HIER ZU WISSEN

UNSER FEUERWERK
(21.06.2005)

VORHIN
HAT DIE LUFT GEKNISTERT

FUNKEN
IM DUNKLEN

ICH HABE SIE NUR GEHÖRT

MEINE AUGEN ZU

ES HABEN SICH
ZWEI LODERNDE HERZEN
UMARMT

EIN SPRÜHREGEN
VON SONNE
GING AUF MIR NIEDER

LACHEN
WAR DIE SPRACHE
UNSERER HERZEN

UNSER KLEINES
GANZ PERSÖNLICHES
FEUERWERK

SOWAS GEHÖRT
ZU DIR
UND
ZU MIR

EIN ZAUBER WEG

DER SCHATTEN
(18.08.2005)

IN DER RUHE
LIEGT SCHERZ

IN DER RUHE
IST FREUDE

EREIGNISSE
DIE MIR GUT TUN

VERTREIBEN
DEN SCHATTEN
FÜR EIN PAAR TAGE

ICH MERKE
HEUTE
HABE ICH ANGST

DU KÖNNTST
DAS AUFLÖSEN
WAS DU
FÜR MICH BIST

DU KÖNNTEST
AUS DER STILLE
HERVORTRETEN
UND
DEIN LICHT
LÖSCHEN


(Bild: Wohin mein Herz geht, 2005)

DER SPIEGEL
(27.10.2005)

DU DA
UNERWARTET

DU HAST
IN DEN SPIEGEL
GESCHAUT

SCHRECKLICH
FANDEST DU
MEINEN SCHMERZ

IST ES NICHT AUCH DEINER?

WAS SIND FÜR DICH
TRÄNEN DER LIEBE?

KOSTBARES GUT
HAT DICH BEWEGT

WOHIN?

DARF ICH IN DEIN HERZ SCHAUEN?

ANNEHMEN
28.08.2007

DEINE
KRYPTISCHEN ZEILEN
ERREICHEN MICH MOBIL

DAS BIST AUCH DU

WIE EIN STEIN
DER IN EINEN SEE FÄLLT

WELLEN DIE SOFORT
MEIN HERZ TREFFEN

DEIN SCHWEIGEN
IST JETZT AUCH
EIN SPRECHEN
ZU MIR

ZÖGERN

ANNEHMEN

OHNE WORTE
OHNE SCHWEIGEN

WIR

AM MEER
28.01.2007

KLAR DEIN BLICK
REGUNGSLOS DEIN GESICHT

AUGEN DIE WISSEN
AUGEN DIE ALLES SAGEN

WIND BLÄST IN DEIN HAAR

DEIN BLICK
DEIN GESICHT
EINGEFROREN FÜR MICH

UND DOCH
LEBEN

WILLST NICHTS PREISGEBEN

UND DOCH
SPRECHEN
DEINEN AUGEN

UND LAUFEN TRÄNEN
ÜBER DEIN SONST SO
REGUNGSLOSES GESICHT

UND DER WIND BLÄST

VOLL
STÄNDIG

(28.08.2007)

MANCHMAL
DEIN NAME
HIER IM RAUM

LAUT UND KLAR
LEISE
WORTLOS

GESANG

SCHWEIGEN
LAUSCHEN

ETWAS PASSIERT


(Bild: Zweisamkeit, 2005)

Dies ist ein ganz kleiner Auszug an Texten und Bildern die von mir in einem Buch zusammengefaßt werden. Die Arbeit an sich heilt in mir schon einige Wunden.
Wer Interesse hat melde sich bei kinkyalien@web.de

Ich wünsche Euch allen ganz viel Mut und Kraft für das was noch kommt.....


Gedichte


Seelen

Wenn ich an dich denke,
dein Sein als meines fühle,
dann betrete ich eine andere Welt,
in der vollkommene Stille herrscht,
dort ist alles anders.

Ich fühle diese vollkommene Ruhe in
die alles zu sein scheint,
Grenzen verwischen sich
und Raum und Zeit werden bedeutungslos.

Vertrauen und
Vertraut sein,
das Geborgenheit bedeutet,
aber auch Gewissheit,
daraus erwächst innerer Frieden.

Du hattest Recht,
getrennt sind wir wohl nie,
waren es wohl noch niemals
auch als wir voneinander noch nicht wussten.

Zufriedenheit?
Wunschlosigkeit?
Vollkommenes Glück?
Wir haben dafür keine Worte
ES
zu beschreiben.


Seelenschmerz

Lange Zeiten
und lange Wege
Endlich am Ziel
DU!

Und nun steh ich
vor verschlossner Tür
Meine Seele in der Hand
ES SCHMERZT

Lange Zeiten
und lange Wege
Bis zum nächsten Wiederfinden
WANN?

Vertanes Glück
versinkt in Tränen
Seelenschmerz
WARUM?


Seelenliebe

Seelenliebe
ist ein Geschenk.
Sie ist unerklärlich,
absichtslos,
bedingungslos.

Seelenliebe
braucht keine Worte
oder Gedanken,
sie ist außerhalb
von Raum und Zeit.

Seelenliebe
ist Stille
ist Frieden
ist Heilung
ist unendliches Glück.


Erinnerung an Stille

Etwas klingt in mir
In meiner Stille
Du
Ewig bekannt
Unendlichkeit im Jetzt

Du bist es
Was in mir ist.
Liebe, Vertrautheit, Eins Sein
Seit Ewigkeit.

Verloren geglaubte
Seelenerinnerung
An Dich
Dämmert langsam herauf
In meine Stille.

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